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Robert Enke ist offenbar nicht zufrieden mit Hannovers Entwicklung © getty

Hannovers Keeper lässt seine Zukunft offen. Zdebel schimpft über den Rauswurf in Bochum, Meyer verteidigt Gladbachs Neuzugänge.

München - Robert Enke denkt offenbar über einen Abgang aus Hannover nach.

"Es ist offen, was im nächsten Sommer passiert", sagte der 96-Torwart (Spielerporträt) dem "kicker".

"Fakt ist, dass ich gerne noch einmal international spielen und in Deutschland einen Titel gewinnen würde."

Davon ist der Nationalkeeper mit den Niedersachsen, die derzeit nur Tabellen-13. sind, weit entfernt.

FC Bayern angeblich Top-Kandidat

Daher gibt es schon länger Spekulationen über einen Wechsel, wobei immer wieder der FC Bayern als Top-Kandidat genannt wird.

Laut "BIld" soll Enke sogar eine spezielle Klausel in seinem Torwartausrüster-Vertrag besitzen: Demnach würde er bei einem Spitzenteam höhere Werbeprämien erhalten, dabei soll der FC Bayern sogar explizit genannt sein.

Der 31-Jährige besitzt in Hannover zwar noch einen Vertrag bis 2010, bestätigte aber Anfragen anderer Vereine.

"Aber damit kann ich mich derzeit nicht befassen. Ich will gesund werden, wieder eine vollwertiger Teil der Mannschaft sein", erklärte Enke, der nach seinem im Oktober erlittenen Kahnbeinbruch in der linken Hand wieder trainiert.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Zdebel fühlt sich "betrogen und benutzt"

Kapitän Thomas Zdebel vom abstiegsbedrohten VfL Bochum hat mit Entrüstung auf seine Ausmusterung durch Trainer Marcel Koller reagiert.

"Ich bin sicher nicht fehlerfrei, aber was jetzt aufkommt, das ist schlicht und ergreifend erlogen. Da fühle ich mich betrogen und benutzt", sagte der 35-Jährige im "kicker".

Die Westfalen hatten den Mittelfeldspieler ohne Angaben von Gründen zur Amateurmannschaft abgeschoben.

Für die Oberliga ist sich Zdebel aber zu schade und will daher offenbar nicht in der Reservemannschaft des VfL auflaufen. Die Degradierung in die zweite Mannschaft der Bochumer habe er als "Schlag ins Gesicht" empfunden.

Zu seiner Zukunft meinte der 14-malige polnische Nationalspieler: "So will ich jedenfalls nicht Schluss machen. Der Ehrgeiz ist nach wie vor da. Und das sportliche Können ebenfalls, auch wenn manche Leute das anders einschätzen."

Zdebel hatte in der Bundesliga-Hinrunde 12 Einsätze für den VfL absolviert und dabei ein Tor erzielt.

Meyer verteidigt Verpflichtung Galaseks

Trainer Hans Meyer hat die Notwendigkeit der vier Wintertransfers von Borussia Mönchengladbach verteidigt. "Ohne die Neuen hätten wir keine Chancem, die Klasse zu halten", sagte der 66-Jährige dem "kicker".

Vor allem die Kritik an der Verpflichtung von Tomas Galasek kann der Coach nicht nachvollziehen: "Er ist fit. Wir haben genügend schnelle Spieler. Wenn er mit 35 Jahren noch schnell wäre, würde er ganz woanders spielen."

Neben dem defensiven Mittelfeldspieler holte das Tabellenschlusslicht für rund fünf Millionen Euro Innenverteidiger Dante (Standard Lüttich), Außenverteidiger Paul Stalteri (Tottenham Hotspur) und Torhüter Logan Bailly (KRC Genk).

Große Hoffnungen setzt Meyer in der Rückrunde auch auf Nationalspieler Marko Marin: "Er kann fantastisch mit dem Ball umgehen, Situationen lösen, wie es international üblich ist. Es gibt keinen Deutschen, der das genauso gut kann wie er."

Im Falle eines Abstiegs sieht Meyer beim fünfmaligen Deutschen Meister offenbar keine Zukunft: "Mein Kontrakt gilt für die 2.Liga, aber darüber brauchen wir nicht sprechen. Das ergibt sich doch von selbst. Ein Hans Meyer liegt niemandem auf der Tasche."

Babbel hofft auf Kompromiss bei DFB-Trainerlehrgang

Markus Babbel hofft weiter auf die Chance, den VfB Stuttgart auch in der nächsten Saison als Teamchef trainieren zu können.

"Ich denke, der DFB wird versuchen, eine Möglichkeit zu finden, die allen nützt: Dem Verband selbst, der seine konsequente Linie durchziehen will und ein Interesse daran hat, dass Trainer eine fundierte Ausbildung bekommen; aber auch den jungen Trainern wie mir, denen nicht die Chance verbaut werden sollte, in diesem Beruf Fuß zu fassen", sagte Babbel der "Stuttgarter Zeitung".

Der 36-Jährigen nannte die Option, "dass die Ausbildung länger dauert, man dafür aber nicht so oft in Köln sein muss".

Kritik äußerte der Europameister von 1996 daran, dass ihm im Gegensatz zu seinen damaligen Mannschaftskollegen kein Schnellkurs zum Erwerb der Fußballlehrer-Lizenz ermöglicht werde:

"Klar ist, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird. Es ist für mich natürlich ein bisschen ärgerlich, dass zunächt so knallhart die Türe zugeschlagen wurde."

Bisher hatte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer Ausnahmeregelungen kategorisch ausgeschlossen.

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