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Zuversichtlich: Stale Solbakken ist seit Sommer 2011 Trainer beim 1. FC Köln © getty

Kölns Trainer freut sich auf sein erstes Duell gegen Gladbach. Er verweist auf seine Derby-Bilanz und weiß, wie man Reus stoppt.

Aus Köln berichtet Thorsten Mesch

Köln - "Wenn es nach meiner Derby-Bilanz ginge, wäre Köln der große Favorit", sagte Stale Solbakken und grinste dabei schelmisch.

Mit dem 1. FC Köln gewann der Trainer das Nachbarduell in Leverkusen mit 4:1, in Dänemark feierte er als Coach des FC Kopenhagen mehrere Erfolge im "New Firm" genannten Stadtduell gegen Bröndby.

Grund genug für den Norweger, mit breiter Brust in die brisante Partie gegen Borussia Mönchengladbach (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) zu gehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir haben die bessere Mannschaft, die besseren Spieler und die besseren Fans", verkündete Solbakken auf die SPORT1-Frage, was denn für einen Kölner Sieg spreche. 484426(DIASHOW: Der 13. Spieltag).

Ein besonderes Spiel für Verein und Fans

"Es ist ein besonderes Spiel für den Verein und die Fans", weiß der Trainer, der in der vergangenen Saison noch in Dänemark arbeitete, als Köln zweimal (0:4 und 1:5) gegen Gladbach kräftig eins auf den Deckel bekam.

"Wir wollen uns für die beiden Niederlagen in der vergangenen Saison revanchieren", kündigte Solbakken an, der nach dem abgesagten Heimspiel gegen Mainz nun auf das Duell mit Kölns Erzrivalen brennt - genau wie seine Mannschaft.

"Wir haben seit drei Wochen kein Spiel gemacht und sind nicht ganz sicher, auf welchem Stand wir genau sind?, erklärte der Coach, der zumindest ein ausgeruhtes und bestens vorbereitetes Team auf den Platz schicken kann.

Solbakken ließ taktisch mehr trainieren

"Wir haben taktisch ein bisschen mehr trainiert als normalerweise?, verriet Solbakken.

Wie genau er mit seiner Mannschaft die zuletzt groß aufspielenden Borussen stoppen will, deutete er allerdings nur an:

"Gladbach hat ein sehr harmonisches Team, das fast jede Woche mit derselben Elf spielt. Wir müssen diese Harmonie stören."

Etwas unharmonisch könnte es auch im Umfeld der Partie werden, die als "Risikospiel" eingestuft ist.

[kaltura id="0_8lk33s4p" class="full_size" title="Derby Alarm in K ln"]

Riskospiel mit Maßnahmen für Problemfans

"Wir haben Betretungsverbote für 48 Gladbacher Problemfans, zudem dürfen 128 Kölner bestimmte Stadtbereiche nicht betreten?", sagte Volker Lange, Leiter der Polizeidirektion West, dem "Express".

"Bilder wie beim Pokalspiel Dortmund - Dresen wollen wir hier nicht sehen", ergänzte Lange.

"Wir hoffen, dass die Fans friedlich sein werden", meinte auch Solbakken. Emotionen seien gut und gehörten zu einem Derby, "aber man muss die Emotionen unter Kontrolle haben."

Wie seine Mannschaft Gladbachs Shootingstar Marco Reus unter Kontrolle bekommen will, hat sich der FC-Coach auch überlegt:

"One to one" - McKenna wird auf Reus angesetzt

"Ich denke, Kevin McKenna, one to one, all over the pitich (eins gegen eins, über den ganzen Platz, Anm. d. R.)", sagte Solbakken auf "Denglisch".

"Nein", löste er seinen kleinen Spaß auf, "wir müssen den Raum sehr eng machen, als Mannschaft verteidigen und ganz ruhig bleiben."

Das Derby sei zwar auch ein Aufeinandertreffen von Lukas Podolski und Reus, "aber Reus muss den Ball ja auch von jemandem bekommen", betonte der FC-Coach.

Köln mit Respekt vor Gladbachs Offensive

Gladbach habe in Reus einen Matchwinner, aber auch ein klares Konzept in der Offensive und genügend andere gefährliche Spieler und nannte als Beispiel Mike Hanke.

Doch auch vor Juan Arango und dem zuletzt stark auftrumpfenden Patrick Herrmann müssen sich die "Geißböcke", bei denen für den gesperrten Martin Lanig wohl Adam Matuschyk im defensiven Mittelfeld spielen wird, in Acht nehmen.

Solbakken sieht keinen großen Unterscheid zwischen beiden Teams

Als Dritter hat Gladbach zehn Punkte Vorsprung auf die Kölner, die noch das Nachholspiel gegen Mainz in der Hinterhand haben.

"Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ist nicht so groß", findet Solbakken, der ein "sehr enges Spiel" erwartet.

Gladbach, das zuletzt drei Spiele in Folge gewann, habe zwar eine Serie, "aber ein Derby hat seine eigenen Gesetze."

42 Mal gewann Gladbach bisher gegen den FC, 21 Mal davon in Köln.

Nun ist es an Solbakken, mit seinem Team, die miese Derby-Bilanz gegen die Borussia aufzubessern.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Köln: Rensing - Brecko, Geromel, McKenna, Eichner - Riether, Matuschyk - Clemens, Jajalo, Peszko - Podolski. - Trainer: Solbakken

Gladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Herrmann, Arango - Reus, Hanke. - Trainer: Favre

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

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