vergrößernverkleinern
Für Felix Magath (l.) ist der VfL Wolfsburg bereits die zehnte Station als Trainer © imago

In Wolfsburg werden im Winter wohl wieder Stühle gerückt. Sechs Mann sollen angeblich gehen, Helmes könnte in den Süden ziehen.

Von Ronald Maior

München - Der Deutsche Meister von 2009 ist angezählt.

Neben der bedrohlichen Tabellensituation, in der den VfL Wolfsburg nur noch drei Punkte von einem Abstiegsplatz trennen, steht der VfL vor vielen Herausforderungen.

Die an den Ansprüchen gemessene schwachen Leistungen der Wolfsburger machen Trainer Felix Magath Sorgen. Nun greift der Coach, gleichzeitig auch Geschäftsführer, durch.

Prominentestes "Opfer" von Magaths anstehender Personalrochade dürfte Stürmer Patrick Helmes werden.

Sechs Mann vor dem Abgang?

Der 27-Jährige spielt im System Magath schon länger keine Rolle mehr, musste schon öfters alleine joggen gehen, statt mit der Mannschaft zu trainieren. Helmes soll einer jener sechs Profis sein, die Magath angeblich in der Winterpause abgeben will.

Neben den bereits während der Woche vorzeitig aussortierten Sotirios Kyrgiakos und Jan Polak gehören nach Informationen der "Bild" der Südkoreaner Ja-Cheol Koo, der Venezuelaner Yohandry Orozco und der Pole Mateusz Klich zu den Auslaufmodellen in der Autostadt.

"Nichts ist ausgeschlossen," erklärt Magath dem Blatt.

Helmes im Fokus des VfB

Zumindest für Helmes scheint ein potenzieller Abnehmer schon bereitzustehen. Laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" soll der VfB Stuttgart Interesse an dem Angreifer haben.

[kaltura id="0_eiook6ku" class="full_size" title="Magath droht seinen Spielern"]

Neben dem Handlungsbedarf in der Offensive, könnte das mögliche Zustandekommen des Leno-Transfers mit Bayer Leverkusen das nötige Kleingeld liefern. Die Schwaben wollen für den Verkauf des Torwart-Telents an die Werkself angeblich zehn Millionen Euro erlösen.

In der Bundesliga absolvierte Helmes in dieser Saison lediglich drei Partien über 90 Minuten und ist einem Wechsel nach Stuttgart nicht abgeneigt.

Helmes' Berater Gerd vom Bruch bezeichnete den VfB als "interessante Adresse. Außerdem hat Patrick Helmes schon damals in Leverkusen hervorragend mit Bruno Labbadia zusammengearbeitet."

Schäfer kritisiert Kommunikation

Das kann man von dem Verhältnis mit Magath nun wirklich nicht behaupten. Die Personalien sind aber nicht die einzigen Baustellen beim VfL.

Der von Magath als Kapitän abgesetzte Verteidiger Marcel Schäfer mahnt die Kollegen. "Im Moment arbeiten wir nicht gut genug zusammen, auch bei der Kommunikation müssen wir uns verbessern", sagte der 27-Jährige.

Vor allem die Auswärtsschwäche bereitet dem ehemaligen Kapitän Sorge.

"Auf fremden Plätzen haben wir Probleme, dagegenzuhalten. In Heimspielen sind wir engagiert und meistens auch erfolgreich. Auch wenn es gegen Bayern und Hertha nicht gereicht hat", erklärte Schäfer.

Misimovic macht Hoffnung

Ein früherer Magath-Schüler macht den "Wölfen" aus der Ferne allerdings Hoffnung: Zvjezdan Misimovic.

"Es ist ähnlich wie damals im ersten Magath-Jahr. Da hat es auch in der Hinrunde nicht geklappt und in der Rückrunde sind sie dann durchgestartet", erklärte der Bosnier im Gespräch mit SPORT1. (Interview mit Zvjezdan Misimovic)

Es benötige Zeit, so der 27-Jährige weiter, "wenn man so viele neue Spieler holt. Die Meisterschaft hat uns damals auch keiner zugetraut."

Bis zu solchen Erfolgen ist es für Magaths Wolfsrudel noch ein sehr weiter Weg.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel