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Oliver Neuville bestritt bereits 69 Länderspiele für die deutsche Nationalelf © getty

Borussia Mönchengladbach, nach der Hinrunde Tabellenletzter der Bundesliga, versucht alles um den drohenden Abstieg zu vermeiden.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Schon seit Beginn der laufenden Spielzeit hat sich deutlich abgezeichnet, dass es für Borussia Mönchengladbach nur um den Klassenerhalt geht.

Zur Halbzeit der Saison muss man konstatieren, dass das Etappenziel nicht erreicht wurde - die Fohlen rangieren nach 17 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Doch man kann man den Verantwortlichen zumindest nicht vorwerfen, nicht alles für die Trendwende zu versuchen.

Bereits nach acht Spieltagen hatte die Vereinsführung genug vom glücklosen Jos Luhukay, Hans Meyer übernahm.

Dante verstärkt die Abwehr

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren rüstet die Borussia nun in der Winterpause auf dem Transfermarkt kräftig nach: Trainerfuchs Meyer darf sich zum Rückrundenauftakt auf vier neue Spieler freuen.

In der Vergangenheit verpufften die Ausbesserungsaktionen des Kaders oft im Nichts. Doch das soll sich diesmal ändern.

Mit dem Innenverteidiger Dante gelang den Gladbachern offenbar ein Coup. "Klubs aus dem oberen Drittel der Bundesliga hatten ihn auf der Rechnung", freut sich Sportdirektor Max Eberl über die Verpflichtung des 25-Jährigen.

Letztendlich seien "persönliche Gründe" für den schnellen Wechsel verantwortlich gewesen.

Bailly die neue Nummer 1

Der Brasilianer soll die Löcher in der Abwehr der "Fohlen" stopfen und dafür sorgen, dass ein anderer Neuzugang nicht zu viel Arbeit bekommt. Und zwar Logan Bailly: Der Torhüter kommt für rund zwei Millionen Euro aus Genk.

"Eine verunsicherte Mannschaft braucht einen Rückhalt", führt Eberl aus. Rückhalt, den jetzt der 23-Jährige bieten soll, nachdem in der Vorrunde gleich drei verschiedene Schlussmänner an dieser Aufgabe scheiterten.

Routine gegen den Abstieg

Auch die anderen beiden Neuen sind primär fürs Tore verhindern zuständig. Paul Stalteri und Tomas Galasek sollen der Defensive Stabilität verleihen, was bei 35 Gegentreffern auch dringend nötig ist.

Die beiden verbindet eine große Erfahrung, eine Vergangenheit in der Bundesliga und, dass sie beide schon erfolgreich im Abstiegskampf bestanden haben. "Staubsauger" Galasek kennt Trainer Meyer zudem schon aus der gemeinsamen Zeit in Nürnberg.

"Er ist einer, der mit seinem Spiel und seinem taktischen Verständnis andere Spieler besser und wirkungsvoller macht", findet Eberl lobende Worte. Dass Galasek schon 35 Jahre alt ist und vielleicht seine beste Zeit hinter sich haben könnte, glaubt Eberl nicht: "Er ist topfit"

Der 31-Jährige Stalteri, früher sieben Jahre für Werder Bremen am Ball, soll auf den Flügeln dicht machen.

Geballte Defensive

Mit runderneuerter Defensive sieht Eberl die Borussia nun für den harten Abstiegskampf ausreichend gerüstet.

"Wir haben umgesetzt was wir machen wollten, die Personalplanungen für die Rückrunde sind damit abgeschlossen", so der 35-Jährige.

In der Offensive vertraut man im Borussia-Park auf vorhandenes Personal: "Wenn wir kompakter stehen, werden junge Spieler wie Marko Marin, Alex Baumjohann, Karim Matmour oder Michael Bradley automatisch effektiver. Wir haben genug kreative Qualität in der Mannschaft, wir müssen sie nur sinnvoller einsetzen."

Neuville bald zurück

Ein wichtiger Baustein im Offensivspiel soll auch Oliver Neuville werden. Der Ex-Nationalspieler laborierte zuletzt an einem Muskeleinriss im Oberschenkel und kam in der Hinserie nur sporadisch zum Einsatz.

Unter Hans Meyer, der im Abstiegskampf auf Erfahrung setzt, soll das anders werden: "Wir werden ihn im Frühjahr brauchen", eröffnete der 66-jährige Coach schon vor Beginn der Winterpause.

Auch die langzeitverletzten Thomas Kleine und Jan-Ingwer Callsen-Bracker werden in der Rückrunde wieder ins Team drängen.

Bei so vielen neuen und wieder genesenen Kräften ist sich Max Eberl sicher: "Es gibt nur ein Ziel: Wir wollen in der Bundesliga bleiben und das werden wir schaffen."

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