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Stuttgarts Julian Schieber (l.) erzielte gegen Bayer Leverkusen sein erstes Saisontor © getty

Der Joker rettet Stuttgart in Leverkusen vor der fünften Pleite in Folge. Bayer kann eine doppelte Führung nicht verteidigen.

Leverkusen - Der VfB Stuttgart hat seine Talfahrt in der Bundesliga zumindest gebremst.

Die Schwaben erreichten bei ihrer Generalprobe für das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen Bayern München dank eines späten Tores von Martin Harnik (89.) ein 2:2 (1:1) beim Vize-Meister Bayer Leverkusen - nach vier Niederlagen in Serie ein Achtungserfolg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Werkself, bei der Michael Ballack erneut 90 Minuten auf der Bank schmorte, musste einen Rückschlag hinnehmen.

Labbadia lobt Moral

Vor 27.929 Zuschauern trafen für Bayer Stefan Kießling (11.) und Bayer-Kapitän Simon Rolfes per Foulelfmeter (47.). Julian Schieber (23.) war das 1:1 für die Gäste gelungen.

"Was den Elfmeter betrifft, war für mich heute extrem, dass jeder Luftkampf abgepfiffen wurde. Deshalb war es für mich auch kein Elfmeter. Dann müsste man sehr viele Elfmeter geben. Umso mehr kann man heute die Moral ansprechen, dass wir nicht aufgegeben haben", sagte Stuttgarts Coach Bruna Labbadia.

Bayer halbe Stunde in Unterzahl

Bayer musste die letzte halbe Stunde in Unterzahl auskommen, nachdem Michal Kadlec (63.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte erhalten hatte.

In der Nachspielzeit allerdings flog auch der VfB-Abwehrspieler Cristian Molinaro nach einem Tritt gegen Schürrle mit Rot vom Platz.

Der Italiener traf den Leverkusener mit dem Fuß ins Gesicht, Schürrle erlitt eine Gesichtsverletzung. 514795(DIASHOW: Der 20. Spieltag)

Corluka feiert Debüt

Bei den Stuttgartern, die seit sieben Spielen auf einen Sieg warten, ist der Druck auf Trainer Bruno Labbadia rechtzeitig zum Pokalkracher immerhin etwas geringer geworden.

Aufseiten der Gastgeber feierte Verteidiger Vedran Corluka sein Bundesliga-Debüt. Der Kroate verteidigte auf der rechten Seite der Viererkette für Danny da Costa und führte sich mit einem katastrophalen Fehlpass ein.

Nach wenigen Sekunden setzte er Stuttgarts Mittelfeldspieler Shinji Okazaki glänzend in Szene, der allerdings am Tor vorbeischoss.

Kießling beendet schwarze Serie

In der Folgezeit nahm die Werkself das Heft in die Hand. Kadlec hatte in der 6. Minute die erste Gelegenheit für die Hausherren, ehe fünf Minuten später Kießling seine schwarze Serie beendete.

Dem Nationalspieler gelang das 1:0, sein erstes Tor nach 766 Minuten und elf Spielen.

Nachdem VfB-Torwart Sven Ulreich glänzend gegen Bayer-Kapitän Simon Rolfes geklärt hatte, staubte Kießling ab und erzielte gegen seinen Lieblingsgegner seinen vierten Saisontreffer.

In seinem 13. Spiel gegen die Schwaben traf der frühere Nürnberger zum zehnten Mal. Anschließend beherrschte der Vize-Meister die Partie, versäumte es aber, seinen Vorsprung auszubauen.

Schieber trifft mit Augenmaß

In der 23. Minute überwand dann Schieber mit einem platzierten Freistoß aus 25 Metern den früheren Stuttgarter Bernd Leno im Bayer-Tor, der bei dem Gegentreffer keine gute Figur machte

Für Schieber war es der erste Treffer im VfB-Trikot seit seiner Rückkehr im Sommer vom 1. FC Nürnberg.

Kurz nach der Pause hatten die Gastgeber dann Glück, dass Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach einem Zweikampf zwischen Serdar Tasci und Lars Bender auf Strafstoß für Leverkusen entschied.

Rolfes ließ sich diese Chance nicht entgehen und sorgte für die Führung des Champions-League-Achtelfinalisten.

Verletzungssorgen bei Bayer

Neben der Gesichtsverletzung von Schürrle, muss Bayer zwei andere schlechte Nachrichten verdauen.

Mittelfeldspieler Sam zog sich nur zwölf Minuten nach seiner Einwechlung einen Muskelfaserriss zu und musste wieder runter. Zudem zog sich Bender eine Blessur am Sprungelenk zu.

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