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Claudio Pizarro (l.) iat mit 157 Toren erfolgreichster Ausländer der Bundesliga © getty

Nach dem Unentschieden im Breisgau ärgern sich beide Trainer über vergebene Möglichkeiten. Selbst Doppeltorschütze Pizarro motzt.

Von Tobias Wiltschek

München/Freiburg - Das Spiel bot alles, was ein attraktives Fußballspiel ausmacht:

Tore, Tempo, Leidenschaft und Spannung bis zur letzten Sekunde. Und dennoch hörten sich alle Beteiligten der Partie Freiburg gegen Bremen danach wie Verlierer an 514795(DIASHOW: Der 20. Spieltag) .

"Wir waren in zwei Szenen nicht konzentriert genug und haben zwei Gegentore kassiert", wetterte Claudio Pizarro nach dem abwechslungsreichen 2:2 im Breisgau (Bericht):

"Deshalb rege ich mich so auf, denn wir brauchen die Punkte, damit die Mannschaften vor uns nicht so weit wegziehen."

Fünfte Gelbe Karte

Der peruanische Stürmer, der wegen seiner fünften Gelben Karte für das nächste Spiel gegen Hoffenheim gesperrt ist, hatte Werder mit seinen Saisontreffern 14 und 15 zwei Mal in Führung gebracht.

Doch nach dem dritten Unentschieden im dritten Rückrunden-Spiel sind die Champions-League-Plätze weiterhin acht Punkte entfernt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Selbst das Kompliment seines neuen Mitspielers Zlatko Junuzovic dürfte die miese Stimmung bei Pizarro kaum gehoben haben.

"Unglaublich vor dem Tor"

"Er ist einfach unglaublich vor dem Tor, eiskalt", zollte ihm der Neuzugang von Austria Wien bei LIGAtotal! Respekt.

Auch sein Trainer lobte den besten ausländischen Torschützen der Bundesliga-Geschichte, zeigte sich aber vom Ergebnis enttäuscht. "Eine zweimalige Führung dürfen wir nicht abgeben", kritisierte Thomas Schaaf:

"Wir haben mit hohem Aufwand gespielt, aber es fehlte uns die nötige Ruhe. Wir haben es versäumt, gegen laufstarke Freiburger ballsicherer zu agieren." Zumindest wähnte Schaaf sein Team "auf einem guten Weg."

Streich ärgert sich über "Punktverluste"

Sein Gegenüber konnte dem Remis überhaupt nichts Positives abgewinnen. "Die Punktverluste sind sehr ärgerlich", meinte Freiburgs Coach Christian Streich.

Dabei hatte der Sportclub gegen den Europacup-Anwärter von der Weser noch bis zur 70. Minute zurückgelegen und erstmals nach vier Heimspiel-Pleiten in Serie gegen die Bremer zumindest noch einen Zähler gerettet.

Nach Streichs Meinung hätte sein Team gar nicht erst in Rückstand geraten dürfen: "Das 0:1 haben wir bekommen, als wir drauf und dran waren, in Führung zu gehen."

Große Leidenschaft

Daher konnte er sich auch über die große Leidenschaft seiner Mannschaft nicht recht freuen. "Moral hin, Moral her: Wir haben zwei Punkte verloren, was total wehtut", ärgerte sich Streich nach dem achten Freiburger Heimspiel ohne Sieg.

Mit 16 Zählern bleibt das rettende Ufer für das Schlusslicht aus Südbaden dennoch in Reichweite.

SC-Kapitän Cedrick Makiadi (32.) und Jonathan Schmid (70.) glichen nach den Pizarro-Toren jeweils aus und erhielten den Gastgebern die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

"Wir haben gut gespielt und eine gute Moral gezeigt. Darauf können wir aufbauen", meinte Torhüter Oliver Baumann - und war damit schon zuversichtlicher als sein Trainer.

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