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Trainer oder Minister: Ümit Özat hat nach seiner Fußball-Karriere noch viel vor. © imago

Ümit Özat kämpft zwar weiter um ein Comeback beim 1.FC Köln, aber ein ehrgeiziger Alternativ-Plan liegt schon in der Schublade.

von Peter Schmieder

München - Ümit Özat kämpft um seine Rückkehr. Die Ärzte hatten ihn nach seinem Zusammenbruch am 3. Spieltag für ein halbes Jahr aus dem Rennen genommen. Ein Comeback scheint möglich, aber auch für den Fall der Fälle hat der Kölner eine Lösung parat.

Denn der 32-Jährige macht sich schon Gedanken um das Leben nach dem Fußball. Und bei diesem Gedankenspielen greift der Türke so richtig an.

In einem Interview mit der türkischen Zeitung "Aksam" verriet er, dass er seine Zukunft auch in der Politik sieht.ad

Özat: "Sportminister oder Bürgermeister"

Der Kapitän des FC Köln erklärt: "Ich will irgendwann in die Politik, will Abgeordneter und Sportminister sein - oder Bürgermeister." In welcher Stadt lässt Özat hingegen offen.

Einflussreiche Freunde hat er jedenfalls. Zu seinem Bekanntenkreis gehört auch der türkische Ministerpräsident. Der könnte Özat die nötige Schützenhilfe geben. "Tayyip Erdogan ruft mich immer noch an. Er fragt, ob es mir gut geht." Aber nicht nur die Politik reizt Özat.

Trainer-Angebote aus der Türkei

Auch der Trainerjob hat es dem Kölner Publikums-Liebling angetan. Falls er nicht wieder auf den Platz zurückkehren kann, hat Özat einen weiteren Alternativ-Plan in der Tasche: "Dann will ich mein Deutsch verbessern, eine Sportakademie besuchen und mein Trainerdiplom machen. Denn ich bekomme immer noch aus der Türkei Trainerangebote".

Doch so weit ist es noch lange nicht. Özat kämpft immer noch um ein Comeback. "Die Ärzte haben mir sechs Monate Pause verordnet. Ich spiele seit vier Monaten nicht, bleiben also nur noch zwei. Ich hatte eine Entzündung, aber die Kardiologen haben gesagt, dass es kein Problem gibt."

Özat sieht dementsprechend positiv in die Zukunft: "Wenn die Ergebnisse der kommenden Untersuchungen positiv sind, will ich noch lange weiterspielen".

Schwere Zeiten

Positiv denken fiel dem türkischen National-Verteidiger zu Beginn seiner Karriere in Deutschland nicht immer leicht. In dem Interview mit der "Aksam" ist zu lesen, dass sich Özat oft einsam fühlte: "In Deutschland hatte ich manchmal sehr schwere Zeiten. Am Anfang habe ich mich allein gefühlt, habe im Zimmer gesessen und geweint".

Aber irgendwann habe er sich gesagt: "Du schaffst das!". Das Erfolgsrezept: Harte Arbeit. "Ich habe viel trainiert, selbst wenn ich verletzt war. Ich habe Deutsch gelernt. Ich habe mich um die B-Jugend des FC gekümmert. Die Jungs mögen mich." Nicht nur die, auch die FC-Fans hoffen auf ein baldiges Comeback ihres Kapitäns

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