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Mittelfeld-Talent Moritz Leitner (r.) spielt seit 2011 bei Borussia Dortmund © getty

Gegen Schalke vertrat Moritz Leitner den verletzten Sven Bender mit Bravour. Bei SPORT1 spricht der Dortmunder über das Derby.

Von Thorsten Mesch

Dortmund - Erst 1860 München, dann FC Augsburg, jetzt Champions League mit Borussia Dortmund.

Die Karriere von BVB-Talent Moritz Leitner ist nicht nur wahnsinnig steil, sondern auch ziemlich rasant.

Vor etwa 15 Monaten, am 14. August 2010, bestritt er als 17-Jähriger sein erstes Pflichtspiel für die "Löwen" im DFB-Pokal, bevor er in der Winterpause zu Zweitliga-Konkurrent Augsburg ausgeliehen wurde.

Mittlerweile ist er mit Dortmund in der Königsklasse angekommen und hat sein erstes Revier-Derby (Bericht) als Ersatz für den verletzten Sven Bender bravourös gemeistert (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im SPORT1-Interview spricht der 18-Jährige über sein erstes Derby 487703(DIASHOW: Der 14. Spieltag), sein Verhältnis zu "Manni" und seine Ziele.

SPORT1: Sie haben Ihr erstes Revier-Derby gespielt. Haben Sie schon Ähnliches erlebt?

Moritz Leitner: Auf gar keinen Fall. Dortmund - Schalke ist das größte Derby, das es in Deutschland gibt. Die ganze Kulisse, das Drumherum - das war brutal. Wir hatten uns vorgenommen zu gewinnen. Für Manni (Sven Bender, Anm. d. R.), für die Fans und ganz Dortmund, und wir haben es geschafft. Es war ein supergeiles Erlebnis. Ich würde gerne so weiter machen.

SPORT1: Dortmund war von Beginn an im doppelten Sinne des Wortes Herr im Haus. Waren Sie überrascht, dass die Partie so einseitig verlaufen ist?

Leitner: Das hatten wir uns ja so vorgenommen. Wir wollten unser Spiel machen, egal, was drumherum passiert. Die Fans waren super drauf, haben uns wahnsinnig unterstützt, wir haben es von der ersten Minute an durchgezogen, haben verdient 2:0 gewonnen. Es ist einfach nur geil.

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SPORT1: Sie haben für Sven Bender gespielt, der sich in der Champions League in London einen Kieferbruch zugezogen hat. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?

Leitner: Manni ist einfach ein super Typ. Ich mag ihn sehr. Er ist richtig cool drauf. Nach seiner Verletzung hat er uns aus dem Krankenhaus gleich eine SMS geschrieben und hat schon wieder Späße gemacht. Die Verletzung ist bitter für ihn, aber ich denke, er kommt schnell wieder auf die Beine. Ich wünsche ihm alles Gute. Wir brauchen Ihn und sind froh, wenn er wieder da ist.

SPORT1: Sie haben ihn sehr gut vertreten. Sind Sie vielleicht sogar etwas überrascht von sich selbst?

Leitner: Ich denke, den Manni kann man nicht so leicht vertreten. Er ist Manni, ich bin ich und habe mein Spiel gemacht und wir haben gewonnen. Das ist das Einzige, das jetzt zählt. Manni soll auf die Beine und wieder zurück kommen und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.

SPORT1: Am Samstag geht es erst einmal in Mönchengladbach weiter. Die haben einen super Lauf, wollen sich aber nicht als Spitzenteam bezeichnet wissen. Sind sie es aus Ihrer Sicht?

Leitner: Wenn man über Nacht an erster Stelle steht, ist man bestimmt keine schlechte Mannschaft. Aber wir werden uns super auf das Spiel einstellen, nach Gladbach fahren, unser Bestes geben und dann hoffentlich mit Punkten nach Hause kommen.

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SPORT1: Dortmunds Saison hat etwas stotternd begonnen, aber jetzt läuft der BVB-Motor - zumindest in der Bundesliga - auf vollen Touren. Sie haben in München gewonnen und im Derby klar dominiert. Wie sehen Sie die Chancen auf die Titelverteidigung?

Leitner: Ich will nicht über Titel reden, sondern meine Spiele machen und mich weiterentwickeln. Es ist eine Freude, ich habe riesigen Spaß, hier Fußball zu spielen. Wir sollten wirklich einfach von Spiel zu Spiel denken und schauen, was dann herauskommt.

SPORT1: Aber es wäre doch sicher schön, wenn Sie - auch als ehemaliger Münchner "Löwe" - am Ende den Bayern eine lange Nase zeigen könnten, oder?

Leitner: Das haben wir ja letzte Woche schon gemacht (lacht).

SPORT1: In der Champions League hat es mit den Erfolgen nicht so gut geklappt, Dortmund steht vor dem Vorrunden-Aus. Wie sehen Sie die Chancen des BVB in der Königsklasse?

Leitner: Wir reden noch nicht über die Champions League, denn wir haben am Samstag ein schweres Spiel und konzentrieren uns auf die Bundesliga. Das ist alles, was zählt.

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