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Timo Hildebrand bestritt für Valencia 26 Spiele in der Primera Division © getty

Hoffenheim hat sich mit seinem namhaften Neuen keinen Sprengsatz ins Team geholt - sagt einer, der beide Seiten bestens kennt.

Von Martin Hoffmann

München - Es ist der spektakulärste Transfer-Deal, den 1899 Hoffenheim je eingefädelt hat.

Aber die Verpflichtung von Timo Hildebrand ist auch ein großer Bruch. Ein Bruch mit dem Credo, keine großen Namen, sondern nur aufstrebende Youngster in den Kraichgau zu holen.

Ist es ein Stilwechsel, der den Herbstmeister (DATENCENTER: Teamseite) in seinen Grundfesten erschüttert? Einer, der den Verein und den Spieler bestens kennt, glaubt es nicht:

Karlheinz Förster, ehemaliger Berater der Hoffenheimer, ist sich sicher, dass sich die TSG "kein faules Ei in den Kader" geholt hat.

"Er wird sich einordnen"

Der Ex-Nationalspieler gibt sich in der "Bild am Sonntag" überzeugt: "Die haben sich mit ihm beschäftigt, und Timo wird sich bestimmt einordnen."

Förster kennt Hildebrand noch aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten: Er war dort Sportdirektor zu der Zeit, als Hildebrand unter dem jetzigen Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick zum Stammkeeper aufstieg.

Und er glaubt nicht, "dass Timo sich in acht Jahren, seit er mit Rangnick gearbeitet hat, groß verändert haben könnte und als Star Unruhe reinbringt".

Gutes Geschäft für beide

Der Wechsel von Hildebrand nach Hoffenheim ist aus Försters Sicht ein gutes Geschäft - für beide Seiten: "Für Hoffenheim ist Timo ein Gewinn. Umgekehrt ist Hoffenheim für ihn ein Glücksfall."

Die TSG sei für Hildebrand in dessen momentaner Situation der ideale Verein, "weil er sich hier wie nirgends sonst in Ruhe zu seiner alten Leistungsstärke entwickeln und mit der Mannschaft wachsen kann".

Dass Hildebrand erst noch zu seiner Top-Form finden muss, steht für Förster außer Frage: "Über die anderthalb Jahre, in denen Timo in Valencia kaum Spielpraxis hatte, kann man nicht hinwegsehen. Ein Handicap."

Nationalelf wird wieder ein Thema

In Hoffenheim, wo Hildebrand "nicht den Druck wie woanders" hat, könne er seinen Rückstand aber am besten aufholen. Und trotzdem um den Titel mitspielen.

Nach Försters Ansicht ideale Bedingungen für Hildebrand, um sich nach seiner EM-Ausbootung wieder Punkte bei Joachim Löw zu sammeln.

"Er kann wieder für die Nationalelf auf sich aufmerksam machen", so Förster: "Und das wird auch sein Antrieb sein."

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