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Jan Schaludraff traf für Hannover zum Ausgleich
Stürmer Jan Schlaudraff spielt seit 2008 bei Hannover 96 © imago

Ein Weltklasse-Tor des Hannover-Stürmers schockt die lange Zeit führenden Hamburger. Heiko Westermann ärgert sich maßlos.

Hannover - Jan Schlaudraff hat Hannover 96 mit einem fulminanten Volleyschuss einen Punkt im Nordderby gegen den Hamburger SV gerettet.

Der Ex-Nationalspieler war in der 79. Minute zum 1:1 (0:0)-Endstand erfolgreich (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Schlaudraff beendet gleichzeitig eine persönliche Torflaute von 1014 Minuten.

"Das war ein Weltklasse-Tor von Schlaudraff", zollte Hamburgs Verteidiger Dennis Aogo bei LIGAtotal! seinem Gegenspieler Respekt: "Das passiert nicht alle Tage. Aber für uns war das natürlich bitter. Wie so oft war es eine Standardsituation. Denn aus dem Spiel heraus hätten sie uns nicht geknackt."

Der Torschütze selbst zeigte sich bescheiden: "In dieser Situation blieb mir ja nicht viel übrig", beschrieb Schlaudraff sein Tor: "Ich freue mich darüber."

Den Spielverlauf sah er jedoch anders als Aogo: "Hätte ich aber in der 1. Halbzeit einige meiner einfacheren Chancen genutzt, hätten wir das Spiel gewonnen."

Bruma mit der Führung

Die Gäste, die unter dem neuen Cheftrainer Thorsten Fink im sechsten Pflichtspiel ungeschlagen blieben, waren durch Jeffrey Bruma (64.) in Führung gegangen.

Der niederländische Innenverteidiger Bruma drückte in der 64. Minute nach einem Eckstoß von Gökhan Töre den Ball über die Linie.

96-Kapitän Steven Cherundolo hatte diese Ecke durch einen missglückten Abwehrschlag verursacht 487703(DIASHOW: Der 14. Spieltag).

Dass es nicht zum Sieg reichte, ärgerte Hamburgs Kapitän Heiko Westermann mächtig: "Wir haben Hannover dominiert. In den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit hat Hannover nicht einmal den Ball gesehen, wir hatten sie mehr als im Griff. Mit dem Punkt kann man nicht zufrieden sein, denn wir müssen das 2:0 früher machen - dann ist das Ding gegessen!"

HSV weiter im Keller

Hannover ist weiterhin Tabellenachter, der HSV bleibt als 14. im Keller.

Einen großen Anteil am Punktgewinn der Gäste hatte Jaroslav Drobny.

Der tschechische Keeper bewahrte die Hanseaten mehr als ein halbes Dutzend Mal vor Gegentreffern.

Drobny war besonders vor dem Seitenwechsel das Trumpf-Ass des HSV.

Er konnte zwei Schüsse von Jan Schlaudraff in der 14. und Mohammed Abdellaoue in der 17. Minute bravourös abwehren.

In der 36. Minute vereitelte der Schlussmann gegen Schlaudraff erneut ein fast sicheres Gegentor.

Guerrero verpasst Führung

Die Niedersachsen zeigten vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena zunächst die reifere Spielanlage, ließen jedoch auch immer wieder Offensivaktionen der Hamburger zu.

Die Fink-Truppe hätte sogar früh in Führung gehen können, nach exakt 100 Sekunden verfehlte Paolo Guerrero das Tor der Gastgeber mit einem verdeckten Flachschuss nur knapp.

Nach einer knappen halben Stunde bekam der HSV die Partie besser in den Griff und ließ die Defensive der Hannoveraner nicht immer gut aussehen.

Der Südkoreaner Heung Min Son prüfte 96-Torwart Ron-Robert Zieler in der 29. Minute mit einem Distanzschuss.

Je näher der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer rückte, umso mehr jedoch stieg die Fehlerquote bei beiden Mannschaften an.

Immer wieder Drobny

Daran änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten zunächst kaum etwas.

In der 56. Minute stand Drobny erneut im Blickpunkt, diesmal musste er einen Schrägschuss von 96-Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp abwehren.

Nach dem Führungstor durch Bruma spielten die Hamburger dann immer selbstbewusster auf, entwickelten Spielfreude und fuhren einen Angriff nach dem anderen.

Doch Hannover gab sich nicht geschlagen.

Mit der herrlicher Direktannahme (102 km/h) nach einer Ecke von Pinto gelang Schlaudraff der umjubelte Ausgleich.

Die letzten Angriffe der Hamburger blieben erfolglos.

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