Kölns Star beklagt nach der Derby-Pleite gegen Gladbach erneut, dass nichts vorwärts geht. Er sollte den Worten Taten folgen lassen.

"Jedes Mal die gleiche Leier" - das sagte Lukas Podolski nach der 0:3-Derbypleite gegen Mönchengladbach und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Beim 1. FC Köln geht einfach nichts vorwärts. Siegen und den in der Domstadt obligatorischen Jubelarien folgen in schöner Regelmäßigkeit Niederlagen, Katzenjammer inklusive.

So sieht die Welt beim FC auch nach dem Desaster gegen den rheinischen Erzrivalen mal wieder so aus wie der Himmel über Köln: Grau in Grau.

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Die "Geißböcke" sind nur Mittelmaß, wenn überhaupt. Podolski selber jedenfalls sprach nach dem Spiel von Abstiegskampf und dem Klassenerhalt als Saisonziel.

Nichts hat sich geändert bei seinem Klub seit der gefeierten Rückkehr des verlorenen Sohnes vor nunmehr knapp zweieinhalb Jahren.

Statt des Aufbruchs und der Rückkehr ins internationale Geschäft dümpelt der Traditionsklub im eigenen Saft.

Das alles nervt Podolski gewaltig, dem anderes versprochen worden war: Der Aufbau einer konkurrenzfähigen Mannschaft mit internationaler Perspektive.

Seinen Missmut über die anhaltende Stagnation macht der Nationalspieler daher seit Wochen jedesmal deutlich, wenn er nach der offenen Verlängerung seines 2013 auslaufenden Vertrags gefragt wird.

Tenor: "Jedes Mal die gleiche Leier."

Doch Podolski sollte seinen Worten nun auch bald Taten folgen lassen und die Konsequenzen ziehen.

Will der 26-Jährige nicht die möglichweise besten Jahre seiner Karriere verschenken, sollte er noch einmal den Wechsel wagen - und da kommt eigentlich mangels Alternativen und Bedarf in der Liga nur das Ausland in Frage.

Man kann angesichts seines Scheiterns beim FC Bayern Zweifel haben, ob der Ur-Kölner sich so weit weg von zu Hause durchsetzen kann.

Andererseits hat der 95-malige Nationalspieler bei zwei Weltmeisterschaften und einer Europameisterschaft sein Potenzial auf allerhöchstem Niveau unter Beweis gestellt.

In Köln jedenfalls wird seine persönliche Weiterentwicklung deutlich be- bzw. verhindert.

Es sei denn, der FC würde einen Weg gehen wie aktuell die vor einigen Jahren finanziell noch wesentlich angeschlageneren Dortmunder oder der letztjährige Fast-Absteiger Mönchengladbach, die beide überraschenderweise auch nach dem 14. Spieltag im Gleichschritt mit dem FC Bayern vorne weg marschieren.

Doch selbst Köln-Fan Podolski fehlt mittlerweile offenbar der Glauben - wie seine immer gleiche "Leier" am Freitagabend deutlich machte.

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