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Paolo Guerrero (r.) erzielt gegen Hoffenheim sein zweites Saisontor © getty

Der HSV fährt gegen Hoffenheim den ersten Fink-Dreier ein und verlässt die Abstiegsränge. Guerrero legt sich sein Tor selbst auf.

Hamburg - Heimfluch beendet, Abstiegszone verlassen - dank eines Billard-Tores von Paolo Guerrero und eines Alleingangs von Marcell Jansen hat der Hamburger SV eine Serie von zehn Spielen ohne Sieg vor eigenem Publikum beendet.

Die beiden Treffer in der 25. und 65. Minute besiegelten einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg der Hanseaten gegen 1899 Hoffenheim (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Norddeutschen verbesserten sich durch den ersten Heim-Dreier seit acht Monaten (zuletzt 6:2 am 19. März gegen den 1. FC Köln) vor 46.237 Zuschauern auf den 14. Platz, die Gäste nehmen nach der vierten Auswärtsniederlage in Folge Rang neun ein.

Erst an den Pfosten, dann ins Tor

Guerrero belohnte sich bei seinem Tor für seine Hartnäckigkeit selbst 484426(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Der Stürmer traf zunächst nur den rechten Torpfosten, drückte dann aber den Abpraller mit einem energischen Nachsetzen über die Linie.

20 Minuten nach Wiederbeginn schloss Jansen einen couragierten Vorstoß mit dem 2:0 ab.

"Das ist ein fantastisches Gefühl, zu Hause wieder gewonnen zu haben. Wir haben in den letzten sieben Spielen zwölf Punkte geholt, heute hat die junge Mannschaft die Entwicklung der letzten Wochen bestätigt", meinte HSV-Sportchef Frank Arnesen erleichtert.

HSV anfangs ohne Ideen

Neun Monate, nachdem er noch als Coach des FC St. Pauli dem HSV eine bittere Heimniederlage (0:1) beigebracht hatte, konnte Hoffenheims neuer Trainer Holger Stanislawski einen solchen Coup mit den Kraichgauern, die weiterhin auf ihren ersten Sieg in der Hansestadt warten müssen, nicht wiederholen.

Dabei hatte es den Gastgebern in der Anfangsphase ohne den verletzten Mladen Petric in der Offensive am Ideenreichtum und auch an der Durchschlagskraft gefehlt.

Lediglich in der zweiten Minute hatte Guerrero eine gute Einschussmöglichkeit, der Südamerikaner scheiterte jedoch nach seinem Alleingang an Hoffenheims Tom Starke.

Der Keeper konnte den Flachschuss des Torjägers reaktionsschnell zur Ecke abwehren.

Nur eine 1899-Großchance

Die Gäste kamen bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb über ein defensiv geprägtes Spiel mit wenigen und zumeist zögerlichen Konterversuchen nicht hinaus.

Gefahr drohte den Norddeutschen lediglich in der 16. Minute, als Sejad Salihovic in aussichtsreicher Position nach Vorarbeit von Tobias Weis den Ball knapp am HSV-Tor vorbeischoss.

In der 30. Minute musste TSG-Verteidiger Edson Braafheid mit einer Muskelverletzung am Oberschenkel ausgewechselt werden.

Drobny überzeugt

In der zweiten Halbzeit änderte sich der Spielverlauf zunächst nicht.

Ungeachtet des Rückstands wagten sich die Hoffenheimer kaum in die Hälfte des HSV und standen in der Abwehr erstaunlich tief.

Erst in der 61. Minute fasste sich Salihovic ein Herz und prüfte HSV-Torhüter Jaroslav Drobny mit einem strammen Distanzschuss.

Ryan Babel traf anschließend in der 70. Minute das Außennetz.

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