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Kollektiver Jubel: Die Borussia (r., Reus) feiert den Sieg gegen Bremen © getty

Torjäger Reus führt die "Fohlen" gegen Werder mit einem Dreierpack zum Sieg. Auch Herrmann ragt heraus. Ein Grieche fliegt.

Mönchengladbach - Mit einem überragenden Marco Reus und traumhaftem Hochgeschwindigkeits-Fußball hat Borussia Mönchengladbach das Verfolgerduell gegen Werder Bremen gewonnen und sich in der Spitzengruppe festgesetzt.

Der fünfmalige deutsche Meister ließ den schwachen Norddeutschen bei seiner 5:0 (3:0)-Gala keine Chance und baute seine beeindruckende Heimserie weiter aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Nach dem höchsten Bundesliga-Sieg der Borussen seit über 17 Jahren (7:1 am 24. September 1994 gegen den VfL Bochum) durch Tore von Patrick Herrmann (16.), Nationalspieler Reus (23., 38. und 51.) und Juan Arango (53.) ist die Mannschaft von Trainer Lucien Favre seit über acht Monaten im Borussia-Park unbesiegt.

"Wir haben zum Glück das 1:0 gemacht. Danach hat die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen gespielt. Ich bin sehr zufrieden, aber das 5:0 ist zu hoch", erklärte Favre.

Sokratis fliegt mit Gelb-Rot

Vor 53.465 Zuschauern hielten die 14 Minuten vor Spielschluss auch noch durch eine Gelb-Rote Karte gegen Sokratis (Foulspiel) dezimierten Gäste nur in der Anfangsphase mit, danach spielten die Gladbacher mit den teils hilflosen Hanseaten Katz und Maus 484426(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Nach einer schönen Kombination über Reus und Mike Hanke schoss Roman Neustädter freistehend aus neun Metern zwar noch vorbei (13.), doch diese Aktion läutete einen echten Sturmlauf der Gastgeber ein.

Nach einer Flanke von Arango ließ Aleksandar Ignjovski seinen Gegenspieler Herrmann entwischen, der aus kurzer Distanz einköpfte.

Reus macht den Unterschied

Auch Werder-Schlussmann Tim Wiese, der auf der Linie klebte, machte keine gute Figur.

"Wir haben eine richtige Klatsche bekommen. Da hat nicht viel zusammengepasst. Wir müssen das Spiel jetzt in Ruhe analysieren", bilanzierte Werder-Coach Thomas Schaaf.

Nach dem Führungstreffer trat die Borussia noch selbsbewusster auf und sorgte mit ihrem schnellen Spiel in die Spitze immer wieder für Gefahr.

Hanke (21.) und Kapitän Filip Daems (22.) vergaben zunächst weitere gute Möglichkeiten, doch auf Reus war wieder einmal Verlass.

Stranzl muss verletzt runter

Der seit Wochen in überragender Form aufspielende Offensiv-Akteur schloss eine sehenswerte Einzelleistung zum 2:0 ab und traf kurz darauf nach schöner Vorarbeit von Herrmann zum 3:0.

In ihrem Offensivrausch ließen sich die Gladbacher auch durch die Verletzung von Martin Stranzl nicht aufhalten.

Der Innenverteidiger humpelte in der 28. Minute verletzt vom Platz, für ihn kam Roel Brouwers.

Werder mit zu vielen Ballverlusten

Die Bremer taten sich in der Offensive um den zuletzt starken Claudio Pizarro vor der Pause schwer.

Die Gäste agierten zu umständlich und leisteten sich immer wieder leichte Ballverluste. Einzig bei einem Freistoß von Mehmet Ekici sorgten sie für Gefahr, doch Torhüter Marc-Andre ter Stegen war auf dem Posten (15.).

Nach dem Wechsel machte die Borussia da weiter, wo sie in den ersten 45 Minuten aufgehört hatte.

Gladbach wie im Rausch

Wiese ließ einen Schuss von Hanke nach vorne abprallen, den Reus zu seinem zehnten Saisontreffer nutzte.

Nur zwei Minuten später war Wiese bei Arangos Schuss in den Winkel machtlos.

In Bremens Mannschaft erreichte bei der höchsten Punktspiel-Niederlage seit dem 0:6 vor Jahresfrist beim VfB Stuttgart kein Spieler Normalform.

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