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Karl-Heinz Rummenigge spielte zwischen 1974 und 1984 für den FC Bayern München © getty

Bayern-Boss Rummenigge erlaubt sich einen Seitenhieb auf die DFB-Elf. Er kritisiert Blatter und bedauert das Matthäus-Image.

Nürnberg - Bayern Münchens Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge hat bei einer Veranstaltung in Nürnberg zu einem Rundumschlag ausgeholt.

Unter anderem kam es zu einer kleinen Stichelei gegen Bundestrainer Joachim Löw und die deutsche Nationalmannschaft.

"Sie erinnert mich ein klein wenig an Holland. Die haben auch immer schönen Fußball gespielt, und am Ende sind sie damals in Schönheit gestorben. Um einen großen Titel zu holen, braucht man immer auch ein bisschen Glück", sagte Rummenigge über das DFB-Team.

"Korruptions-Stadl in Zürich tut unserem Sport nicht gut"

Der Bayern-Boss erneuerte auch seine Kritik an FIFA-Boss Sepp Blatter.

"Das Image von Sepp Blatter ist wesentlich kritischer zu sehen als das von Lothar Matthäus. Wenn man in den letzten Jahren mit so vielen Korruptionsvorwürfen in der Fifa konfrontiert wurde, dann musst du als deren Chef dafür sorgen, dass dieser Sumpf trockengelegt wird. Der Korruptions-Stadl in Zürich tut unserem Sport nicht gut", meinte der 56-Jährige.

Das Image von Matthäus bedauert Rummenigge dagegen:

"Egal, wie sein Image in Deutschland vielleicht sein mag, eigentlich ist er ein guter Charakter. Bei ihm ist in der zweiten Karriere einiges nicht so gelaufen, wie er sich das vorgestellt hat. Die zweite Karriere ist aus dem Ruder gelaufen. Der Hauptgrund ist, dass er in Deutschland nie einen Verein überzeugen konnte, ihn zu holen."

"Daily Soap" über Matthäus nicht hilfreich

Dass Matthäus nun eine eigene "Daily Soap" plant, sieht Rummenigge nicht als hilfreich an:

"Wenn die Karriere nicht so läuft, kommt am Ende des Tages eine 'Daily-Soap' heraus. Sein Image wird so sicher nicht besser. Ich bedauere es, dass es ihm nicht gelungen ist, seriös wahrgenommen zu werden. Er hätte die Qualität gehabt, eine große Mannschaft in Deutschland zu übernehmen."

Kader geht quantitativ am Limit

Die Bayern-Personalpolitik, in der Winterpause keine neuen Spieler zu verpflichten, verteidigt er:

"Es war ausdrücklich der Wunsch des Trainers, im Winter nichts mehr zu machen. Wir hoffen, dass wir mit diesem Kader durchkommen. In Sachen Quantität gehen wir mit dem Kader sicher am Limit."

Und auch zu Meisterschafts-Konkurrent Borussia Dortmund äußerte sich der Ex-Stürmer: "Dort wurde nach der Beinahe-Pleite ein sehr guter Job gemacht. Mit Dortmund muss in den nächsten Jahren gerechnet werden. Die werden sicher an uns kratzen. Auch Schalke wird das tun."

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