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Jörg Schmadtke (l.) ist seit 2009 Sportdirektor in Hannover © getty

Hannovers Sportdirektor spricht im Kia Doppelpass über die Entwicklung der 96er, den Sieg über und die Zusammenarbeit mit Slomka.

München - Nach dem 1:0-Arbeitssieg von Hannover 96 (Bericht) bei Hertha BSC Berlin war Jörg Schmadtke, Sportdirektor der Niedersachsen, zu Gast im Kia Doppelpass .

Und er zeigte sich mit der bisherigen Saisonleistung der 96er sehr zufrieden.

"Wir haben erst vier Niederlagen in der Runde, spielen eine gute stabile Saison", fasste der Sportdirektor die Situation der Niedersachsen zusammen.

"Wir dachten schon auch, dass die letzte Saison eine Ausnahmesaison war, so eine Art Einjahreseffekt, aber wir haben uns auf einem hohen Niveau stabilisiert."

Für Stürmer Mohammed Abdellaoue, der gegen Berlin das Siegtor schoss, gab es noch ein Extralob: "Selbst wir auf der Bank waren überrascht, dass Mo aus der Position abgezogen hat. Das war schon eine richtige Fackel von ihm."

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Jörg Schmadtke im Kia Doppelpass über...

das Verhältnis zu 96-Präsident Martin Kind:

"Der Präsident hat natürlich das Recht, seine Meinung zu äußern ? und er hat eine Antwort bekommen. Also alles ist gut. Wir haben uns sehr lieb! Wir arbeiten sehr konstruktiv zusammen und die Erfolge sprechen auch für sich. Das war eine lockere Plauderrunde. Und er hat gesagt, dass er natürlich gerne mit Hannover 96 Champions League spielen würde.

Er weiß natürlich auch, dass die Grundvoraussetzungen momentan dafür nicht so gegeben sind ? aber natürlich hat man Zielsetzungen. Durch die Europa League hat man diese Saison so ein bisschen Lunte gerochen und Geschmack daran gefunden."

die Zusammenarbeit mit Trainer Mirko Slomka:

"Wir arbeiten professionell gut zusammen, oder? Ich meine, Platz vier und Platz sieben sind nicht so schlecht für Hannover (lacht)".

die momentane Situation von Hannover 96:

"Ich denke, das ist ein guter Start. Wir können damit mehr als zufrieden sein. Wir spielen eine gute, stabile Saison. Das hat uns so keiner zugetraut. Letztes Jahr hieß es, dass es eine Ausnahme war. Wir haben uns stabilisiert auf hohem Niveau. Ich finde, dass wir und die Mannschaft da Großartiges leisten."

die Ausrichtung von Hannover:

"Wir wollen als Marke wahrgenommen werden. Es geht am Ende nur über sportlichen Erfolg. Wenn Sie vor zwei Jahren über Hannover gesprochen hätten, dann hätte Ihnen keiner so richtig sagen können, was Hannover ist.

Wenn Sie heute über Hannover sprechen, kennt man die Spieler, den Trainer, den Präsidenten ? und das geht natürlich über den sportlichen Erfolg. Den haben wir letztes Jahr gehabt und dieses Jahr wieder und dadurch ist die Wahrnehmung eine größere. Jetzt geht es darum, diese zu festigen und sich weiter zu entwickeln.

Unsere Zielsetzung ist ja nicht Platz acht oder neun. Wir haben vor der Saison gesagt, wir wollen in die obere Hälfte ? das heißt unter die ersten Zehn."

den Wechsel von Mame Biram Diouf:

"Die Scouts haben ihn damals schon in Norwegen beobachtet. Wir wollten ihn damals schon verpflichten. Das ist leider gescheitert, weil auf einmal Manchester United auf den Plan gekommen ist und andere Summen geboten hat. Aber wir haben den Spieler nie aus den Augen verloren.

Wir haben ein sehr gutes Netzwerk und wissen, wie er sich in England bewegt hat. Und jetzt gab es die Möglichkeit. Wir haben uns vor dem Transfer besprochen - Mirko Slomka, Martin Kind und ich. Und dann haben wir eine Entscheidung."

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