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Daniel Didavi (l., mit Lauterns De Wit) kam 2010 vom VfB Stuttgart zum 1. FC Nürnberg © getty

Nürnberg beendet mit dem Sieg gegen Kaiserslautern eine Negativserie von acht sieglosen Spielen. FCK enttäuscht auf ganzer Linie.

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat die Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gestoppt.

Nach acht Liga-Spielen ohne Erfolg landete der Pokalsieger von 2007 einen Befreiungsschlag und setzte sich in einer umkämpften Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern verdient mit 1:0 durch. 487703(DIASHOW: Der 14. Spieltag)

Den entscheidenden Treffer erzielte US-Nationalspieler Timothy Chandler in der 13. Minuten nach guter Einzelaktion.

Zweiter Heimsieg der Saison

Durch den erst zweiten Heimerfolg der Saison zog der FCN, der letztmals in der Abstiegsaison 2007/2008 acht Spiele in Serie nicht gewonnen hatte, mit nun 15 Punkten in der Tabelle an den Roten Teufeln (13 Zähler) vorbei.

Während die Franken den Kontakt zum Mittelfeld herstellten, rutschte Kaiserslautern nach der vierten Partie ohne Sieg in die Abstiegszone. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dem FCK fehlte wie schon in den Vorwochen die Durchschlagskraft, auch die Maßnahme von Trainer Marco Kurz, gegen seinen Ex-Klub in Itay Shechter einen zweiten Stürmer neben Dorge Kouemaha zu bringen, zahlte sich nicht aus.

Hecking-Truppe deutlich verbessert

Vor 37.266 Zuschauern im Nürnberger WM-Stadion zeigte sich der Club im Vergleich zur deutlichen 0:4-Niederlage auf Schalke in der Vorwoche deutlich verbessert.

FCN-Trainer Dieter Hecking, der seiner Mannschaft in der Vorwoche die Bundesligareife abgesprochen hatte, hatte seine Startelf auf zwei Positionen verändert.

Stürmer Tomas Pekhart kehrte für den verletzten Mike Frantz zurück, in der Innenverteidigung begann Dominic Maroh für den zuletzt formschwachen Timm Klose.

Engagierte Hausherren

In einer zerfahrenen Partie setzten engagierte Hausherren die Pfälzer von Beginn an unter Druck. Nach einem Ballverlust von FCK-Linksverteidiger Alexander Bugera zog Chandler von der linken Außenbahn in die Mitte, schüttelte Oliver Kirch am Strafraum ab und verwandelte zur frühen Nürnberger Führung.

Danach spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften zeigten in einem Kampfspiel mit vielen Fehlern hohen Einsatz, spielerisch blieb allerdings viele Wünsche unerfüllt.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum, Nürnberg war das insgesamt zwingendere Team und dem zweiten Tor näher als Kaiserslautern dem Ausgleich.

Trapp bewahrt FCK vor höherer Pleite

Unmittelbar nach Wiederanpfiff fälschte FCK-Innenverteidiger Mathias Abel eine Flanke von Pekhart ab, sodass der Ball an den Innenpfosten ging.

Die Situation entschärfte dann Lauterns Torhüter Kevin Trapp im Nachfassen auf der Linie (46.). In der 60. Minute schoss Christian Eigler nach Flanke von Chandler den Ball aus elf Metern weit über das Tor.

Dann startete Alexander Esswein auf der linken Seite einen Sololauf, schoss den Ball aber ans Außennetz (64.). Ein Freistoß von Spielmacher Daniel Didavi entschärfte Trapp (66.).

Chandler und Wollscheid beste Nürnberger

Beste Spieler bei Nürnberg waren Chandler und Philipp Wollscheid, der unter der Woche seinen Wechsel zur neuen Saison zu Liga-Rivale Bayer Leverkusen verkündet hatte, sich aber von Pfiffen einiger Fans nicht aus der Ruhe bringen ließ. Bei Kaiserslautern überzeugte mit Abstrichen Kapitän Christian Tiffert.

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