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Kevin Großkreutz wechselte 2009 von Rot Weiss Ahlen zu Borussia Dortmund © getty

Vor dem 139. Derby gegen Schalke ist die Stimmung in Dortmund am Boden. Und auch die Statistik spricht gegen den Meister.

Von Martin Volkmar

München/Dortmund - Körperlich und psychisch angeschlagen geht Borussia Dortmund ins 139. Revier-Derby gegen den ungeliebten Erzrivalen Schalke 04 (Sa. ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) ? und die Statistik spricht auch noch gegen die Schwarz-Gelben.

"Nach dem Sieg gegen die Bayern waren wir alle obenauf, jetzt sind wir zu Tode betrübt", gab Kapitän Sebastian Kehl nach der 1:2-Pleite gegen Arsenal London (Bericht) zu.

Die jüngste Erfolgsserie in der Bundesliga geriet durch das Beinahe-Aus in der Champions League und vor allem die Verletzungen von Sven Bender und Mario Götze total in den Hintergrund.

"Erstmal unsere Wunden lecken"

"Wir müssen jetzt erstmal unsere Wunden lecken und sehen, dass wir am Samstag ein gutes Derby abliefern", meinte Sportdirektor Michael Zorc.

Und Trainer Jürgen Klopp, der unmittelbar nach der Rückkehr aus London am Donnerstagnachmittag ein Training ansetzte, ergänzte: "Wir haben wirklich Probleme. Wir werden alle Kräfte mobilisieren, aber wir müssen auch ein bisschen umstellen, das ist klar."

Hoffnung auf Einsatz von Götze

Noch hat der Coach allerdings Hoffnung auf einen Einsatz von Götze, der an einem Pferdekuss im Oberschenkel laboriert.

"Mal sehen, ob es bis Samstag reicht", meinte der 19-Jährige nur (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Da das Kniegelenk nicht betroffen ist, hofft die medizinische Abteilung aber Götze noch fitzubekommen. "Die Chance, dass er spielt, ist da", sagte Klopp.

Lange Pause für Bender

Dagegen wird Bender bis in den Januar ausfallen, nachdem er einen beidseitigen Kieferbruch erlitten hatte. Immerhin kann der Nationalspieler, dem bei der dreistündigen Operation in London zwei Platten im Gesicht eingesetzt worden waren, am Freitag die verspätete Heimreise antreten.

"Sven geht es den Umständen entsprechend gut", berichtete Klopp von einem Telefonat mit Bender, der sich zudem am Knie verletzte. 70433(DIASHOW: Die heißesten Revierderbys)

"Nichts Dramatisches" am Knie

"Er hat auch einen Schlag auf das Knie abbekommen, das aber keine Instabilität zeigt. Die Ärzte gehen von nichts Dramatischem aus", sagte Klopp.

Dennoch wird der zuletzt so starke defensive Mittelfeldspieler dem Meister ebenso schmerzlich fehlen wie der nach einem Mittelgesichtsbruch für die Hinrunde ausfallende Neven Subotic.

Trotzdem richteten die rund 7000 nach London mitgereisten BVB-Anhänger den Blick nach der Niederlage schnell wieder nach vorne und skandierten noch im Emirates Stadium lautstark: "Wir woll?n den Derby-Sieg!"

[kaltura id="0_nzpeqqx7" class="full_size" title="Bayer brilliert Dortmund fast raus"]

Ein Sieg in den letzten zwölf Heimspielen

Der Blick in die Vergangenheit zeigt aber, dass das trotz Heimrecht alles andere als ein Selbstläufer wird. Denn in den letzten zwölf Spielen im eigenen Stadion gab es nur einen Sieg gegen Schalke. Durch den wurde den Königsblauen immerhin im Mai 2007 (2:0) die Meisterschaft vermasselt.

Seitdem jedoch wartet Dortmund auf einen Dreier im Signal Iduna Park, auch in der Meistersaison trennte man sich trotz klarer Dominanz 0:0.

Und der neue alte Schalke-Trainer Huub Stevens hat kein einziges seiner letzten zwölf Duelle mit der Borussia verloren.

In der gesamten Bilanz liegen die Schalker zudem mit 55 Siegen bei 46 Niederlagen und 37 Unentschieden klar vorne.

Ausgeglichen ist immerhin die Statistik in der Bundesliga mit jeweils 27 Siegen bei 24 Unentschieden.

Großkreutz und Watzke zuversichtlich

Außerdem kommen die Gelsenkirchener ausgeruht und nach dem 4:0 über Nürnberg selbstbewusst in die "verbotene Stadt". Dennoch hofft Kevin Großkreutz darauf, dass der Frust über die Arsenal-Pleite bis Samstagnachmittag vergessen ist.

"Das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Ich weiß, was dieses Spiel den Fans und dem Umfeld bedeutet. Wir werden alles daransetzen, dieses Spiel zu gewinnen."

Und auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zeigte sich im Gespräch mit SPORT1 alles andere als pessimistisch: "Wir werden Samstag da sein, da braucht sich keiner Sorgen zu machen."

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