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Milivoje Novakovic kam 2006 vom bulgarischen Verein Litex Lowetsch nach Köln © getty

Kölns Milivoje Novakovic spricht im SPORT1-Interview über das Duell gegen Lautern, die Krise beim FC und Lukas Podolski.

Von Reinhard Franke

München - Milivoje Novakovic hat in der Vergangenheit seinen Wert für den 1. FC Köln oft genug unter Beweis gestellt.

Der Mittelstürmer gehört zu den Lieblingen der Fans.

Kein Wunder, denn Novakovic trug in seiner ersten Saison in der Bundesliga Liga (2008/09) mit 16 Saisontoren maßgeblich zum Klassenerhalt des 1. FC Köln bei.

Insgesamt erzielte er in 152 Spielen 71 Tore für die "Geißböcke".

In der Hinrunde war Novakovic lange verletzt, doch wie wichtig er ist, zeigte Kölns Trainer Stale Solbakken vor einer Woche.

Da stellte er Novakovic sofort wieder von Beginn an auf. So wird es auch in Kaiserslautern sein.

Vor dem Duell auf dem Betzenberg (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) spricht Novakoivc im SPORT1-Interview über seine lange Leidenszeit, den schlechten Rückrundenstart des FC (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) und den verletzten Sturmpartner Lukas Podolski.

SPORT1: Herr Novakovic, wie glücklich sind Sie, dass Sie wieder auf dem Platz stehen können?

Milivoje Novakovic: Darüber bin ich natürlich sehr glücklich. Es ist immer schwer, wenn man verletzt ist und der Mannschaft auf dem Platz nicht helfen kann - besonders wenn es sich um eine so lange Zeit handelt. Ich habe allerdings in der gesamten Verletzungszeit den Kontakt zur Mannschaft gehalten. Das war mir sehr wichtig. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich die Verletzung so lange hinzieht.

SPORT1: Wie schwer war denn die lange Zeit des Zuschauens?

Novakovic: Da muss man mental stark sein. Aber meine Familie und der FC haben mich immer unterstützt. Ich habe mich gefreut, dass mir unser Trainer am ersten Rückrundenspieltag das Vertrauen geschenkt hat und ich gegen Wolfsburg von Beginn an spielen durfte. Leider war meine vergebene Chance sicherlich der Knackpunkt der Niederlage. Das Tor hätte ich machen müssen.

SPORT1: Das Klima ist frostig geworden, nicht nur vom Wetter her. Null Punkte in 2012. Was läuft beim FC falsch?

Novakovic: Wir haben in beiden Partien nicht schlecht gespielt. In Wolfsburg habe ich die große Chance zur Führung vergeben und gegen Schalke haben wir fast 60 Minuten mit 1:0 geführt. In den letzten 30 Minuten gegen Schalke lief alles gegen uns. Das darf uns nicht passieren, da müssen wir uns mehr wehren und konzentriert zu Ende spielen. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir nach den beiden Rückrundenspielen mit leeren Händen dastehen.

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SPORT1: Was muss besser werden?

Novakovic: Man darf nicht vergessen, dass wir auch mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet sind und danach trotzdem noch eine gute Hinrunde gespielt haben. Wir müssen uns jetzt alle auf das Sportliche und auf unsere kommenden Aufgaben konzentrieren. Wir als Mannschaft sind verantwortlich, dass wir die Punkte in den Spielen holen müssen.

SPORT1: Jetzt fällt auch noch Lukas Podolski länger aus. Ein Schock für die Truppe?

Novakovic: Lukas war sehr gut drauf und es wird schwer, ihn zu ersetzen. Aber wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken und das, was wir im Training zeigen, auch im Spiel umsetzen.

SPORT1: In der Hinrunde hatte man das Gefühl, dass der FC eine sorgenfreie Saison spielt. Jetzt scheint alles wieder umzufallen. Was sind die Gründe?

Novakovic: Wenn man Spiele verliert, steht man immer in der Kritik. Der Druck steigt dann natürlich. Aber das ist keine ungewohnte Situation für uns. Nach den beiden Niederlagen zu Saisonbeginn wurde auch alles in Frage gestellt. Wir lassen uns davon nicht beunruhigen und müssen weiter den Fokus darauf richten, die nötigen Siege einzufahren.

SPORT1: Ausgerechnet in dieser brenzligen Phase muss der FC nach Lautern. Auch die stehen mit dem Rücken zur Wand. Ein Spiel, das Ihnen jetzt liegt oder eher nicht?

Novakovic: Wir haben schon lange nicht mehr auf dem Betzenberg gewonnen, aber es ist ein neues Jahr und ein neues Spiel. Jedem muss bewusst sein, dass es eine ganz wichtige Partie wird ? ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir werden alles dafür geben die Zähler in Kaiserslautern zu holen.

SPORT1: Wie denken Sie über Ihren neuen Sturmpartner Chong Tese? Viele trauen ihm die Vertretung von Podolski nicht zu.

Novakovic: Wir haben Chong herzlich aufgenommen. Wir freuen uns, dass er unsere Mannschaft verstärkt. Jeder hat seine Chance verdient und ich bin mir sicher, dass er uns weiterhelfen wird.

SPORT1: Glauben Sie, dass "Poldi" beim FC bleibt?

Novakovic: Das ist seine persönliche Entscheidung. Er ist ein sehr wichtiger Spieler und ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn er beim FC bleibt.

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