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Bruno Labbadia bestritt als Aktiver 328 Spiele in der Bundesliga © getty

Im SPORT1-Interview spricht Labbadia über das Schwaben-Derby, den Abstiegskampf der Vorsaison und die Perspektiven des VfB.

Von Martin Volkmar

München/Hamburg - Im letzten Dezember übernahm Bruno Labbadia das Traineramt beim VfB Stuttgart.

Seit der gebürtige Darmstädter das Zepter bei den Stuttgartern schwingt, geht es für Schwaben kontinuierlich bergauf.

Ein Drama wie in der Vorsaison, in der sich der Deutsche Meister von 2007 kurz vor Schluss vor dem Abstieg rettete, ist undenkbar: Nach zwölf Begegnungen der aktuellen Saison weisen die Stuttgarter sieben Punkte mehr auf als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Runde.

Mit 18 Zählern steht die Labbadia-Mannschaft im oberen Mittelfeld der Tabelle und hält Anschluss an die Spitzenplätze. (DATENCENTER: Bundesliga)

Vor dem ersten schwäbischen Duell in der Bundesliga gegen den FC Augsburg (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) möchte der VfB die jüngste Niederlage in Mainz wettmachen.

Im SPORT1-Interview spricht Labbadia über die bevorstehende Partie, den Abstiegskampf der Vorsaison und die Perspektiven des VfB Stuttgart.

SPORT1: Wie groß ist die Vorfreude auf das erste schwäbische Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg in der Bundesliga?

Labbadia: Natürlich freuen wir uns auf dieses Duell. Das Stadion ist nahezu ausverkauft, das wird bestimmt eine Super-Atmosphäre. Leider war unsere Vorbereitung durch die Länderspielpause mal wieder erheblich erschwert. Ich musste die meiste Zeit mit fünf, sechs Spielern trainieren.

SPORT1: Trotzdem dürfte es Ihr Ziel sein, die Position als Nummer 1 in Schwaben zu verteidigen?

Labbadia: Keine Frage, wir wollen das Spiel für uns entscheiden. Man muss aber auch klar sagen, dass wir Augsburg nicht unterschätzen dürfen. Mit etwas mehr Glück hätten sie sogar gegen Bayern München ein Unentschieden geholt. Augsburg ist eine unbequeme Mannschaft und wir müssen sehr viele Dinge gut machen, um zu gewinnen.

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie nach einem Drittel der Saison mit dem bisherigen Auftreten ihrer Mannschaft?

Labbadia: Wir spielen bis jetzt eine sehr stabile Saison und das hatten wir uns auch nach dem Abstiegskampf im Vorjahr fest vorgenommen. Aber wir haben das eine Manko, dass wir trotz unserer guten Auftritte drei bis vier Punkte zu wenig gesammelt haben.

SPORT1: Dennoch steht der VfB deutlich besser da als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison.

Labbadia: Wir haben das, was wir in der Rückrunde der letzten Saison mit einem großen Kraftakt geschafft haben, nahtlos weitergeführt. Jetzt versuchen wir, das Team weiterzuentwickeln und haben dafür einen klaren Plan. Wir hoffen, dass wir diese Schritte in den nächsten zwei bis drei Jahren auch umsetzen können.

SPORT1: Schielen Sie ein wenig auf das internationale Geschäfte?

Labbadia: Nein, dafür steckt uns die schwere letzte Saison noch in den Knochen. In den letzten Jahren war es ein ständiges Auf und Ab beim VfB. Jetzt braucht der Verein erst einmal Stabilität.

SPORT1: Wie realistisch ist das?

Labbadia: Wir haben mit unserem fantastischen neuen Stadion gute Voraussetzung. Man muss nur wie so oft aufpassen, dass man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen will. Deswegen gehen wir das Ganze jetzt in Ruhe an. Aber wenn die Chance aufs internationale Geschäft da ist, werden wir zupacken.

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