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Ribery erzielte in 33 Länderspielen für Frankreich fünf Tore © getty

Ein Ex-Berater wirft dem Bayern-Star Betrug vor und fordert viel Geld. Er erstattet Anzeige und fordert sogar eine Sperre.

Von Christian Stüwe

München - Gegen Franck Ribery wird in seiner Heimat Frankreich ermittelt.

Wie "Bild" berichtet, hat der Ex-Berater des Bayern-Stars, Bruno Heiderscheid, Anzeige wegen Prozessbetrugs und Fälschung gegen Ribery und seine aktuellen Berater Jean-Pierre Bernes und Alain Miglaccio gestellt.

Heiderscheid behauptet, Riberys früherer Klub Olympique Marseille habe dem Spieler eine "Erfolgsprämie" von 600.000 Euro überwiesen, die eigentlich als Vermittlungsprovision für Heiderscheid wegen des Wechsels von Galatasaray Istanbul zu "OM" bestimmt war.

Heiderscheid klagte vor dem internationalen Sportgericht hof CAS, verlor den Prozess aber im April 2008.

Schwere Vorwürfe von Heiderscheid

Nun behauptet Heiderscheid weiterhin, Ribery habe das Sportgericht mit Falschaussagen und einem gefälschten Dokument getäuscht.

Außerdem behauptet Heiderscheid, ihm stünden zehn Prozent aus der Ablöse von Riberys Wechsel zum FC Bayern zu.

"Ribery schuldet mir mehr als sechs Millionen Euro", erklärt der Luxemburger im Interview mit "Bild": "Allein die Provision, die mir für den Transfer von Marseille zu Bayern München zustehen würde, beträgt zwischen drei und vier Millionen Euro."

Trennung im Mai 2007

Der französische Nationalspieler trennte sich im Mai 2007 von Heiderscheid und wechselte zu Bernes und Miglaccio. Diese hätten nun eine Provision für den Wechsel zum deutschen Rekordmeister bekommen, obwohl er den Transfer eingefädelt habe, führt Heiderscheid weiter aus.

"Ribery rief mich an: 'Meine Frau will nicht, dass du weiter mein Berater bist. Entweder ich lasse mich von ihr scheiden - oder von dir. Da entscheide ich mich natürlich für die Familie'", erläutert Heiderscheid die angeblichen Umstände der Trennung.

"Er ist ein fieser Typ"

Am Publikumsliebling der Bayern lässt der 40-Jährige Luxemburger kein gutes Haar: "Er ist ein Heuchler und ein fieser Typ, der unter dem totalen Einfluss seiner Frau Wahiba steht. Mit gegenüber ist ein Betrüger."

Für Ribery fordert er harte Konsequenzen: "Was aus Ribery wird, ist mir fast schon egal. Aber: Ribery muss wegen Betruges und Verstoßes gegen das FIFA-Reglement gesperrt werden."

"Sehen dem Verfahren gelassen entgegen"

Ob und welche Konsequenzen die von dem Ex-Berater angestrengten Ermittlungen haben werden, ist allerdings noch vage. Im Lager Riberys bewahrt man Ruhe.

"Sie sehen dem Verfahren entlassen entgegen", erklärte etwa der Anwalt der Ribery-Berater Bernes und Miglaccio gegenüber der Nachrichtenagentur "AP".

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