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Jan Schindelmeiser übernahm im Jahr 2006 den Managerposten in Hoffenheim © getty

Hoffenheims Manager Schindelmeiser erlaubt sich einen kleinen Scherz in Richtung München. Ein Bayern-Star reagiert schwer gereizt.

Von Martin Hoffmann

München - Jan Schindelmeiser hätte es ja eigentlich wissen müssen.

Der Manager von 1899 Hoffenheim kann in der Öffentlichkeit kein Wort mehr über den FC Bayern verlieren, ohne dass daraus diplomatische Verwicklungen entstehen.

So geschehen nun wieder bei Schindelmeisers jüngstem Kommentar bei der Gala zur Wahl vom "Sportler des Jahres", bei der seine Hoffenheimer Platz zwei bei der "Mannschaft des Jahres" belegten (Die strahlenden Sieger der Gala) .

"Ich weiß, dass die Bayern gerne Herbstmeister geworden wären", antwortete er da auf eine Frage nach seinen Weihnachtsgrüßen für FCB-Kollege Uli Hoeneß: "Wir widmen ihnen hiermit diesen Titel, denn für uns ist er nicht so wichtig."

Bemerkenswert unentspannt

In der aufgeheizten Atmosphäre, die mittlerweile zwischen München und Hoffenheim aufgezogen ist 41370(DIASHOW: Die Bilder des Duells), wird so ein Kommentar schnell als Provokation aufgefasst.

Man merkt das an der bemerkenswert unentspannten Reaktion von Bayern-Star Philipp Lahm, die sich anhört, als wäre er kurz davor, den Hoffenheimer Botschafter einzubestellen.

"Das ging gründlich daneben"

"Das war unangebracht und überheblich", mokiert sich Lahm in der "Bild".

Schindelmeiser habe ja mehr oder weniger zum ersten Mal im Rampenlicht gestanden, meint Lahm: "Aus Unerfahrenheit hat er sich zu dieser Aussage hinreißen lassen und die ging gründlich daneben."

Bislang habe nur Dietmar Hopp in Hoffenheim wirklich etwas geleistet, der dort "etwas sehr Gutes in Bewegung gebracht und aufgebaut" hat: "Aber wie es scheint, steigt dies seiner Sportlichen Leitung zu Kopf."

Hoeneß schweigt

Man kann es so sehen - oder man kann Schindelmeisers Beteuerung glauben: "Das war keineswegs als Spitze oder Provokation gemeint, sondern spaßig."

Ob Bayern-Manager Uli Hoeneß es auch so verstanden hat, weiß man nicht. Er lässt Schindelmeisers kleine Spöttelei - ebenso wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bewusst unbeantwortet.

Unterdrückter Zorn? Schindelmeiser glaubt es nicht. Er ist sicher, "dass Uli Hoeneß das schmunzelnd sieht und nicht als Angriff".

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