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Bruno Labbadia ist seit Dezember 2010 Trainer beim VfB Stuttgart © getty

Bruno Labbadia kehrt mit Stuttgart an seine alte Wirkungsstätte in Leverkusen zurück und braucht dringend ein Erfolgserlebnis.

Stuttgart - Bruno Labbadia ist zum Siegen verdammt.

Nach nur sechs Punkten, aber 20 Gegentoren in den vergangenen zehn Spielen hofft der Trainer des VfB bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte Leverkusen am Samstag (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) auf einen Befreiungsschlag.

Der Start in die Bundesliga-Rückrunde wurde verpatzt, jetzt setzen die gebeutelten VfB-Fans große Hoffnungen in den neuen Torjäger Vedad Ibisevic.

Der hat bei seinem Debüt gegen Borussia Mönchengladbach (0:3) allerdings noch nicht überzeugt.

Ibisevic nicht der alleinige Heilsbringer

"Die vergangene Trainingswoche war trotz der sehr eisigen Temperaturen gut für Ibisevic. Die Mannschaft stellt sich immer besser auf ihn ein", sagte Labbadia.

Der Trainer will den Bosnier trotz der Krise der Sturmkollegen Martin Harnik und Cacau aber nicht mit zu hohen Erwartungen überfrachten will.

"Vedo ist nicht der alleinige Heilsbringer. Aber er ist der Stürmertyp, der uns gefehlt hat. Er bindet Gegner und ist immer anspielbar." 492198(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Unruhige Zeiten für Labbadia

Das war gegen das Überraschungsteam Mönchengladbach jedoch noch nicht zu sehen.

In Leverkusen und am kommenden Mittwoch im DFB-Pokal gegen Rekordmeister Bayern München soll Ibisevic mit seinen Toren den VfB endlich aus der Krise schießen.

Sollten die beiden Spiele verloren werden, könnte es für Labbadia im Ländle ganz schnell ungemütlich werden.

"Das Thema interessiert mich nicht", sagte Labbadia. Als Nachfolger ist bereits Ralf Rangnick im Gespräch, der nach überstandenem Erschöpfungssyndrom spätestens im Sommer in der Bundesliga wieder als Trainer einsteigen will.

Deja-vu in Leverkusen

Dass Labbadia ausgerechnet vor dem Spiel in Leverkusen in Schwierigkeiten gerät, hat eine besondere Note.

Vor der Spielzeit 2008/2009 war Labbadia vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth nach Leverkusen gewechselt.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr in Stuttgart legte Labbadia mit der Werkself eine famose erste Halbserie hin. In der Rückserie brach die Mannschaft ein und wurde am Ende nur Tabellenneunter.

Labbadia musste gehen. Das gleiche Erlebnis droht ihm nun auch in Stuttgart.

Der Coach gibt sich kämpferisch

Doch Labbadia, der in seiner aktiven Zeit als einziger Stürmer sowohl in der Ersten als auch in der Zweiten Liga mehr als 100 Tore schoss, zeigt sich kämpferisch.

"Wir brauchen jetzt Erfolgserlebnisse. Uns hat es zuletzt an der letzten Entschlossenheit sowohl in der Defensive als auch in der Offensive gefehlt. Genau das brauchen wir aber, wir müssen entschlossener werden. Das hat uns in der Anfangsphase der Saison ausgezeichnet", sagte der 45-Jährige.

Ohne Gebhart und Delpierre

Fehlen wird in Leverkusen neben dem verletzten Mittelfeldspieler Timo Gebhart auch Abwehrspieler Matthieu Delpierre, der vom DFB aufgrund seiner roten Karte mit dem VfB II gegen Regensburg für drei Spiele in der Dritten Liga sowie der Bundesliga gesperrt wurde.

Dass die Sperre vom DFB ligaübergreifend ausgesprochen wurde, nervt insbesondere VfB-Manager Fredi Bobic gewaltig.

"Das ist absolut unsinnig", sagte er.

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