Reus verdoppelt seinen Wert - Rückendeckung aus Gladbach
Aus Belek berichtet Christian Paschwitz
Belek - Nach Abschiedswehmut wirken Marco Reus und seine Teamkollegen von Borussia Mönchengladbach wirklich nicht im Trainingslager im türkischen Belek.
Allem Wechsel-Wirbel zu Borussia Dortmund und Meldungen über seine Person zum Trotz, die den Starspieler täglich ereilen.
Vor der Abreise zurück nach Deutschland nimmt unter anderem Igor de Camargo in der Lobby der luxuriösen Hotel-Unterkunft "Gloria Serenity" Reus zum Spaß in den Schwitzkasten (SERVICE: Die Winterfahrpläne- Platz 1 bis 9).
Eine Kopfwäsche der spaßigen Art, nachdem die kolportierten Transfer-Summen um den Jung-Nationalspieler inzwischen eher Hören und Sehen vergehen lassen.
Ablösesumme beim BVB bei 35 Millionen?
Nun will die "Bild" erfahren haben, dass Reus wie in Gladbach auch bei seinem neuen Arbeitgeber eine Ausstiegsklausel im Vertragswerk (bis 2017) hat verankern lassen.
Demnach kann der 22-Jährige die Dortmunder verlassen - jedoch nicht vor 2015 - , wenn ein anderer Klub die angeblich festgeschriebene Ablösesumme von 35 Millionen Euro aufbringt.
Der BVB, der 17, 1 Millionen Euro Ablöse zahlt, wollte die Meldung nicht kommentieren.
Eberl kontert Bayern: "Unfair gegenüber Marco"
Dagegen kommentierten die Gladbacher sehr wohl die Sticheleien der ebenfalls an Reus interessierten Bayern.
Aussagen wie die von Arjen Robben ("Vielleicht ist er zu Dortmund gegangen, weil er Angst hatte, dass er bei uns nicht spielt") ärgern Sportdirektor Max Eberl.
"Ich finde, dass es unfair gegenüber Marco ist. Er hat sich immer korrekt und sauber verhalten, ist respektvoll mit den Vereinen umgegangen, die an ihm interessiert waren", sagte Eberl dem "kicker".
Ähnlich sieht es Bremens Sportchef Klaus Allofs: "Dass sie enttäuscht reagieren, wenn sie einen Spieler nicht bekommen, kennen wir."
Dass die neuerlichen Millionen-Zahlen Reus in seinem Leistungsvermögen beeinträchtigen, verneint der Nationalspieler:
"Ich habe deswegen nicht vor, mir irgendeinen Rucksack umzuschnallen".
Dante glaubt gar an Reus' Steigerung
Borussen-Abwehrchef hält Dante hält es im "kicker" sogar für möglich, dass Reus sein Hinrunden-Niveau gar noch einmal toppt:
"Ich bin sicher, dass sich Marco im Sommer mit einem Europapokal-Platz verabschieden will. Dafür wird er alles tun", so der Brasilianer.
"Es ist einfach geil, mit Marco Fußball zu spielen. Er ist überragend, nicht erst seit dieser Saison."
Dante sieht es auch "als Vorteil, dass er die Sache so früh entschieden hat und nicht am 30. Juni. Sonst hätten sich die Spekulationen monatelang hingezogen. Und er persönlich ist jetzt frei im Kopf".
Was jedoch die eigene sportliche Zukunft angeht, mauert Dante (Vertrag bis 2014), der sich bereits im Sommer mit Abschiedsgedanken trug.
"Ich dachte, dass ich gehe"
"Meine Erfahrung sagt mir: Ich spiele besser, wenn ich mir über solche Dinge keine Gedanken mache. Ich dachte, dass ich gehe. Aber ich bin geblieben und sehr zufrieden", erklärt der 28-Jährige.
"Berater regelt, ob ich bleibe"
Seine angebliche Ausstiegsklausel von rund fünf Millionen Euro mag Dante, der beim Rückrunden-Start gegen die Bayern (20. Januar) gelbgesperrt fehlt, nicht kommentieren:
"Mein Berater regelt, ob ich bleibe oder nicht."
Welches Argument immerhin aktuell für Gladbach spricht, ist der vierte Tabellenplatz:
"Eins ist klar: Ich will nicht gegen den Abstieg spielen", sagt Dante. "Ich habe hohe Ziele, und die möchte ich auch erreichen. Außerdem will doch jeder Profi um Titel spielen, oder?"
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