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Franck Ribery (l.) hält unter anderem große Stücke auf Jeremy Toulalan (Olympique Lyon) © imago

Karl-Heinz Rummenigge belehrt Mittelfeld-Star Franck Ribery. Stürmer Ivica Olic sagt Miroslav Klose und Luca Toni den Kampf an.

Von Liane Killmann

München - Karl-Heinz Rummenigge weist Franck Ribery zurecht.

Der Mittelfeldstratege hatte jüngst ein wenig zu häufig Stars aus Frankreich gepriesen und sich für deren Wechsel nach München ausgesprochen.

Rummenigge sagte gegenüber der "Bild am Sonntag": "Ich empfinde es als nicht förderlich, wenn Spieler ihre Forderungen in der Öffentlichkeit stellen. Das habe ich Franck auch gesagt."

Rummenigge erklärte, seine Kritik an Riberys Äußerungen beziehe sich darauf, dass der Franzose dadurch aktuelle Bayernspieler zur Diskussion gestellt habe.

Lobeshymnen auf Frey und Toulalan

Riberys Lobeshymnen galten dem Torhüter des AC Florenz, Sebastien Frey, und Lyons Mittelfeldspieler Jeremy Toulalan.

Vermutlich fürchtet der Bayern-Boss vor allem die Torwart-Debatte.

Festhalten an Rensing

Michael Rensing war zu Saisonbeginn durch Unsicherheiten in die Kritik geraten. Dennoch hielt Jürgen Klinsmann am jungen Keeper fest und verhalf Rensing damit zu mehr Selbstvertrauen.

Nun soll sich Ribery mit öffentlichen Äußerungen zum Kader zurückhalten.

Intern jedoch, so Rummenigge, dürften Schlüsselspieler wie Ribery jederzeit über alles reden: "Paul Breitner und ich haben das früher als Spieler auch so gemacht. Wir sind zum Uli Hoeneß, der damals schon Manager war, gegangen und haben mit ihm über alles geredet. Unsere Türen sind für Franck immer offen."

Olic selbstbewusst

Indes hat Angreifer Ivica Olic nach Bekanntgabe seines Wechsels vom Hamburger SV zu den Münchnern (Hoeneß: Olic-Deal perfekt) dem aktuellen Bayern-Sturm den Kampf angesagt.

"Ich habe mich bisher überall durchgesetzt und werde auch bei Bayern spielen", kündigte der 29-Jährige selbstbewusst an.

Bei den Münchnern sind derzeit Nationalstürmer Miroslav Klose und der italienische Weltmeister Luca Toni im Angriff gesetzt.

Olic sollte ohne Rüge davon kommen. Öffentliche Kampfansagen stehen bisher nicht auf der "schwarzen Liste" der Bayern.

Vertrag bis 2012

Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte den ablösefreien Wechsel von Olic (Spielerporträt) zur kommenden Saison am Samstag bestätigt und erklärt, dass einzig die Vertragsunterschriften noch fehlen würden.

Der kroatische Nationalspieler wird in München einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2012 erhalten.

Einen vorzeitigen Wechsel noch in der Winterpause schloss Olic aus. Stattdessen will er die laufende Saison möglichst mit einem Titelgewinn für den HSV abschließen.

Klassiker in Hamburg

Zum Rückrunden-Auftakt am 30. Januar empfängt er mit den Hamburgern ausgerechnet seinen künftigen Arbeitgeber.

"Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich wie bisher alles für den HSV geben werde und bis zur letzten Minute kämpfe", sagte Olic: "Das Spiel gegen München ist eine ganz heiße Kiste. Wir liegen nur zwei Zähler auf die Bundesliga-Spitze zurück, wollen unbedingt gewinnen."

Klinsmann abwehrend

Jürgen Klinsmann wehrte am Rande des Trainingslagers der Bayern in Dubai entschieden alle Fragen zum neuen Stürmer ab.

"Wir freuen uns auf Ivica, aber die nächste Saison steht nur im Hintergrund. Wir haben eine heiße Rückrunde vor uns. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Jungs, die hier sind. Das hat absolute Priorität", sagte Klinsmann.

Vielmehr betonte der ehemalige Bundestrainer, dass der Rekordmeister in den kommenden Monaten "große Ziele in allen drei Wettbewerben" habe, vor allem in der Champions League: "Wir glauben, dass wir in der Königsklasse mit allen mithalten können. Wir müssen uns vor gar niemandem verstecken."

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