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Klaas-Jan Huntelaar (l.) kam 2010 vom AC Mailand ins Ruhrgebiet © getty

Huntelaar ballert Schalke 04 mit seinem Doppelpack vorläufig auf Rang drei. Die schwarzen Serien der Nürnberger gehen weiter.

Gelsenkirchen - Dank der Stürmerstars Klaas-Jan Huntelaar und Raul hat Schalke 04 seine Erfolgsserie unter Trainer Huub Stevens fortgesetzt und den Kontakt zur Bundesliga-Spitze gehalten.

Der Niederländer und der Spanier schossen den DFB-Pokal-Sieger im Duell der Altmeister gegen den 1. FC Nürnberg zu einem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg 484426(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Während die Königsblauen nach nur einer Niederlage in zehn Pflichtspielen unter Stevens auf Champions-League-Kurs bleiben, wird es für den Club nach acht Spielen ohne Sieg im Abstiegskampf immer ernster.

"Ich finde, dass wir sehr effektiv gespielt haben aber nicht gut. Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht, aber spielerisch war es nicht das, was ich mir vorstelle", grantelte Schalkes Coach Huub Stevens.

Doppelpack von Huntelaar

Huntelaar brachte die Schalker vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Führung (13.).

Der Niederländer, der wie schon beim Länderspiel am vergangenen Dienstag gegen Deutschland (0:3) wegen eines Nasenbeinbruchs als Maskenmann auflief, traf im Nachschuss.

Alexander Baumjohann war nach Zuspiel von Lewis Holty an FCN-Torhüter Raphael Schäfer gescheitert (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Raul erhöhte in der 38. Minute mit einem Schlenzer ins lange Eck auf 2:0. Das 3:0 erzielte erneut Huntelaar mit seinem 23. Pflichtspieltor im 20. Spiel nach schönem Zuspiel von Julian Draxler (66.). Den Schlusspunkt setzte Holtby (84.).

Schalke immer gefährlich

Die Gastgeber bemühten sich von Beginn an um spielerische Linie.

Nach der ersten gelungenen Kombination setzte Kyriakos Papadopoulos einen Kopfball noch über das Nürnberger Tor (4.). Doch schon der zweite sehenswerte Angriff führte durch Huntelaar zum Erfolg.

Auch wenn sich bei den Königsblauen danach einige Ungenauigkeiten ins Spiel schlichen, blieben sie gefährlich: Schäfer verhinderte mit Paraden gegen Huntelaar (26.) und Raul (32.) zunächst einen höheren Rückstand, ehe der Spanier dann doch noch traf.

Unnerstall ohne Mühe

Nürnberg beschränkte sich keineswegs nur auf die Defensive, sondern versuchte selbst, Akzente zu setzen. Doch wirklich gefährlich wurden die Gäste nur selten.

Schalkes Keeper Lars Unnerstall, der ein paar Wackler zeigte, hatte kaum Mühe. (VOTING: Wählen Sie Ihr Team des Jahres 2011!)

Nach der Pause schalteten die Schalker einen Gang zurück, doch Nürnberg konnte die sich bietenden Räume nicht nutzen und blieb weitgehend harmlos.

Umstellungen gelingen

Wegen der schweren Verletzungen von Kapitän Benedikt Höwedes und Außenstürmer Jefferson Farfan, die bei den Länderspielen unter der Woche jeweils Außenbandteilrisse im Knie erlitten hatten, musste Stevens umstellen.

Höwedes als rechter Außenverteidiger ersetzte der Japaner Atsuto Uchida, für Farfan rückte Baumjohann ins Team. Baumjohann konnte seine Chance mit zwei Torvorlagen und starken Dribblings nutzen.

Die Bestnoten verdienten sich Huntelaar, Raul und Holtby.

Club wartet weiter

Nürnbergs Coach Dieter Hecking musste auf Stürmer Tomas Pekhart verzichten, der wegen eines Trauerfalls in der Familie nach Tschechien gereist war. Für ihn spielte Eigler.

"Wir spielen zu naiv. Es hilft nichts, optisch gut mitzuspielen. Was in den Strafräumen passiert ist bei uns nicht bundesligareif. Der Gegner hat uns vorgemacht, wie man dort agieren muss.

Keeper Schäfer verhinderte eine noch deutlichere Niederlage. Der Club wartet mittlerweile seit 18 Jahren auf einen Sieg auf Schalke.

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