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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Kölns Jajalo (l.) und Sereno (oben) bejubeln Torschütze Roshi © getty

Der FC siegt ohne Podolski im Kellerduell bei Kaiserslautern. Solbakken hat ein goldenes Händchen. Beim FCK fliegt ein Debütant.

Kaiserslautern - Auch ohne seinen Starstürmer Lukas Podolski hat der 1. FC Köln zum ersten Mal seit über 22 Jahren gegen seinen Angstgegner 1. FC Kaiserslautern gewonnen.

Die Rheinländer setzten sich dank des ersten Bundesliga-Treffers des kurz zuvor eingwechselten Albaners Odise Roshi (72.) zum Abschluss des 20. Spieltages mit 1:0 (0:0) bei den abstiegsbedrohten Pfälzern durch und feierten damit den ersten Sieg gegen den FCK nach zuvor 25 erfolglosen Anläufen.

Der FC, der vom Platzverweis des Lauterer Neuzugangs Ariel Borysiuk (40.) profitierte, verbesserte sich durch den Erfolg auf den neunten Tabellenplatz.

Damit haben die Kölner nach drei Pleiten in Folge ihre Talfahrt Richtung Tabellenkeller gestoppt 514795(DIASHOW: Der 20. Spieltag).

"Die Mannschaft hat Selbstvertrauen gebraucht. Mit diesem Sieg im Rücken können wir die nächsten Spiele ruhiger angehen. Ich hoffe, dass wir in Zukunft öfter zu null spielen", meinte Kölns Abwehrspieler Pedro Geromel.

Letzter Sieg vor 22 Jahren

Der FC fand zudem die richtige Antwort auf die zuletzt aufgekommenen Diskussion über das angeblich gespannte Verhältnis zwischen Trainer Stale Solbakken und Sportdirektor Volker Finke.

Dagegen bleiben die Roten Teufel nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Sieg auf dem Relegationsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der bisher letzte Erfolg der Kölner gegen den FCK datierte vom 16. Dezember 1989. Damals war Christoph Daum Trainer der Rheinländer, deren Topscorer Podolski wegen eines Bänderrisses vier Wochen fehlen wird.

Tese nur auf der Bank

Für Marco Kurz war es die erste Niederlage als Trainer gegen den FC.

"Es hätte heute mit einem 'Dreier' ein großer Moment werden können, aber die Gelb-Rote Karte hat uns natürlich aus dem Konzept gebracht. Eine Unachtsamkeit beim dem Gegentor - dann wurde es natürlich ganz schwierig", erklärte der FCK-Coach.

Die 38.043 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen in der Anfangsphase eine durchwachsene Partie.

Der FCK, bei dem die Neuzugänge Borysiuk und Anthar Yahia von Beginn an aufliefen, machte viele Fehler bei seinen Offensivaktionen.

Die Kölner, bei denen der nordkoreanische Neuzugang Chong Tese zunächst nur auf der Ersatzbank saß, hatten keine großen Probleme in der Defensive.

Peszko mit der ersten Chance

Erst nach zehn Minuten verbuchten die Gastgeber, die ohne Pierre De Wit, Dorge Kouemaha und Jan Simunek auskommen mussten, ihre erste Möglichkeit durch Olcay Sahan.

Auf der Gegenseite vergab der Pole Slawomir Peszko kurz darauf eine gute Chance (13.).

Danach wurde die Partie zum großen Langweiler, zehn Minuten passierte gar nichts. Das änderte sich in der 23. Minute.

McKenna trifft den Pfosten

Der Kölner Innenverteidger Kevin McKenna traf nach einem Freistoß von Mato Jajalo in seinem 100. Bundesligaspiel per Kopf den Pfosten.

Im Anschluss übernahmen die Kölner, bei denen neben Podolski auch der gesperrte Miso Brecko, Adil Chihi, Ammar Jemal und Petit fehlten, das Kommando auf dem Platz.

Im Anschluss sahen die Zuschauer eine schwache Begegnung, bei der Kampf im Vordergrund stand.

Borysiuk fliegt beim Debüt

Fußballerisch hatten beide Mannschaften nur wenig zu bieten. Missverständnisse und Fehlpässe prägten das Geschehen.

Für einen Aufreger und Diskussionen sorgte die Gelb-Rote Karte gegen Borysiuk wegen wiederholten Foulspiels.

Die Entscheidung von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) war zwar hart, aber vertretbar.

Joker Roshi trifft

Zu Beginn des zweiten Durchgangs reagierte FCK-Trainer Kurz auf die numerische Unterlegenheit und wechselte Stürmer Shechter aus.

Die Kölner dominierten in Überzahl die Partie, mehr als ein Anseitstor durch den Slowenen Milivoje Novakovic (54.) brachten die Gäste zunächst aber nicht zustande.

In der 70. Minute scheiterte der eingewechselte Roshi an Lauterns Torwart Kevin Trapp, kurz darauf machte es der Albaner besser.

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