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Ex-Profi Marco Bode erzielte in seiner Karriere 101 Tore für Werder Bremen © dapd

Die Werder-Mitglieder wählen Marco Bode in den Aufsichtsrat. Seinen Torrekord würde der Ex-Profi gerne an Pizarro verlieren.

Bremen - Wann immer Claudio Pizarro ein Tor für Werder Bremen schießt, ist der Name Marco Bode mit im Spiel.

Auch neun Jahre nach seinem Karriereende ist der 40-malige Nationalspieler mit 101 Bundesliga-Toren noch immer der Toptorjäger des Vereins, dem er als Spieler nie untreu geworden ist. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Wie viele seiner Kollegen hätte er nach seinem Karriereende 2002 bleiben können. Aber Bode hatte anderes im Sinn - und jetzt kontrolliert er den Verein.

Als erster Nachrücker des Aufsichtsrats wurde Bode von den Werder-Mitgliedern in den Aufsichtsrat gewählt; einstimmig und mit der Aussicht, bei den Neuwahlen des von Willi Lemke geführten Gremiums im kommenden Jahr einen festen Posten als Aufsichtsrat zu bekommen.

"Ich bin bereit", sagte Bode nach seiner Wahl am Montagabend in Bremen.

"Ein beeindruckender Klub"

Es war ein Heimspiel für Marco Bode, obwohl er zugab, noch nie bei einer Jahreshauptversammlung gewesen zu sein.

Dem wiedergewählten Präsidenten Klaus-Dieter Fischer und den Mitgliedern war's egal, sie schätzen den Musterprofi, der nie ausflippte, nie vom Platz flog und in 14 Jahren als Berufsfußballer nur 15 Gelbe Karten sah.

"Werder ist ein beeindruckender Klub", sagte Bode. Spätestens da hätte er seine "Antrittsrede" und Vorstellung beenden können.

Bode hofft auf Pizarro

Doch der 42-jährige Bode folgte dem Protokoll und machte auch hinter dem Rednerpult nichts falsch.

[kaltura id="0_8kqbytuy" class="full_size" title="SV "Pizarro" Bremen"]

Und so verziehen ihm die Grün-Weißen sogar, dass seine Sportmarketing-Firma wie auch die Produktionsfirma seiner TV-Projekte für Kinder in Hamburg sind.

Bode ist beliebt und geachtet. Und er würde Pizarro, der inzwischen 82 Tore für Werder erzielt hat, gerne den Rekord überlassen - und rechnet vor: "Wenn er mich in dieser Saison noch einholt, wird Werder Meister." 478965(DIASHOW: Tops und Flops 12 Spieltag)

Werder mit Millionen-Gewinn

An solche Rechenexempel war vor wenigen Monaten noch überhaupt nicht zu denken.

Werder steckte im Abstiegskampf - und machte trotzdem mit 8,2 Millionen Euro den zweitgrößten Gewinn der Vereinsgeschichte. Im Umsatz von 119,9 Millionen Euro waren allerdings auch die rund 25 Millionen Euro aus der Champions League enthalten, die in dieser Saison fehlen.

"Es ist unser Verständnis seriöser Arbeit, schon jetzt darauf hinzuweisen, dass im kommenden Jahr solche Zahlen nicht möglich sein werden.

Ein Jahr ohne Champions League kann derzeit nicht alleine mit dem Kerngeschäft Bundesliga aufgefangen werden", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Allofs.

Keine Roten Zahlen

Schulden freilich wird Werder auch in der Saison 2011/12 nicht machen.

"Wir werden am Ende der Saison keine Fremdmittel aufnehmen", sagte der in der Geschäftsführung für Finanzen zuständige Klaus Filbry.

Aber das hanseatisch seriöse Wirtschaften wird schwieriger, solange das Geld aus dem internationalen Wettbewerben fehlt.

In diesem Jahr ist das nach Auskunft von Allofs kein Problem: "Dank unserer kontinuierlichen, soliden Haushaltsführung über Jahre hinweg können wir eine solche Phase mit eigenen Rücklagen ausgleichen."

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