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Ihre Verträge laufen 2014 aus: Die Dortmunder Kevin Großkreutz (l.) und Mario Götze. © imago

Ständig neue Gerüchte um das Personal nerven den Meister. Immerhin schafft Götzes Berater nun Klarheit - zumindest vorerst.

Von Maik Rosner

München/Dortmund - Und täglich grüßt die Transfer-Spekulation.

Mario Götze, Kevin Großkreutz, Shinji Kagawa, Mats Hummels oder Neven Subotic ? um irgendeinen Profi von Borussia Dortmund ranken sich ständig neue Wechselgerüchte.

Von einem drohenden Ausverkauf ist die Rede, von Millionen-Offerten für die begehrten Kicker des Meisters, vor allem aus dem Ausland.

In Dortmund reagiert man zunehmend genervt auf die täglichen Störfeuer.

"Mich interessiert das ganze Thema nicht wirklich", sagte Sportdirektor Michael Zorc nun dem "kicker".

"Durch die ständigen Wiederholungen ermüdet es nur. Wir wissen, dass unsere Spieler im Fokus stehen. Aber in den seltensten Fällen dringt das auch bis zu uns durch."

Arsenal hat angeblich 60 Millionen

Soll heißen: Vieles gehört zum üblichen Geschrei der Branche, befördert durch die mediale Schlagzeilen-Jagd und einige Berater.

Da ist wohl durchaus richtig, ganz aus der Luft gegriffen sind die Spekulationen aber meist nicht.

Vor allem Götze steht bei vielen Topklubs hoch im Kurs. Bayerns Präsident Uli Hoeneß hatte sogar schon öffentlich einen mittelfristigen Wechsel nach München in Aussicht gestellt.

Der FC Arsenal aus der englischen Premier League gilt als der derzeit zahlungswilligste Interessent. 60 Millionen Euro sollen die "Gunners" für neue Spieler investieren können.

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Zorc "total entspannt"

Doch aus Dortmund heißt es weiter: im Westen nichts Verkäufliches.

"Ich bin in allen Personalfragen total entspannt", sagt Zorc. Er verweist auf die "Art und Weise, wie wir auftreten", auf den jüngsten Aufwärtstrend des Bundesligazweiten.

Für Zorc lässt sich daraus ableiten: "Diese Geschichten interessieren unsere Spieler genauso wenig wir mich."

Berater: BVB für Götze das Beste

Stimmt, sagt Götzes Berater Volker Struth gegenüber der "Bild"-Zeitung:

"Die Situation für Mario und Dortmund ist ideal. Das Gesamtpaket Verein, Trainer und Mitspieler ist einfach das Beste."

Vorerst ist ein Wechsel also tabu. "Ich würde Mario keinen Gefallen tun, wenn ich dem Jungen jetzt oder in naher Zukunft zu einem Wechsel raten würde", sagt Struth.

Und der Chef der Berater-Agentur "Sports total", die unter anderem auch Mönchengladbachs Marco Reus, Bayerns Toni Kroos und Schalkes Benedikt Höwedes betreut, stellt klar:

"Wir haben und werden auch in nächster Zeit mit keinem anderen Klub verhandeln."

Bis 2014 läuft Götzes Vertrag mit der Borussia. Das bedeutet allerdings auch, dass ein Wechsel des 19 Jahre alten Nationalspielers spätestens 2013 wahrscheinlicher wird.

2013 wird's spannend

Angeblich soll neben Arsenal auch der FC Barcelona ganz oben auf dem Karriere-Plan des Ausnahmetalents stehen.

Barcelona soll wie Juventus Turin auch an Hummels (22, Vertrag bis 2014) interessiert sein, der FC Liverpool an Kagawa (22, 2013) und Arsenal an Großkreutz (23, 2014).

2013 könnte sich die Situation also angesichts vieler Kontrakte mit Laufzeitende 2014 tatsächlich zuspitzen, denn ein Jahr zuvor könnte Dortmund letztmals Ablöse kassieren.

Über Subotic schrieb der "kicker" gar, der Innenverteidiger könne "mit Offerten englischer Klubs seine Wohnung tapezieren".

Subotic verbietet Witze

Vorerst muss der 22-Jährige wegen seines Mittelgesichtsbruchs davon aber absehen, zwei Wochen Ruhe haben ihm die Ärzte verordnet.

Das Topspiel am übernächsten Samstag beim Tabellenführer FC Bayern wird er verpassen. Voraussichtlich kann ihn Trainer Jürgen Klopp erst wieder in der Rückrunde einsetzen.

Und bis dahin sollte man ihm vielleicht auch nicht zu viele Gerüchte überbringen, die sich um seine Zukunft ranken.

Das angeschwollene Gesicht schmerzt nämlich noch. Erst recht, wenn er lachen muss.

Subotic sagt: "Ich habe meinen Kumpels verboten, in meinem Beisein Witze zu erzählen."

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