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Claudio Pizarro (l.) erzielte in Freiburg seine Saisontore 14 und 15 © getty

Werder kann bei stark kämpfenden Freiburgern zwei Führungen nicht nutzen. Pizarro trifft zweimal, handelt sich aber eine Sperre ein.

Freiburg - Schlusslicht SC Freiburg hat im Abstiegskampf der Bundesliga zumindest noch einen wichtigen Punkt erkämpft.

Die Breisgauer kamen gegen den Europa-League-Aspiranten Werder Bremen zu einem hochverdienten 2:2 (1:1) und bleiben damit in der Rückrunde vor heimischer Kulisse ungeschlagen.

Dabei bewiesen die Südbadener vor allem eine starke Moral 514795(DIASHOW: Der 20. Spieltag) .

Bremens Top-Stürmer Claudio Pizarro hatte die Hanseaten mit seinen Saisontreffern Nummer 14 und 15 (29. und 47.) zweimal in Führung gebracht, SC-Kapitän Cedrick Makiadi (32.) und Jonathan Schmid (70.) glichen jeweils aus.

Unzufriedene Trainer

"Moral hin, Moral her: Wir haben zwei Punkte verloren, was total wehtut. Aber damit müssen wir leben", sagte SC-Coach Christian Streich. Auch sein Gegenüber Thomas Schaaf war nicht zufrieden:

"Wir haben mit hohem Aufwand gespielt, aber es fehlte uns die nötige Ruhe. Wir haben es versäumt, gegen laufstarke Freiburger ballsicherer zu agieren." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gäste mit gutem Beginn

Vor 22.000 Zuschauern waren die Gäste aus Bremen zu Beginn die spielbestimmende Mannschaft, ohne jedoch zunächst hochkarätige Torchancen herauszuspielen. Freiburg war um einen geordneten Spielaufbau bemüht, machte sich durch Abstimmungsprobleme und leichtfertige Fehlpässe aber das Leben oft selbst schwer.

Für die erste wirklich gefährliche Aktion sorgten dennoch die Breisgauer. Eine scharfe Hereingabe klärte Werder-Verteidiger Francois Affolter nur mit Mühe (17.). Die Hausherren kamen - auch begünstigt durch schwächer werdende Bremer - immer besser ins Spiel und hatte durch Makiadi die nächste Möglichkeit zum Führungstreffer (22.).

Wiese hat Glück

Glück hatte Werder-Schlussmann Tim Wiese, als sich ein Schuss von Michael Lumb an den Außenpfosten senkte (25.).

Mitten in der Freiburger Drangphase schlug Bremens Top-Stürmer Claudio Pizarro zu. Nach einer Flanke von Bundesliga-Debütant Zlatko Junuzovic versenkte der Peruaner den Ball im unteren rechten Eck. Torwart Oliver Baumann sah beim Gegentreffer nicht glücklich aus.

Ausgleich per Kopf

Praktisch im Gegenzug nickte Makiadi zum Freiburger Ausgleich ein, den Bremens Keeper womöglich hätte verhindern können, wenn er nicht auf der Linie stehen geblieben wäre.

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Nach einer traumhaften Kombination über die Stationen Tom Trybull und Mehmet Ekici brachte Pizarro sein Team zum zweiten Mal in Führung.

In der Aktion war die gleiche Leichtigkeit zu erkennen, die die Gäste bereits zu Beginn des ersten Durchgangs andeuteten, aber nicht genügend genutzt hatten.

Rosenberg nicht konstant genug

Fehlende Konsequenz musste sich auch Stürmer Markus Rosenberg vorwerfen lassen, der aus aussichtsreicher Position nur den Pfosten traf und so die Vorentscheidung verpasste (55.).

Die Bremer versäumten es in der Folge, die Dominanz aus den ersten Minuten der zweiten Halbzeit beizubehalten und ließen Freiburg so immer wieder zu guten Möglichkeiten kommen.

SC-Trainer Streich hatte sein Team im Vergleich zur 1:3-Auswärtspleite beim FSV Mainz 05 am vergangenen Wochenende auf mehreren Positionen umgebaut. Daniel Caligiuri und Matthias Ginter wurden durch Anton Putsila und Johannes Flum ersetzt.

Höhn in der Innenverteidigung

Auch der kroatische Neuzugang Ivan Santini nahm zunächst auf der Bank Platz. Dagegen schenkte Streich in der Innenverteidigung dem 20-jährigen Immanuel Höhn das Vertrauen, der den rotgesperrten Fallou Diagne ersetzte und so zu seinem Bundesliga-Debüt kam.

Dieses feierte bei Werder Bremen auch Neuzugang Zlatko Junuzovic. Der 24-jährige Österreicher ersetzte den gelbgesperrten Philipp Bargfrede im rechten Mittelfeld.

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