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Claudio Pizarro war bislang an 15 von 23 bremer Toren beteiligt © getty

Claudio Pizarros Verletzung scheint harmloser zu sein als zunächst angenommen. Schaaf hofft auf einen Einsatz am Wochenende.

Bremen - Glück im Unglück für Werder Bremen und Claudio Pizarro.

Nachdem der peruanische Fußball-Nationalspieler in der Kreiszeitung "Syke" von einem Innenbandanriss im Knie gesprochen hatte, gab Werders Mannschaftsarzt Götz Dimanski Entwarnung.

"Claudio Pizarro hat sich im Spiel bei Borussia Mönchengladbach eine Innenbandzerrung im Knie zugezogen und wird in den kommenden Tagen physiotherapeutisch behandelt."

Am Samstag hatte Werder bei den Borussen 0:5 verloren und die höchste Niederlage der Saison kassiert. (Nachbericht)

Schnelle Genesung denkbar

Trainer Thomas Schaaf schließt eine schnelle Genesung des Torjägers, der diese Saison bereits elfmal getroffen hat, nicht aus.

"Claudio hat Probleme mit dem Knie und konnte deshalb nicht auf dem Platz trainieren. Er hat stattdessen in der Reha gearbeitet und wird hoffentlich Ende der Woche wieder im Einsatz sein", sagte der 50-Jährige. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Pizarro selbst hatte zuvor einer baldigen Rückkehr auf den Platz nur wenig Chancen eingeräumt. "Das kann eine Woche dauern, aber auch zwei, drei oder vielleicht sogar vier", sagte der 33-Jährige.

"Zu einem ungünstigen Zeitpunkt"

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs räumte auch nach der Entwarnung ein: "Die Verletzung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt."

Am Sonntag trifft der viermalige deutsche Meister Werder Bremen auf den VfB Stuttgart (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER). Am 3. Dezember steht dann das Gastspiel bei Rekordmeister Bayern München auf dem Programm und zum Abschluss der Hinrunde die Partie auf Schalke.

Mögliche Alternativen für Pizarro, wenn auch nicht gleichwertige, wäre Marko Arnautovic, Markus Rosenberg und Sandro Wagner.

"Ich habe schon mehrere Wochen Probleme mit dem Knie", sagte Pizarro der "Kreiszeitung Syke". Im Sommer war es ein Innenbandriss, der ihn sieben Wochen lahmlegte.

Copa-Verletzung als Segen

Bei der Vorbereitung mit der Nationalmannschaft Perus auf die Copa America hatte er sich die schwere Verletzung zugezogen, die letztlich sogar positive Aspekte hatte.

Denn so konnte der Torjäger die Saisonvorbereitung erholt und komplett absolvieren, was Schaaf erst kürzlich als Grund für die überragenden Leistungen von "Werders Lebensversicherung" benannte.

Pizarro war an 15 der 23 Bremer Tore beteiligt. Elf Treffer erzielte er selbst; bei vier weiteren sorgte er für die Vorbereitung. Werder ohne Pizarro war in den vergangenen Wochen nicht denkbar.

Zumindest kein erfolgreiches - und deshalb ist die Verletzung Pizarros ein Schock für Werder.

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