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Bastian Schweinsteiger (M.) erzielte in bisher 260 Bundesligaspielen für den FCB 28 Tore © getty

Nach dem frustrierenden 2011 kann und will der FCB 2012 zum Erfolgsjahr machen. Ziel ist das Triple. SPORT1 nennt Gründe dafür.

Von Ronald Maior

München - Der Primus macht den Anfang:

Am Montag tritt der FC Bayern die Vorbereitung für das Jahr der Superlative an.

Im schon traditionell von den Münchnern belegten Trainingslager in Doha soll der Grundstein für ein denkwürdiges Jahr des Rekordmeisters gelegt werden.

Neben dem Traum vom Champions-League-Finale im eigenen Stadion startet der FCB die "Mission Triple" auch in den nationalen Wettbewerben aus einer günstigen Position.

Allerdings mahnt nicht nur Arjen Robben zur Bescheidenheit:

"Wir sind erst bei der Hälfte. Die Preise werden im nächsten halben Jahr verteilt."

Alles besser machen als 2011

Doch die Zuversicht ist groß, dass titellose und frustrierende Jahr 2011 mit einem umso erfolgreicheren neuen Jahr abzulösen.

"Es läuft sehr gut, wir stehen verdient ganz oben", bilanziert Bastian Schweinsteiger die Hinrunde. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nun fordert er nach der Winterpause einen ähnlich guten Start wie zu Saisonbeginn:

"Wir müssen die Zu-Null-Serie anknüpfen. Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass wir eine Super-Rückrunde spielen."

SPORT1 nennt Gründe, die für ein erfolgreiches Bayern-Jahr 2012 sprechen.

2011: ein Lernprozess

Das miserable erste Halbjahr hat auch bei Schweinsteiger Spuren hinterlassen. "Wir waren alle enttäuscht, dass wir keinen Titel in den Händen halten konnten", gesteht der 27-Jährige:

"Aber ehrlich: Wir hatten es nicht verdient, weil wir zu viele Fehler begangen haben. Wir sind oft nicht als eine Mannschaft aufgetreten."

Grund für den Aufschwung sieht Schweinsteiger vor allen Dingen im Sommer: "Wir hatten eine gute Vorbereitung und wir haben aus unseren Fehlern gelernt."

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Stabilität und Durchschlagskraft

Zunächst haben die Bayern ihre Abwehrprobleme in den Griff bekommen. Sie kassierten bisher zehn Gegentore; halb so viel wie zum letzten Jahreswechsel.

Zudem hat die Offensive in der zweiten Jahreshälfte an Effektivität gewonnen: 43 Treffer bedeuten zwölf mehr als in der letzten Hinserie.

Dabei glänzt wie schon in der Vor-Saison Bundesliga-Torschützenkönig Mario Gomez, der auch diesmal mit starken 16 Treffern bester Torjäger war.

Der wiedergenesene Chef

Schweinsteigers Ausfall wegen seines Schlüsselbeinbruchs hat seine enorme Bedeutung für die Bayern - defensiv wie offensiv - verdeutlicht.

"Die Schulter fühlt sich wieder gut an. Nun kann ich im neuen Jahr wieder voll angreifen," sieht sich der 90-malige Nationalspieler gewappnet.

Gelingt es zudem Arjen Robben über einen längeren Zeitraum hinweg unversehrt zu bleiben, hat Jupp Heynckes bei der Startelf gleich mehrfach die Qual der Wahl.

Geklärte Personalsituation

Dem Rekordmeister drohen in der entscheidenden Saisonphase keine anhaltenden Wechselspekulationen.

Robbens Vertrag läuft bis 2013, die Dienste alle weiteren Leistungsträger haben sich die Bayern bereits vorzeitig langfristiger gesichert.

Von der vermeintlichen Stammelf läuft lediglich der Kontrakt des Belgiers Daniel van Buyten im Juni aus.

Bei den weiteren auslaufenden Verträgen von Breno, Danijel Pranjic oder Ivica Olic könnte der FCB mit einem Abschied der Reservisten leben.

Champions-League-Finale im eigenen Stadion

Beste Voraussetzungen, um alle Kräfte im Hinblick auf das Saison-Highlight zu bündeln - das Endspiel in Europas Königsklasse in München.

Auf die Frage, ob dieses Ziel zu großen Druck ausüben könnte, antwortet Schweinsteiger: "Es ist eher Ansporn für uns. Aber es ist noch ein ganz weiter Weg dorthin."

Mit dem letzten Bundesliga-Spieltag am 5. Mai, dem DFB-Pokal-Finale am 12. Mai und dem Champions-League-Finale am 19. Mai könnten die Bayern binnen zwei Wochen das Triple einfahren.

Hoeneß-Jubiläum und weitere Titel-Optionen

Die Mannschaft könnte zudem das Jahr des FCB-Präsidenten Uli Hoeneß nach seinem 60. Geburtstag am 5. Januar vergolden.

Der nächste Titel der Bayern wäre der 50. in der Laufbahn von Uli Hoeneß.(Uli Hoeneß im SPORT1-Interview)

Schließlich wartet zum Abschluss der Saison noch das Saison-Highlight auf 13 Bayern-Spieler: Die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine mit dem Endspiel am 1. Juli in Kiew.

Im August wäre sogar noch der UEFA-Super-Cups und im Dezember die Klub-WM zu holen - allerdings nur als Champions-League-Sieger.

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