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Den Argentinier Martin Demichelis spielt seit 2003 für den FC Bayern © imago

Die Bayern setzen weiter auf den Argentinier und verlängern dessen Vertrag. Auch bei Timoschtschuk ist Uli Hoeneß guter Dinge.

Von Andreas Kloo

München/Dubai - Der FC Bayern nutzt die Winterpause, um eifrig am Team für die nächsten Jahre zu basteln.

Die Vertragsverlängerung mit Martin Demichelis steht vor dem Abschluss. Der Argentinier bleibt aller Voraussicht nach bis 2012 bei Bayern München.

"Ich fühle mich in München sehr wohl. Die Gespräche sind bestens verlaufen", sagte der argentinische Innenverteidiger der "Bild".

"Wir werden nach dem Trainingslager noch einmal abschließend sprechen, aber soweit ist alles klar. Ich werde deshalb bis 2012 bleiben."

Der Vertrag des 28-Jährigen läuft 2010 aus.

Hoeneß: "Timoschtschuk unterschreibt bald"

Außerdem rückt der Wechsel von Anatolij Timoschtschuk immer näher.

Uli Hoeneß äußerte sich zuversichtlich, dass sich der ukrainische Nationalspieler von Zenit St. Petersburg für die Bayern entscheidet.

"Ich glaube, dass er bald bei uns unterschreibt", sagte der Bayern-Manager. Er räumte aber ein, dass es noch unterschiedliche Auffassungen über die Konditionen gebe.

Van Bommel vor dem Abschied

Timoschtschuk wird wohl die Position von Mark van Bommel (Spielerporträt) im defensiven Mittelfeld einnehmen.

Der Bayern-Kapitän steht nach einem für ihn enttäuschenden Angebot bei den Bayern vor dem Abgang. "Ich würde gerne bleiben, aber ein Jahr ist nicht viel für einen, der bald 32 wird. Von daher bin unzufrieden mit dem Angebot", sagte der Niederländer.

Nun wartet van Bommel auf Angebote anderer Klubs.

Rückkehr nach Eindhoven möglich

Ein möglicher Interessent könnte der Hamburger SV sein. HSV-Coach Martin Jol wollte dies im DSF nicht dementieren: "Ich könnte noch zehn oder zwanzig interessante Namen nennen. Es wäre auch einmalig, wenn Rafael van der Vaart wieder für uns spielen würde. Aber das ist alles nur Hypothese und Spekulation."

Dass sich die unsichere Vertragssituation negativ auf die Leistung des niederländischen Nationalspielers auswirken könnte, glaubt Trainer Jürgen Klinsmann aber nicht:

"Er hat die Erfahrung damit umzugehen. Ich sehe da kein Problem. Er ist ein Leader, der Kapitän der Mannschaft", ist sich der Bayern-Coach im "kicker" sicher.

Hoeneß schließt Ribery-Verkauf aus

Behalten wollen die Bayern dagegen auf jeden Fall Franck Ribery. "Wir haben immer gesagt, dass wir ihn nicht verkaufen. Daran hat sich über Weihnachten nichts geändert", stellte Hoeneß in der "tz" klar

Zuletzt hatte Real Madrid Interesse an dem Bayern-Star bekundet und eine Ablösesumme von 50 Millionen Euro in Aussicht gestellt. (Real will Ribery)

Hoeneß bezweifelt aber angesichts der globalen Finanzkrise, "dass künftig im Fußball noch so viel Geld im Umlauf ist".

Keine Hoffnung für Sagnol

Ein anderer Franzose wird München wohl verlassen. Wegen seiner hartnäckigen Probleme an der Achillessehne steht Willy Sagnol vor dem Karriereende.

"Wenn es nicht besser wird, steht mein Ausstieg fest", äußerte sich der 31-Jährige im "kicker" wenig zuversichtlich über ein mögliches Comeback.

"Es dauert jetzt schon viel länger als ursprünglich gedacht", meinte der Franzose zum Genesungsverlauf.

Auch Klinsmann ist alles andere als optimistisch: "Im Moment kann Willy nicht einmal joggen. Er hat ständig Schmerzen."

Sein letztes Bundesligaspiel für die Bayern bestritt der Champions-League-Sieger von 2001 am 10. Mai 2008.

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