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Gladbachs Angreifer Marco Reus (r.) hat in dieser Saison bereits zwölf Treffer erzielt © getty

In Wolfsburg holen die "Fohlen" nur ein Remis. Marco Reus vergibt die beste Chance. Die "Wölfe" setzen den Aufwärtstrend fort.

Wolfsburg - Eine enttäuschende Mannschaft von Borussia Mönchengladbach hat im Titel-Vierkampf der Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Die Elf von Trainer Lucien Favre kam beim "Angstgegner" VfL Wolfsburg nicht über ein glückliches 0:0 hinaus und musste nach den starken Leistungen der Vorwochen den ersten Punktverlust des Jahres hinnehmen. 514795(DIASHOW: Der 20. Spieltag)

Die Gladbacher verpassten den fünften Pflichtspielsieg in Folge und müssen weiter auf den ersten Erfolg bei den Niedersachsen seit über acht Jahren warten.

Eine gute Wolfsburger Mannschaft blieb mit dem ersten torlosen Spiel der beiden Teams im 25. Aufeinandertreffen auch im fünften Heimspiel in Folge ungeschlagen und setzte den Aufwärtstrend fort. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Magath zufrieden

Wolfsburgs Coach Felix Magath konnte dem Ergebnis dann auch durchaus etwas Positives abgewinnen.

"Ich kann mit dem Punkt leben. In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug und hatten zu viel Respekt vor dem Gegner. In der zweiten Halbzeit war es wesentlich besser. Der Sieg wäre da sogar verdient gewesen. Aber trotzdem war es wieder ein Schritt nach vorne", sagte der 58-Jährige.

Großes Lob fand Magath für die Gäste aus Gladbach.

"Gladbach ist für mich das Überraschungsteam der Saison. Es ist schwer, gegen sie zu spielen, zumal sie die beste Defensive der Liga haben", meinte der Trainer der "Wölfe".

Favre: Zu wenig Tempo

Luvien Favre war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden.

"Es war ein schweres Spiel. Beide Mannschaften waren sehr engagiert. Wir haben nicht viele Lücken gefunden und haben manchmal zu kompliziert gespielt. Das Tempo hat teilweise gefehlt und wir hätten mehr am Boden statt in der Luft spielen sollen", sagte der "Fohlen"-Coach:

"Die Wolfsburger standen aber auch sehr kompakt. Am Ende kann ich mit dem Punkt gut leben."

Gladbach beginnt stark

Zu Beginn rissen die Gäste das Spiel vor 30.000 Zuschauern und zweistelligen Minusgraden in der ausverkauften Wolfsburger Arena an sich.

Sie versuchten die Gastgeber vor allem über das Duo Filip Daems und Juan Arango auf der linken Seite aus der Defensive zu locken.

Doch die "Wölfe" von Trainer Felix Magath standen wie in den Vorwochen sehr kompakt und ließen die zuletzt starke Offensivreihe der Gäste durch geschicktes Verschieben nicht zur Entfaltung kommen.

Polter scheitert

Die Wolfsburger ihrerseits setzten auf Konter.

Die beste Chance in einer insgesamt ereignislosen ersten Halbzeit hatte Sebastian Polter, der überraschend für Top-Stürmer Mario Mandzukic in die Startelf gerückt war.

Er scheiterte aus kurzer Distanz an Marc-Andre ter Stegen (28.).

Mandzukic für Sissoko

Im zweiten Abschnitt brachte Magath Mandzukic für den besonders in der Anfangsphase agilen Debütanten Ibrahim Sissoko.

Zunächst war es aber wieder Polter, der für Gefahr sorgte. Der 20-Jährige verpasste eine Flanke von Nationalspieler Marcel Schäfer nur knapp (50.).

Glanzparade von ter Stegen

Es schien ein Weckruf für die Wölfe zu sein. In der 54. Minute köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Felipe nach einer Ecke nur knapp über das Tor.

Sekunden später zwang Josue ter Stegen mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade.

Die Gäste konnten sich in dieser Phase kaum aus der Defensive befreien.

Reus übersieht Hanke

Erst in der 69. Minute hatten die Gladbacher ihre erste richtige Chance.

Nach einem schönen Pass von Patrick Herrmann agierte der ansonsten sehr unauffällige Marco Reus zu eigensinnig und lupfte weit am Tor vorbei.

Mike Hanke hatte neben ihm völlig frei gestanden.

Stranzl fällt aus

Magath hatte sein Team im Vergleich zum 0:2 in München auf drei Positionen verändert. Für Chris rückte Josue ins defensive Mittelfeld.

Winterneuzugang Sissoko ersetzte Makoto Hasebe und gab sein Bundesliga-Debüt.

Bei den Gästen musste Favre kurzfristig den Ausfall von Innenverteidiger Martin Stranzl verkraften.

Für ihn kam der nach einer Rückenprellung genesene Roel Browers in die Startelf. Zudem ersetzte Daems erwartungsgemäß Oscar Wendt.

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