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Beim Derby zwischen Köln und Gladbach schlugen einige Fans über die Stränge © getty

Bei den brisanten Derbys kommt es am Wochenende zu zahlreichen Ausschreitungen. Insgesamt werden 20 Strafanzeigen gestellt.

Dortmund/Köln - Schwerstarbeit für die Polizei. Bei den Partien zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 (Bericht) sowie dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (Bericht) ist es trotz großer Vorkehrungen der Sicherheitskräfte zu Ausschreitungen gekommen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Insgesamt 50 Personen wurde in Gewahrsam genommen.

Erst am Donnerstag hatte das DFB-Sportgericht gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden, der wegen Krawallen im Pokalspiel in Dortmund vom kommenden DFB-Vereinspokal-Wettbewerb ausgeschlossen wurde, eine drakonische Strafe verhängt.

35 Personen beim Revierderby

Beim 139. Derby zwischen Meister Dortmund und DFB-Pokalsieger Schalke (2:0) wurden am Samstag 35 Personen in Gewahrsam genommen, unter anderem wegen Körperverletzungen, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Werfen von Pyrotechnik. 487703(DIASHOW: Der 14. Spieltag)

Mit der Gesamtbilanz des Polizeieinsatzes zeigte sich der Einsatzleiter, Polizeidirektor Peter Andres, dennoch zufrieden.

"Unsere Einsatzkonzeption, gekoppelt mit dem Glasverbot der Stadt, war erfolgreich und hat mit dazu beigetragen, dass Randalierer das Gesamtbild dieser spannenden Fußballbegegnung nicht trüben konnten."

20 Strafanzeigen in Köln

Die Kölner Polizei erstattete im Zusammenhang mit dem rheinischen Nachbarschaftsduell gegen Mönchengladbach (0:3) am Freitagabend gegen 20 Problemfans Strafanzeige, unter anderem wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung.

15 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Ein Rowdy zündete im Stadion einen Böller - ihm droht laut Polizeiangaben ein mehrjähriges Stadionverbot.

Polizei und Bundespolizei zogen indes ebenfalls ein insgesamt positives Fazit, konnten allerdings Krawalle dennoch nicht ganz verhindern.

Mit Pfefferspray an der Haltestelle

Ähnlich war es beim Hochsicherheitsspiel in Dortmund. An der Haltestelle unmittelbar am Stadion gerieten zwei Gruppen von Problemfans aneinander und setzten dabei Pyrotechnik und Pfefferspray ein.

Auch Dosen, Schirme, Becher und einige Flaschen wurden geworfen. Unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gelang es der Polizei, weitere Ausschreitungen zu verhindern.

Bei den Auseinandersetzungen wurden mehrere Personen, insbesondere durch das Pfefferspray, verletzt. Dass die Verletzungen nicht noch massiver gewesen sind, ist nach Angaben der Polizei auch dem Glasverbot zu verdanken, das die erwünschte Wirkung zeigte.

Auseinandersetzungen schon vor der Partie

In Köln kam es in der Nähe des Stadions vor Spielbeginn zu Auseinandersetzungen von Hooligans mit der Polizei. Die Ordnungskräfte wurden mit Glasflaschen und Plastikbechern beworfen.

Auf den Vorwiesen der Arena wurden mit Bussen eintreffende Borussen-Anhänger von Kölnern attackiert.

Die Polizei bekam die Situation durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray unter Kontrolle und konnte die rivalisierenden Gruppen schnell trennen.

Gladbacher Rowdys traten eine Fensterscheibe einer KVB-Bahn aus der Verankerung.

Sachbeschädigungen an der Bahn

Als Folge von Sachbeschädigungen in den Entlastungszügen der Deutschen Bahn bereits auf dem Weg in die Domstadt konnte ein Wagen für die Rückfahrt nicht mehr von den Gästefans genutzt werden.

Durch die Betätigung der Notbremse in einem Zug verzögerte sich die Anreise der Gästefans allerdings um etwa 45 Minuten.

Mehrere Hundert ab 17.40 Uhr am Ehrenfelder Bahnhof in Köln ankommende Problemfans aus Mönchengladbach wurden bereits dort von Polizeikräften in Empfang genommen.

Die An- und Abreise von etwa 1300 Gästefans sowie der 1800 Heimfans mit Zügen der Deutschen Bahn verlief nach Polizeiangaben ohne größere Vorkommnisse.

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