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Stefan Reisinger (m.) markierte gegen Hertha BSC seine Saisontore zwei und drei © getty

In einer turbulenten Schlussphase gegen Berlin wird Schiedsrichter WIngenbach zur Hauptperson. Der SC beweist große Moral.

Freiburg - "Joker" Stefan Reisinger hat dem SC Freiburg in letzter Sekunde einen Punkt gerettet. In der fünften Minute der Nachspielzweit traf der Stürmer zum verdienten 2:2 (0:2) für die Breisgauer gegen Hertha BSC Berlin. 484426(DIASHOW: Der 13. Spieltag)

Zuvor hatte Reisinger, der in der 53. Minute eingewechselt worden war, bereits in der 61. Minute den Anschusstreffer zum 1:2 erzielt. Adrian Ramos (20.) und Peter Niemeyer (45.+1) hatten die Gäste zuvor mit 2:0 in Führung geschossen.

In der 82. Minute war bereits ein scheinbar regulärer Treffer von Reisinger von Schiedsrichter Markus Wingenbach nicht anerkannt worden, da der Referee zuvor eine Ecke noch nicht freigegeben hatte. Zudem traf Anton Putsila kurz vor Schluss der regulären Spielzeit noch die Latte.

"Ich glaube, drei Tore in einer Halbzeit habe ich noch nie geschossen", freute sich Reisinger nachher bei "sky" trotzdem: "Leider haben nur zwei gezählt."

Freiburger Defensivschwäche

Vor 21.500 Zuschauern wurde den Gastgebern zunächst erneut ihre Defensivschwäche zum Verhängnis. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Symptomatisch dafür der zweite Treffer der Berliner: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit konnten die Freiburger einen Freistoß ihres Ex-Spielers Levan Kobiaschwili nicht aus der Gefahrenzone bugsieren und servierten Niemeyer den Ball quasi auf dem Silbertablett. D

er Mittelfeldspieler der Hertha musste aus drei Metern nur noch abstauben.

Neu formierte Deckung patzt

Dabei hatte Freiburgs Trainer Marcus Sorg auf die zuletzt schwache Defensivleistung der abwehrschwächsten Bundesliga-Mannschaft der Saison reagiert und die Hinterreihe umgebaut.

Unter anderem musste Ex-Nationalspieler und Außenverteidiger Andreas Hinkel auf der Bank Platz nehmen.

Die neuformierte Deckung machte aber bereits beim ersten Gegentor keine glückliche Figur. Mit einem Steilpass hebelte Berlins agiler Spielmacher Raffael die Freiburger Hintermannschaft aus und bediente Ramos.

Berlin zunächst überlegen

Der Kolumbianer traf aus rund zehn Metern ins linke untere Toreck und freute sich über sein drittes Saisontor.

Dabei hatten die Breisgauer vielversprechend begonnen. Doch nach einem Freistoß von Felix Bastians köpfte SC-Kapitän Heiko Butscher am Hertha-Gehäuse vorbei (5.).

Danach zeigten die Berliner, die zuletzt eine bittere Heimpleite gegen Mönchengladbach kassiert hatten, die reifere Spielanlage und waren bei Kontern gefährlich. Ein Kopfball von Raffael landete aber in den Armen von SC-Keeper Oliver Baumann (12.).

Cisse scheitert

Die Hausherren suchten immer wieder ihren Torjäger Papiss Cisse im Sturm, der diesmal als einzige Spitze aufgeboten wurde.

Doch der von etlichen Klubs umworbene Senegalese konnte sich mehrfach in aussichtsreicher Position nicht durchsetzen.

Unmittelbar nach der Pause scheiterte Cisse mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am grandios reagierenden Gästeschlussmann Thomas Kraft (49.).

Freiburg drückt

Danach drückte die Sorg-Elf in einer immer hektischer werdenden Partie weiter auf den Anschluss.

Und hatte Erfolg, als Reisinger aus halbrechter Position zum 1:2 abschloss und am Ende noch zum Helden wurde.

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