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Ralf Rangnick führte die TSG Hoffenheim aus der Regionalliga in die Bundesliga © getty

Der Herbstmeister kontert die Bayern-Attacken und begrüßt beim Trainingsauftakt Timo Hildebrand. Auch andere Teams trainieren wieder.

München - Ein Hoffenheimer Konter, das Debüt von Nationaltorhüter Timo Hildebrand und eine peinliche Panne beim Karlsruher SC haben dem Trainingsauftakt von sieben Teams aus der Bundesliga ihren Stempel aufgedrückt.

Pünktlich zum Start der Rückrunden-Vorbereitung des Herbstmeisters 1899 Hoffenheim konterte Trainer Ralf Rangnick (Porträt) die verbalen Attacken von Franz Beckenbauer.

Er wisse nicht, woraus man schließen sollte, Hoffenheim sei größenwahnsinnig geworden, sagte Rangnick in der "Bild": "Von meiner Seite gibt es keinen Grund zum Größenwahn. Wir sehen uns noch lange nicht dort, wo uns die Bayern vielleicht schon sehen: Nämlich auf Augenhöhe."

Beckenbauer hatte dem Aufsteiger zuvor "beginnenden Größenwahn" vorgeworfen. Am Samstagnachmittag feierten 1200 Zuschauer den Ausfteiger und Neuzugang Timo Hildebrand beim Trainingsauftakt.

Ausgedünnt zum Aufgalopp

Ein Sextett dagegen musste passen: Eine Grippewelle legte Tobias Weis, Ramazan Özcan, Thorsten Kirschbaum, Andreas Ibertsberger und Zsolt Löw flach. Wie erwartet fehlte auch Stürmer Chinedu Obasi, den eine Oberschenkelverletzung noch bis Mitte nächster Woche außer Gefecht setzt.

Keinen allzu gelungenen Auftakt sahen auch die Fans von Schalke 04. Insgesamt fehlten zehn Profis bei der ersten Einheit. Trainer Fred Rutten wollte dies allerdings nicht überbewerten: "Das ist so abgestimmt."

Bei der Einheit am Sonntag startete auch die "Samba-Fraktion" um Marcelo Bordon (Spielerporträt) , Rafinha und Kevin Kuranyi in die Rückrunde. Der Einzige, der noch fehlte, war der Brasilianer Ze Roberto, der bereits angekündigt hatte, trotz laufenden Vertrages nicht mehr aus seiner Heimat zurückkehren zu wollen.

Panne in Karlsruhe

Der Karlsruher SC sorgte unterdessen mit einer peinlichen Heizungspanne für Verwunderung.

Da der Rasen im Wildparkstadion knochenhart gefroren ist und sich niemand um den rechtzeitigen Betrieb der Heizungsanlage in der städtischen Arena gekümmdert hat, erwägen die Badener, in der kommenden Woche in wärmere Gefilde zu reisen.

"Wir wollen niemandem die Schuld zuweisen, aber Fakt ist, dass die Heizung nicht läuft und es wohl drei bis vier Tage dauert, bis sie vernünftig in Gang gesetzt ist", sagte Klubsprecher Jörg Bock: "Wir prüfen jetzt, wo wir die besten Trainingsbedingungen vorfinden. Ob das im Ausland oder in der Nähe ist, werden wir sehen."

Ursprünglich wollte der KSC vor dem Beginn der Rückrunde nur ein Trainingslager abhalten, vom 13. bis 21. Januar in Belek in der Türkei (Der Winterfahrplan des KSC) .

Oldie Schneider zurück

In Leverkusen kehrte Bernd Schneider über acht Monate nach seiner Operation an der Halswirbelsäule ins Mannschaftstraining zurück.

Der 35 Jahre alte Nationalspieler, der am 24. April 2008 sein letztes Spiel für die Werkself bestritten hatte, absolvierte mit 15 weiteren Profis eine lockere Einheit. "Es war ein schönes Gefühl, wieder mit der Mannschaft trainiert zu haben", sagte der 81-malige Nationalspieler.

Neuville bleibt in Gladbach

Beim Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach wurde die Personalie Oliver Neuville geklärt.

Der frühere Nationalstürmer wird seinen auslaufenden Vertrag in Kürze bis 2010 verlängern. Gerüchte über einen bevorstehenden Transfer zum Zweitligisten MSV Duisburg dementierte der 35-Jährige.

Trauriger Daum in Köln

Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, leitete die erste Einheit trotz eines persönlichen Schicksalsschlages. Am 1. Januar war Daums Stiefvater Günter im Alter von 78 Jahren verstorben.

Der FC stellte am Samstag am Geißbockheim seinen ersten Neuzugang vor: Derek Owusu Boateng, 17-maliger Nationalspieler Ghanas von Beitar Jerusalem, erhält einen Vertrag bis 2013.

Bei Energie Cottbus trainierten die wechselwilligen Bulgaren Dimitar Rangelov (Spielerporträt) und Stanislaw Angelov dabei, obwohl ihre Zukunft in der Lausitz weiterhin offen ist.

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