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Der Österreicher Martin Harnik (l.) spielt seit 2010 beim VfB Stuttgart © getty

Der VfB bekleckert sich gegen Augsburg nicht mit Ruhm. Das zweite Tor des Österreichers bringt aber Europa in Sichtweite.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat dank des Doppel-Torschützen Martin Harnik seine Mini-Krise beendet.

Durch einen 2:1 (1:0)-Arbeitssieg im Schwaben-Derby gegen den FC Augsburg kletterten die Gastgeber auf Platz sechs und hielten den Kontakt zur Spitzengruppe der Bundesliga.

Der österreichische Nationalspieler hatte die zuvor in der Liga dreimal sieglosen Hausherren im ersten Pflichtspielduell der beiden Mannschaften seit fast 34 Jahren mit seinem fünften Saisontor zunächst in Führung gebracht (41.) und nach dem Ausgleich durch Tobias Werner (47.) auch das 2:1 (51.) besorgt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Das war ein schwerer Arbeitssieg. Wir waren in der ersten Halbzeit zu passiv", resümierte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic bei "Sky": Wir haben uns schwer getan und es uns selbst schwer gemacht. Die zweite Hälfte war wesentlich besser, vielleicht hat uns der Führungstreffer geweckt. Da haben wir viel aggressiver nach vorn gespielt."

VfB zunächst tonangebend

Beim ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Bundesliga war das Spiel aber vor allem in der ersten Halbzeit eine Geduldsprobe für die 60.000 Zuschauer in der ausverkauften Stuttgarter WM-Arena 484426(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Der VfB übernahm von Beginn an das Kommando, spielte aber mit zu wenig Tempo und erregte durch zahlreiche Fehler im Spiel nach vorne früh den Unmut der eigenen Fans.

Schlusslicht Augsburg zog sich zurück und lauerte auf Konter, war aber mit Ausnahme des Ausgleichtreffers kurz nach der Pause nicht konsequent genug.

Hajnal mit der ersten Chance

Die erste Chance des Spiels hatte Stuttgarts Tamas Hajnal, doch der VfB-Spielmacher setzte einen Freistoß aus 25 Metern neben den linken Pfosten (8.). Auf der Gegenseite kam Sascha Mölders nach Zuspiel von Daniel Baier im Strafraum frei zum Abschluss, der Ball ging aber aus sieben Metern deutlich über das Tor (10.).

Auch ein Distanzschuss von Augsburgs Daniel Brinkmann verfehlte das Gehäuse von VfB-Keeper Sven Ulreich um mehrere Meter (25.).

Danach verflachte die Partie zunehmend, Stuttgart fand kein Mittel gegen die defensiv guten Gäste, die allerdings einmal mehr in der Offensive zu harmlos agierten.

Führungstreffer aus dem Nichts

Fast aus dem Nichts fiel dann kurz vor der Pause das 1:0 durch Harnik, dem FCA-Verteidiger Dominik Reinhardt unfreiwillig den Ball am Fünfmeterraum vorlegte. Harnik fackelte nicht lange und setzte den Ball volley in den rechten Winkel. Auch beim 1:2 sah Reinhardt schlecht aus.

Harnik ließ den Außenverteidiger auf dem Flügel einfach stehen, zog in die Mitte und verwandelte unbedrängt aus halblinker Position.

Zuvor hatte die Partie deutlich an Fahrt aufgenommen. Beide Mannschaften spielten in der zweiten Halbzeit mit mehr Zug zum Tor. Augsburg machte auf und traute sich mehr zu.

Der agile Daniel Baier hatte kurz nach Wiederanpfiff von der rechten Seite aufgelegt, in der Mitte rutschte zunächst Lorenzo Davids am Ball vorbei, doch Werner stürmte von der linken Seite heran und zirkelte den Ball mit viel Gefühl zum 1:1 in den rechten Winkel.

Doch die Freude währte nur kurz, Harnik sorgte schließlich für die erneute Stuttgarter Führung.

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