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Mario Götze debütierte am 21. November 2009 für den BVB in der Bundesliga © getty

Der BVB-Star wird immer besser. Wechselabsichten gibt es nicht, an der Karriereplanung sieht Götze aber "nichts Verwerfliches".

Von Matthias Becker undChristian Arias Losada

München/Dortmund - Es ist ja kaum noch etwas Besonderes, aber auch am vergangenen Wochenende war Mario Götze mal wieder einer der überragende Bundesligaspieler. 478072(DIASHOW: Der 12. Spieltag)

Beim 5:1-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg erzielte Götze das erste und das letzte Tor für den Meister und wirbelte, als wäre nichts gewesen. (Bericht)

Dabei hatte Götze in den letzten Wochen nicht nur auf dem Platz gewirbelt, sondern die BVB-Fans auch mit seinen Zukunftsphantasien aufgeschreckt.

"Der Trubel war eigentlich unnötig", erinnert sich Götze auf SPORT1-Nachfrage: "Ich habe nichts Verwerfliches gesagt, von daher habe ich versucht, mich auf das Spiel zu konzentrieren und das hat ganz gut geklappt."

Karriereplan: Dauerhaft Champions League

Verwerflich waren Götzes Aussagen vergangene Woche sicher nicht. Doch sie haben einen klaren Blick auf die Karriereplanung des Ausnahmefußballers gewährt - und darauf, dass dessen sportliche Zukunft wohl nicht für immer in Dortmund liegt.

Mit seinem Berater Volker Struth habe er einen Plan entworfen, erläuterte Götze der "Sport Bild": "Der sieht vor, dass ich dauerhaft Champions League spiele. Das ist mein Ziel und mir wichtig."

Auch ein Vereinswechsel sei durchaus denkbar, um dieses Ziel zu erreichen. "Grundsätzlich kann und will ich nichts ausschließen", so Götze, dessen Vertrag in Dortmund noch bis 2014 läuft, weiter.

Stark in allen Wettbewerben

Den Staub, den der Offensivmann mit diesen Sätzen aufgewirbelt hatte, kehrten die BVB-Verantwortlichen und Götze am Wochenende zwar eilig wieder zusammen. Seine erneute Gala-Form wird Europas Großklubs aber nicht verborgen geblieben sein.

Seitdem seine Rotsperre Ende September endete, hat die Borussia in der Bundesliga 16 von 18 möglichen Punkten geholt und lediglich das Champions-League-Spiel in Piräus verloren.

Götze erzielte im selben Zeitraum vier Pflichtspieltore, bereitete drei weitere vor und legte im DFB-Trikot beim Spiel in der Türkei das vorentscheidende 2:0 durch Thomas Müller technisch fein auf.

[kaltura id="0_6yns44nm" class="full_size" title="Doppelpass: Der Götze-Poker"]

Aus Frage- werden Ausrufezeichen

Wer geglaubt hatte, Götze ließe sich durch die Spekulationen beeindrucken, wurde enttäuscht: Aus den Fragezeichen außerhalb des Platzes hat er eindrucksvoll ein Ausrufezeichen auf dem Rasen gemacht.

Kein Wunder, dass sich der Jungprofi dauerhaft auf Europas höchster Bühne präsentieren will - und sicher auch wird. Denn auch sein Dementi akuter Wechsel-Gedanken liest sich nicht wie ein ewiger Treueschwur.

Der BVB sei "derzeit der optimale Verein für mich", erklärte Götze.

Abschied 2013?

Der Eindruck, dass die Interview-Passagen aus der "Sport Bild" klarem Kalkül folgten, erhärtet sich dadurch. Götze weiß, was er inzwischen wert ist.

Sein Gehalt in Dortmund liegt laut mehreren Medienberichten bei rund einer Million Euro, für einen Spieler seiner Klasse ist das ein recht bescheidenes Salär. Bei einem Wechsel zu einem europäischen Top-Klub könnte er sicher ein Vielfaches einstreichen.

Rein ums Geld dürfte es Götze zwar nicht gehen, aber die Perspektive muss eben stimmen. Behält der BVB seine derzeitige Form und damit den Kurs Champions League bei, wird das Thema Vereinswechsel nächstes Jahr keines sein. ((DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für das Jahr 2013, ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages, ist aber alles möglich. Dann würde die Borussia auch noch mal richtig Kasse machen.

Im DFB-Team an Özils Seite

40 Millionen Euro hat der FC Arsenal im vergangenen Sommer schon geboten. Und auch wenn BVB-Boss Hans-Joachim Watzke immer wieder erklärt, dass der Verein bei Götze keine Schmerzgrenze habe, bei bestimmten Summen dürfte die Gesprächsbereitschaft zumindest deutlich steigen.

Und Arsenal wird nicht der einzige Interessent bleiben. Einen kleinen Blick in die Zukunft könnten die Fans bei den kommenden beiden Länderspielen erhaschen. Gegen die Ukraine (Freitag) oder die Niederlande (15.11.) will Bundestrainer Joachim Löw Götze und Mesut Özil erstmals gemeinsam aufbieten.

Özil spielt ja bekanntermaßen bei Real Madrid.

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