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Mario Mandzukic wechselte 2010 von Dinamo Zagreb zum VfL Wolfsburg © getty

Mario Mandzukic brennt in Wolfsburg auf seine Startelf-Rückkehr. Der Stürmer will gegen Freiburg wieder Tore sprechen lassen.

Wolfsburg/München - Mario Mandzukic hat den Warnschuss verstanden.

Nach seiner Verbannung aus der Startelf hat der Top-Torjäger des VfL Wolfsburg im Training eine Schippe draufgelegt und sich deutlich gesteigert - sehr zur Freude von Felix Magath.

Der Trainer hatte zuletzt die Muskeln spielen lassen und seinen besten Spieler nach den öffentlichen Wechselspekulationen im Duell mit Borussia Mönchengladbach 45 Minuten auf der Bank schmoren lassen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mandzukic vor Rückkehr in die Startelf

Im Heimspiel gegen Schlusslicht SC Freiburg am Freitag (20 Uhr im LIVE-TICKER) steht der Kroate vor der Rückkehr in die Startformation.

"Meine Aufgabe ist es, dem Trainer unter der Woche zu zeigen, dass er nicht auf mich verzichten kann", sagte Mandzukic, der nach eigener Aussage kein persönliches Problem mit seinem Coach hat, dem Fachmagazin "kicker".

Dass Magath beim 0:0 gegen Gladbach trotzdem auf den besten Wolfsburger der Hinrunde verzichtete, war Überraschung und Risiko zugleich.

Magath fordert seinen Stürmer

Der 58-Jährige hatte davon gesprochen, dass die Trainingsleistung seines erfolgreichsten Torjägers (acht Treffer) nicht gestimmt hätte, der nötige Biss nicht vorhanden gewesen sei.

"Man hat in dieser Woche im Training wieder gesehen, dass Mario von seinen Fähigkeiten her ein überdurchschnittlicher Spieler ist", sagte Magath am Donnerstag: "Aber er muss auf dem Platz mehr Verantwortung übernehmen."

Keine Wechselabsichten

Die angeblich mangelnde Trainingsleistung dürfte ohnehin nur die halbe Wahrheit gewesen sein.

Dass Mandzukic' Berater Ivan Cvjetkovic öffentlich behauptete, sein Mandant fühle sich "nicht so glücklich in Wolfsburg" und damit die Spekulationen über einen Wechsel nach England anheizte, war Magath ein Dorn im Auge.

"In der Hinrunde war keiner zufrieden in Wolfsburg, und auch jetzt bin ich immer noch nicht glücklich. Ich will Erfolg haben mit dem VfL und werde erst glücklich sein, wenn wir am Ende der Saison doch noch ins internationale Geschäft eingezogen sind", sagte Mandzukic, der jedoch betonte:

"Ich habe nie behauptet, dass ich den Verein verlassen will. Wenn es so gewesen wäre, dann wäre ich zum Trainer gegangen und hätte ihm das gesagt. Aber das habe ich nicht gemacht."

Vertrag bis 2014

Noch bis 2014 steht der Angreifer bei den Niedersachsen unter Vertrag, Gespräche über eine frühzeitige Verlängerung sind ins Stocken geraten. Noch sei nichts passiert. Zuerst wollte die eine Partei schnell verlängern, dann die andere. Im Moment ruht diese Personalie.

"Ich sehe das ganz entspannt, ich habe schließlich noch einen Vertrag", sagte der 25-Jährige.

Wahrscheinlich wird der Angreifer am Samstag den Fans seine Situation noch einmal erklären. Den Wolfsburgern winkt auch bei einem Sieg im Abendspiel kein freies Wochenende, stattdessen steht das "18. Auswärtsspiel" an.

Freiburg ist vorbereitet

Unter diesem Motto besucht das Profiteam 19 Fanklubs im Umkreis von 80 Kilometern um die Autostadt. Mit dem zweiten Sieg des Jahres im Rücken würde das Mandzukic und Co. deutlich leichter fallen.

Allerdings bezwangen die Breisgauer den Meister von 2009 in der Hinrunde im eigenen Stadion fast problemlos mit 3:0 und holten in der Rückrunde mit vier Zählern bislang ebenso viele Punkte wie die Niedersachsen.

"Wir wissen, was in Wolfsburg an individueller Qualität auf uns zukommt", sagte Trainer Christian Streich: "Ich gehe davon aus, dass sie gegen uns schon draufgehen werden."

SPORT1 zeigt die Aufstellungen des 21. Spieltags:

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