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Hoffenheim mit Babel (l.), Mlapa, Firmino und Obasi nominell vier Stürmer auf © getty

Hoffenheim gibt trotz geballter Offensiv-Power den Sieg aus der Hand. Ein Joker rettet dem tapferen Sportclub einen Punkt.

Sinsheim - Der SC Freiburg hat auch im badischen Derby bei 1899 Hoffenheim einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg geholt.

Nachdem die Freiburger bereits vier Zähler in den zurückliegenden beiden Partien gesammelt hatten, erkämpften sich die Breisgauer am 14. Spieltag ein 1:1 (0:1) im Kraichgau und verschärften die Krise der Hoffenheimer.

Garra Dembele erzielte in der ersten Minute der Nachspielzeit den Treffer für Freiburg. Roberto Firmino (24.) traf für die Hoffenheimer, die nur eines der vergangenen acht Punktspiele gewinnen konnten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"In der zweiten Halbzeit haben wir darum gebettelt, dass wir eines kriegen", ärgerte sich Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski nach der Partie bei "LIGA total" .

Hoffenheim startet stark

Vor 28.250 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena bestimmten die Hoffenheimer in der Anfangsphase das Geschehen. Mit Peniel Mlapa, Chinedu Obasi, Roberto Firmino und Ryan Babel boten die Kraichgauer nominell vier Stürmer auf. 487703(DIASHOW: Der 14. Spieltag)

Die Gastgeber, die ohne den gesperrten Kapitän Andreas Beck, Edson Braafheid, Andreas Ibertsberger und Matthias Jaissle auskommen mussten, erarbeiteten sich in der 8. Minute die erste gute Gelegenheit durch Peniel Mlapa.

Wenige Sekunden später konnte Freiburgs Torwart Oliver Baumann eine Ecke des Hoffenheimer Ersatz-Kapitäns Sejad Salihovic nur mit Mühe über die Latte lenken.

Freiburg zu passiv

Auch im Anschluss an diese Szene blieb die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski, der sein Team gegenüber dem 0:2 vom vergangenen Sonntag beim Hamburger SV auf fünf Positionen verändert hatte, klar überlegen.

Die passiven Freiburger, bei denen Oliver Barth, Mensur Mujdza und Jan Rosenthal fehlten, beschränkten sich weitgehend auf Abwehrarbeit.

Die Führung der Gastgeber durch das fünfte Saisontor Firminos war hochverdient. Bis zu diesem Zeitpunkt spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Freiburger ab.

Passives Abseits

Der Treffer selbst war allerdings umstritten. Neben Firmino waren zwei weitere Hoffenheimer, die im Abseits standen, in der Nähe des Balles. Für Schiedsrichter-Beobachter Eugen Strigel war die Entscheidung des Referees Deniz Aytekin aber korrekt.

Erst nach dem Rückstand kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Cedrick Makiadi vergab die erste nennenswerte Chance der Freiburger in der 29. Minute per Kopf.

Noch gefährlicher wurde es neun Minuten später. Hoffenheims Torwart Tom Starke lenkte einen Freistoß von Julian Schuster mit viel Glück an den Pfosten. Auf der Gegenseite scheiterte Firmino freistehend an Baumann (43.).

Doppelte Chancenvergabe

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel ohne nennenswerte Szenen, dann ging es innerhalb von einer Minute vor beiden Toren hoch her.

Zunächst scheiterte SC-Torjäger Papiss Cisse an Starke (51.), im Gegenzug vergab 1899-Angreifer Chinedu Obasi die Möglichkeit zum zweiten Hoffenheimer Treffer (52.).

Im Anschluss waren die Freiburger um den Ausgleich bemüht, die Gastgeber standen aber weitgehend gut in der Defensive.

Hochkarätige Möglichkeiten konnte sich der SC in dieser Phase nicht erarbeiten. Ein Freistoß von Felix Bastians sorgte für die größte Gefahr (73.). Auf der anderen Seite vergab der eingewechselte Vedad Ibisevic die hundertprozentige Möglichkeit zur Entscheidung.

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