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Lukas Podolski erzielte in der Hinrunde drei Treffer für die Bayern © imago

Dietmar Beiersdorfer dementiert ein Tauschgeschäft mit den Bayern im Winter, gibt aber im Ringen um Podolski nicht auf.

Von Andreas Kloo

München - HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer hat ein Tauschgeschäft zwischen Ivica Olic und Lukas Podolski im Winter dementiert: "Das ist im Moment nicht vorgesehen. Ivica hat sich zum 1. Juli für den FC Bayern entschieden. Das ist der Stand der Dinge. Und es gibt auch keinen neuen Stand", sagte Beiersdorfer in Dubai.

Dort hatten sich Bayern-Manager Uli Hoeneß und Dietmar Beiersdorfer am Sonntag abend im Hotel der Münchner zu einem Gespräch getroffen damit die Spekulationen um einen Stürmertausch weiter angeheizt.

"Da haben wir über ganz viele Sachen gesprochen, aber nicht über einen Podolski-Wechsel ", sagte Beiersdorfer zu dem Treffen in der Hotel-Lobby.

Die Bayern absolvieren derzeit ihr Trainingslager (Winterfahrplan FC Bayern) in den Emiraten, der HSV bestreitet dort am Dienstag ein Testspiel gegen den Ac Mailand.

Beiersdorfer hofft auf den Sommer

Völlig aufgeben will Beiersdorfer das Ringen um Podolski dennoch nicht: "Fakt ist, dass wir zum 1. Juli einen neuen Stürmer brauchen. Podolski ist ein sehr guter Spieler. Aber wir haben Zeit."

Über die Präferenzen Podolskis ist sich der HSV-Sportchef aber im Klaren: "So viel ich weiß, will Lukas Podolski doch zum 1. FC Köln."

Hoeneß: "Verhandeln gerne mit anderen Klubs"

Auch Uli Hoeneß kennt Podolskis Wunschziel, via "Bild am Sonntag" übte der Bayern-Manager aber noch einmal Druck auf den Nationalspieler aus: "Lukas muss begreifen, dass er Köln eine Frist setzt, sich sonst anderweitig umschauen muss. Wir verhandeln auch gerne mit anderen Klubs."

Dieser Aussage verlieh Hoeneß durch das abendliche Treffen mit Beiersdorfer in der Hotel-Lobby Nachdruckin Testspiel gegen den AC Mailand.

Zuletzt hatte der Bayern-Manager den Kölnern die Schmerzgrenze von zehn Millionen Euro für einen Poldi-Transfer gennannt. Die Hamburger bekämen noch rund drei Millionen Euro für Ivica Olic (Spielerporträt) , müssten also lediglich sieben Millionen nach München überweisen.

Zusätzliche Einnahmen vom Sponsor

Außerdem erweitert sich der finanzielle Spielraum durch die Vertragsverlängerung mit Sponsor "Fly Emirates". Der HSV kassiert dank des neuen Drei-Jahres-Kontrakts nun ungefähr zwei Millionen Euro mehr pro Jahr

Dass aber auch den Hamburgern wirtschaftliche Grenzen gesetzt sind, wurde beim Vertrags-Poker mit Ivica Olic deutlich. Da sahen sich die Hanseaten außerstande, die finanziellen Vorstellungen des Kroaten zu erfüllen.

Aber durch den möglichen spektakulären Stürmertausch könnten die Hamburger doch noch glücklich werden.

Idee stammt von Jol

Laut "Welt" hat HSV-Trainer Martin Jol den Tausch angeregt. Zugleich hatte der Coach angekündigt: "Ich kann nicht ausschließen, dass der Olic-Transfer schon eher über die Bühne geht."

Bislang hatte Uli Hoeneß nur den Transfer an sich bestätigt.

Beiersdorfer verspricht Rückhalt für Olic

Auch wenn der Tausch im Winter nicht klappt - zumindest Ivica Olic wird bis zum Schluss alles für seinen aktuellen Verein, den HSV geben.

"Er wird sich bis zum Schluss 100 Prozent für uns einsetzen. Er wird den nötigen nötigen Rückhalt von uns bekommen", verspricht Beiersdorfer.

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