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Pukki (l., hier gegen Hannovers Stindl) erzielt gegen Hannover sein erste Bundesligator © getty

Der Huntelaar-Ersatz nutzt seine Chance bei 96 eindrucksvoll und rettet Schalke einen Punkt. Zieler überzeugt in der Schlussphase.

Hannover - Er kam, sah und traf zweimal:

Teemu Pukki, Ersatzmann für den wegen seines doppelten Nasenbeinbruchs nicht einsatzfähigen Klaas Jan Huntelaar, hat Schalke 04 vor einer Niederlage im deutschen Europa-League-Duell bei Hannover 96 bewahrt.

Der Finne rettete mit seinen Toren in der 26. und 73. Minute dem Pokalsieger ein verdientes 2:2 (1:1)-Unentschieden bei den Niedersachsen.

"Ich wollte in meinem ersten Spiel von Beginn an zeigen, was ich kann. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen. Von daher bin ich ganz zufrieden", sagte der Mann des Tages in Reihen der Königsblauen.

Dennoch verpassten die Gäste die Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz und sind die Rolle des ersten Bayern-Jägers erst einmal wieder los (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Slomka übt Kritik

Die Niedersachsen - vor eigenem Publikum weiterhin ungeschlagen - verbesserten sich immerhin auf Rang sechs der Tabelle.

Davon konnte bei Mirko Slomka keine Rede sein: "Ich bin nicht zufrieden, denn wir hätten das Spiel gewinnen können. Wir hätten unsere Konter besser ausspielen müssen."

"Am Ende war dann aber Schalke die bessere Mannschaft, die noch zwei gute Chancen hatte", ergänzte der 96-Coach 478072(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

Papadopoulos trifft ins eigene Tor

Vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften Hannoveraner WM-Arena schossen die Gäste die ersten beiden Tore selbst. In der 26. Minute schloss Pukki einen sehenswerten Konter mit dem Führungstreffer ab, doch nur drei Minuten durften die Niedersachsen jubeln:

Mit einem unhaltbaren Kopfball überwand der Grieche Kyriakos Papadopoulos seinen eigenen Torhüter Lars Unnerstall, der nur noch entsetzt dem Ball hinterherschauen konnte.

Höwedes vergibt die Führung

Für das zwischenzeitliche 2:1 war der bis dahin eher blasse Mohammed Abdellaoue (59.) mit einem gut platzierten Kopfstoß in die lange Ecke verantwortlich.

Es war der achte Saisontreffer des Norwegers.

Schon nach exakt 90 Sekunden bot sich dem deutschen Pokalsieger eine Riesenchance zur schnellen Führung.

Kapitän Benedikt Höwedes kam aus acht Metern Entfernung auch für ihn selbst überraschend frei zum Schuss, drosch den Ball aber über den Querbalken.

Flotte Partie von beiden Teams

In der Folgezeit wirkten die Norddeutschen spritziger und kombinationssicherer, konnten die Schalker Deckung selbst aber nicht aushebeln.

Im Gegenteil: Nach genau einer Viertelstunde musste Karim Haggui in letzter Sekunde gegen Pukki klären.

Der Finne verpasste seinen zweiten Torerfolg nur knapp, als er in der 56. Minute lediglich das Außennetz traf.

Nur 60 Sekunden später scheiterte auf der Gegenseite Didier Ya Konan mit einem Flachschuss nur knapp.

Jubiläum für Stevens

96-Trainer Mirko Slomka hatte seine Startelf offensiv ausgerichtet, der Ivorer stand diesmal von Beginn an auf dem Feld.

Dennoch waren klare Torgelegenheiten für die Gastgeber, die sich am vergangenen Donnerstag mit 2:1 beim dänischen Meister FC Kopenhagen durchgesetzt hatten, bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Ergolding Mangelware.

Das Team von Coach Huub Stevens wirkte hingegen drei Tage nach der enttäuschenden Nullnummer gegen den zyprischen Klub AEK Larnaka vor allem spielerisch verbessert, fand aber erst in der Schlussphase wieder in die Partie.

Der Niederländer saß zum 200. Mal bei den Königsblauen in der Bundesliga auf der Bank. Bereits von 1996 bis 2002 trainierte Stevens die Schalker.

Zieler hält das Remis fest

In der 86. Minute scheiterte allerdings Lewis Holtby noch zweimal in glänzender Position gegen Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler.

Kurz darauf hatte Konstantin Rausch noch eine gute Chance für Hannover, setzte den Ball aber knapp neben den Pfosten.

Vor allem Mittelfeldarbeiter Christian Pander und Zieler überzeugten bei "96", das auf den gelbgesperrten Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach verzichten musste.

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