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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Als erster Bundesligist startete der 1. FC Kaiserslautern am Montag in die Vorbereitung © getty

Die kurze Winterpause ist vorbei. Kaiserslautern, Freiburg, Stuttgart, Hoffenheim und Wolfsburg nehmen die Vorbereitung auf.

Von Reinhard Franke

München - Die Bundesliga erwacht aus dem kurzen Winterschlaf.

Vier Vereine haben am Montag die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Als erster Bundesligist startete der 1. FC Kaiserslautern bereits am Morgen.

"Wir haben viel Arbeit vor uns, aber der Glaube in die Qualität des Kaders und die Gruppe ist da", sagte Marco Kurz.

Der Trainer konnte zum Trainingsstart zwei neue Gesichter begrüßen.

Die Winter-Zugänge Nicolai Sörgensen und Jakub Swierczok (kam vom polnischen Zweitligisten Polonia Bytom und erhielt einen Vertrag bis 2015) nahmen an der knapp zweistündigen Einheit vor etwa 150 Fans am Montag ebenso teil wie der lange verletzte Verteidiger Jan Simunek.

Er war bereits im Juli 2010 aus Wolfsburg gewechselt, konnte aber aufgrund von Verletzungen noch kein Spiel für die Pfälzer machen.

Kuntz zuversichtlich

Große Hoffnungen setzen die Lauterer in Swierczok, der in der Hinrunde in 17 Partien zehn Treffer für seinen Ex-Klub schoss.

Von ihm erhoffen sich Lauterns Verantwortliche vor allem eines, nämlich Tore.

"Er ist ein sehr talentierter junger Spieler, der über einen guten Torinstinkt verfügt. Wir sind überzeugt, dass er das Potenzial hat, sich langfristig in der Bundesliga durchzusetzen", sagte FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz im "kicker":

Der FCK hat mit nur 13 Toren aktuell die schlechteste Torausbeute aller Bundesligisten.

Hoffenheim setzt auf die Defensive

Neben den "Roten Teufeln" startete auch Hoffenheim am Montag in die Rückrunde. Und die Erfahrungen mit den letzten Jahren sind nicht die besten.

Seit die Kraichgauer 2008 in die Bundesliga aufstiegen, legte der Klub stets eine schlechtere Rückrunde als Vorrunde hin. Damit das 2012 nicht wieder passiert, will Trainer Holger Stanislawski die Hebel vor allem in der Defensive ansetzen.

Hopp lobt Staniskawski

Vereinsboss Dietmar Hopp hat Stanislawski trotz der schlechtesten Hinrunde seit dem Aufstieg öffentlich den Rücken gestärkt.

"'Stani' ist ein Glücksfall für uns, weil er den Spagat zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sportlichem Erfolg versteht und umzusetzen bereit ist", sagte der 71-Jährige dem "Mannheimer Morgen".

"Er wird die Mannschaft so begeistern, dass die fehlenden Leistungsprozente abgerufen werden. Das Umfeld der TSG und ich sind absolut happy mit 'Stani'." Personell wurde indes nachgebessert.

Thesker wechselt in den Kraichgau

Der 20 Jahre alte deutsche Innenverteidiger Stefan Thesker wechselt vom niederländischen Vize-Meister Twente Enschede in den Kraichgau.

Von Twente war Thesker zuletzt an den Zweitligisten Fortuna Sittard ausgeliehen.

"Er ist ein entwicklungsfähiger deutscher Nachwuchsspieler aus einer der besten Schulen Hollands, der seine Ausbildung bei uns fortsetzen wird. Ich bin überzeugt von seinen Qualitäten", sagte Manager Ernst Tanner.

Gylfi Sigurdsson dagegen wird in der Rückrunde nicht für Hoffenheim auflaufen. Der Isländer wird an den walisischen Klub Swansea City ausgeliehen, der in der englischen Premier League spielt. .

Freiburgs neuer Coach Streich im Fokus

Bei Freiburgs Trainingsbeginn drehte sich alles um Neu-Trainer Christian Streich, der auf den entlassenen Marcus Sorg folgte.

Beim Auftakt waren Felix Bastians und Heiko Butscher noch dabei. Beide Spieler können den Verein aber verlassen und dürfen so lange nur noch mit der Reserve trainieren. Es war ein sehr emotionaler Abschied, weil die Fans Butscher feierten.

"Ich war gerne hier in Freiburg. Es war mein Verein. Es ist schwer so gehen zu müssen", sagte Butscher traurig.

"Das ist natürlich enttäuschend für mich und das ist auch keine einfache Situation. Aber was soll ich machen? Es geht um den Verein und nicht um Einzelne", sagte Butscher.

Als Zugänge sind Gladbachs Torben Marx und Ricardo Rodriguez vom FC Zürich im Gespräch. Allerdings ist auch der VfL Wolfsburg an Rodriguez dran.

Freiburgs Topstürmer Papas Demba Cisse ist immer noch da, aber man würde ihn gerne abgeben. 12 Millionen Euro stehen als Ablöse im Raum, laut "Sky" soll Tottenham interessiert sein.

Stuttgart flirtet mit Lakic

Beim Aufgalopp des VfB Stuttgart war vor allem die Suche nach einem weiteren Stürmer das Thema. Ein Kandidat ist Wolfsburgs Edelreservist Srdjan Lakic. Derweil sprach sich Trainer Bruno Labbadia deutlich für eine Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Fredi Bobic aus.

"Es ist unheimlich wichtig, dass wir hier Kontinuität hineinbekommen in den Verein. Nur so können wir auf Dauer Erfolg haben", erklärte der Coach.

Ein Spieler steht offenbar vor dem Abschied: Topverdiener Pawel Pogrebnjak. Dem Topverdiener würde der Verein gewiss keine Steine in den Weg legen.

Start mit Sakai

Gerade erst angekommen ist dagegen der japanische Neuzugang Gotoku Sakai.

Dafür muss Labbadia auf Arthur Boka, Mahmadou Bah und Ibrahima Traore verzichten. Die drei Profis bereiten sich mit ihren Heimatländern schon auf den Afrika Cup in Gabun und Äquatorialguinea (21. Januar bis 12. Februar) vor.

Kommen und Gehen in Wolfsburg

Auch beim VfL Wolfsburg ging es am Montag wieder los. Und Trainer Felix Magath wird nichts unversucht lassen, seinen Kader wieder mal mächtig durcheinanderzuschütteln. Abwehrspieler Ricardo Rodruiguz aus Zürich steht auf der Wunschliste ganz oben.

Gehen kann der Grieche Sotirios Kyrgiakos, der erst vor der Saison kam und völlig enttäuschte. Auch Patrick Ochs, der andere Neuling, der im Sommer kam, steht vor dem Abschied aus der Autostadt. Er liebäugelt mit einer Rückkher zu Eintracht Frankfurt.

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