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Zlatko Junuzovic wurde 2010 Österreichs Fußballer des Jahres © getty

Werder vertraut in Freiburg auf Neuzugang Junuzovic. Köln plagt sich vor dem Spiel gegen Kaiserslautern mit internen Problemen.

Freiburg/Kaiserslautern - Der Bremer Debütantenball geht weiter.

Wenn Werder am Sonntag beim SC Freiburg antritt (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER), wird es das nächste Bundesligadebüt auf Seiten der Grün-Weißen geben.

Zlatko Junuzovic, vom Boulevard als "Ösi-Özil" angekündigt, wird erstmals im Mittelfeld der Bremer auflaufen.

Erst am Montag stieß der Österreicher von Austria Wien zu seinem neuen Team und weckte gleich Erwartungen bei Thomas Schaaf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Schaaf setzt wieder auf die Jugend

"Die ersten Eindrücke waren sehr positiv. Ich glaube, dass er unser Spiel schon bereichern kann", sagte der Werder-Trainer.

Mit 24 Jahren wird Junuzovic schon zu den älteren Spielern in der Bremer Startelf gehören, Schaaf setzt auf die Jugend: Florian Hartherz (18), Tom Trybull (18), Francois Affolter (20), Aleksandar Ignjovski (21) und Mehmet Ekici (21) sollen spielen.

Stürmersuche bei Freiburg geht weiter

Derweil ist das Tabellenschlusslicht aus Freiburg weiterhin auf der Suche nach dem Stürmer, der Papiss Demba Cisse ersetzen kann.

Garra Dembele wird es am Sonntag noch nicht sein. Der Mann aus Mali tritt fast zeitgleich mit seiner Nationalmannschaft im Viertelfinale des Afrika-Cups gegen Gabun an.

Auch Neuzugang Ivan Santini wird wahrscheinlich erstmal auf der Bank Platz nehmen.

Permanente Unruhe in Köln

Das sind Probleme, die der 1. FC Köln gern hätte.

Zwar gibt es ständig Nebengeräusche am Geißbockheim, was jedoch vor dem Duell beim 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) in der Domstadt ablief, war selbst für den inzwischen gestählten Trainer Stale Solbakken "ein bisschen Unruhe".

Die für den FC dramatische Verletzung des Top-Scorers Lukas Podolski, der vier Wochen fehlen wird, wurde garniert mit reichlich weiterem Ungemach.

Dem sportlichen Misserfolg mit zwei Niederlagen zum Rückrundenstart entsprang eine neuerliche Diskussion um Solbakkens System, die auch von Sportdirektor Volker Finke und Geschäftsführer Claus Horstmann öffentlich befeuert wurde.

Tese-Transfer sorgt für Ärger

Zudem beendete Finke das wochenlange Warten auf einen Stürmer mit der Verpflichtung des Nordkoreaners Chong Tese vom Zweitligisten VfL Bochum - offenbar ein Transfer, mit dem Solbakken recht wenig zu tun hatte.

Was der Norweger so auch artikulierte, als er erklärte, andere könnten "den Spieler besser beurteilen" ("Kölner Express").

Die Folge: wieder mal Berichte über einen Riss zwischen Trainer und Sportdirektor.

Angstgegner Kaiserslautern

Derart angeschlagen reisen die Kölner nun ausgerechnet zum 1. FC Kaiserslautern, gegen den ihnen seit 1989 kein Sieg mehr gelang.

Solbakken erwartet ein "enges Spiel", das durch die Tabellensituation weitere Brisanz erhält.

Mit einem Sieg würde der FCK am Konkurrenten vorbeiziehen, die Kölner wären wieder mittendrin im Abstiegskampf.

Trotz des Ausfalls von Podolski wird Tese wohl vorerst keine Chance in der Startelf erhalten. Hinter Milivoje Novakovic dürfte der Kroate Mato Jajalo beginnen.

Neuer Pole gibt Debüt

Die Lauterer hoffen vor eigenem Publikum ihrerseits auf einen Befreiungsschlag. Marco Kurz erwartet eine Steigerung gegenüber der Partie in Augsburg (2:2).

"Das Spiel ist analysiert und abgehakt. Gegen Köln wollen wir so gut auftreten, dass wir uns die drei Punkte verdienen", sagt der Trainer.

Helfen soll ein junger Neuzugang aus Polen.

Ariel Borysiuk (20) wechselte von Legia Warschau auf den Betzenberg und soll neben Christian Tiffert als "Sechser" für Stabilität und Ideen im Mittelfeld sorgen.

Zudem feiert ein Sturmduo Premiere bei den Pfälzern. Neuzugang Sandro Wagner wird erstmals gemeinsam mit dem Israeli Itay Shechter auflaufen, der seine Sperre abgesessen hat.

SPORT1 zeigt die Aufstellungen des 20. Spieltags:

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