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Markus Babbel (l.) wurde von Horst Heldt vom Co-Trainer zum Teamchef befördert © imago

VfB und DFB wollen sich noch 2008 zu Gesprächen treffen. Dabei könnten die Schwaben von einer anderen Personalie profitieren.

Stuttgart - Im Streit zwischen Bundesligist VfB Stuttgart und dem DFB um die Zukunft von VfB-Teamchef Markus Babbel ist möglicherweise ein Kompromiss in Sicht.

Vertreter beider Parteien werden sich noch vor dem Jahreswechsel zu Gesprächen treffen, um endgültig zu klären, ob Babbel den fünfmaligen deutschen Meister über das Saisonende hinaus trainieren darf.

Bisher wird das vor allem von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer mit Verweis auf Babbels fehlende Ausbildung vehement abgelehnt.

Der VfB hofft aber jetzt auf ein Entgegenkommen des DFB, weil der Verband an einer Verpflichtung des Stuttgarter Nachwuchstrainers Rainer Adrion als Coach der U21-Nationalmannschaft interessiert ist.

Heldt will Gesprächen "nicht vorgreifen"

Eine Lösung könnte laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" so aussehen: Babbel besucht, wie vom DFB verlangt, den elfmonatigen Trainerlehrgang an der Sporthochschule in Köln, muss aber nicht wie sonst üblich von Sonntag- bis Donnerstagabend vor Ort sein.

Der 36 Jahre alte Ex-Profi (Trainerporträt) könnte dann am Dienstag oder Mittwoch wieder zu seiner Mannschaft stoßen. VfB-Manager Horst Heldt wollte sich zu diesem Modell nicht äußern, um den Gesprächen "nicht vorzugreifen".

Sammer bleibt hart

Einer Einigung stehen indes Hürden im Weg. Zum einen müsste der DFB die Ausbildungs-Variante auch anderen Nationalspielern öffnen, um eine "Lex Babbel" zu verhindern. Zum anderen lässt Sammer bislang keine Kompromissbereitschaft erkennen.

"Es gibt keine geschenkte Lizenz mehr und auch keine Kurzlehrgänge. Die Vereine müssen begreifen, dass diese Teamchef-Konstellation nicht mehr geht", sagte der frühere Teamkollege Babbels im Fachmagazin "kicker".

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