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Roman Weidenfeller spielt seit 2002 für Borussia Dortmund © getty

Dortmund geht in die Woche der Wahrheit. Weidenfeller ist vor dem Bayern-Hit bemüht, den Druck zum Rekordmeister zu schieben.

Von Raphael Weber

München - Borussia Dortmund steht vor einer wahren Festspielwoche: Die nächsten Gegner heißen Bayern München (Sa., ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER), FC Arsenal und Schalke 04.

Roman Weidenfeller kommt ins Schwärmen, wenn er an diese Aufgaben denkt. "Das sind drei Klassiker", sagte der BVB-Keeper im "kicker": "Das klingt wie Musik in den Ohren."

Im Bundesliga-Schlager in München sieht Weidenfeller die Bayern als "klare Favoriten" und hat dagegen auch gar nichts einzuwenden: "In dieser Rolle lassen wir sie gerne."

Bayern die "klar bessere Mannschaft"

Mannschaftskollege Marcel Schmelzer schließt sich im SPORT1-Interview dieser Meinung an.

"Bayern hat die klar bessere Mannschaft", erklärte der Verteidiger.

Weidenfeller hat für dieses Problem allerdings schon eine Lösung parat: "Vielleicht haben sie den besseren Kader, aber man kann viel durch mannschaftliche Geschlossenheit wettmachen." (BERICHT: Säbelrasseln vor dem Gipfel)

Ein Selbstläufer sei die Meisterschaft für die Bayern ohnehin nicht.

"Diesen Automatismus sehe ich nicht", erklärt Weidenfeller: "Wir sind doch nah dran. Wer am zwölften Spieltag fünf Punkte Vorsprung hat, ist noch nicht Meister." (DATENCENTER: Bundesliga)

Dortmund kommt mit Rückenwind

Der BVB kommt jedenfalls mit viel Rückenwind nach München: Vor der Länderspielpause feierte der Meister gegen Wolfsburg eine 5:1-Gala.

Bei den Münchnern machen sich dagegen Sorgen breit.

Bastian Schweinsteiger fällt nach seiner Schlüsselbein-Fraktur noch lange aus und Anatoliy Tymoshchuk verschärfte durch seinen Platzverweis aus der Augsburg-Partie die prekäre Situation im defensiven Mittelfeld zusätzlich.

"Ich glaube, dass wir ein sehr offenes, für die Zuschauer sehr interessantes Spiel erleben werden", verspricht Weidenfeller mit Blick auf den Kracher in München: "Keine Mannschaft wird mauern."

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Notwendiger Wandel

Die Münchner, die bisher statistisch gesehen im Schnitt zehn Kilometer pro Spiel weniger laufen als der BVB, müssten sich gegen Dortmund steigern, meint Weidenfeller: "Wir haben eine lauffreudige Mannschaft, die qualitativ hochwertigen Fußball spielt."

Beim 1:0 gegen Piräus in der Champions League hat der BVB allerdings gezeigt, dass das Team auch Ergebnisfußball beherrscht. (DATENCENTER: Champions League)

"So ein Spiel haben wir gebraucht", meint Weidenfeller: "Wir wissen schon, dass es kein Vergnügen für die Zuschauer war. Es war ein Arbeitssieg, der uns nochmal alle Optionen für die letzten beiden Spiele verschafft hat."

Weidenfeller hofft, dass der BVB mit dem Sieg gegen die Griechen genug Selbstvertrauen geschöpft hat, um das Achtelfinale doch noch zu erreichen: "Wenn wir beim FC Arsenal gewinnen, schaffen wir es."

Wechselgerüchte stören nicht

Von Wechselgerüchten um Mario Götze oder Kevin Großkreutz lässt sich Dortmund laut Weidenfeller nicht beeinträchtigen. (BERICHT: Keine Sorgen beim BVB: Götze bleibt)

"Die Spieler wissen, was sie an Borussia Dortmund haben."

Zwar sei das Ausland verlockend, doch auch die Bundesliga sei "extrem reizvoll", sagte Weidenfeller: "Und der BVB sowieso."

Auch Bundestrainer Joachim Löw sieht im SPORT1-Interview für Götze keinen Grund, den Verein zu wechseln.

"Warum sollte Mario Götze da im Moment weggehen? Er spielt in der Champions League und bei einem Top-Team mit einem Trainer, der die jungen Spieler fördert." (EXKLUSIV: Joachim Löw im SPORT1-Interview)

"Zeit für den nächsten Derby-Sieg"

Beschlossen wird die Woche der Wahrheit mit dem Revierkracher zwischen Dortmund und Schalke.

Im Idealfall soll der Triumph über den Erzrivalen der erfolgreiche Schlusspunkt sein.

"In dieser Saison haben wir schon genug Punkte liegen lassen. Deshalb wollen wir sie uns gegen Schalke schnappen. Es wird Zeit für den nächsten Derby-Sieg."

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