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David Alaba (r.) steht gegen Lautern vor seinem 18. Einsatz in dieser Saison © dpa Picture Alliance

Bayern-Trainer Jupp Heynceks macht gegen Lautern den Österreicher zum Schweinsteiger-Ersatz. Im Fall Robben legt er sich nicht fest.

Vom FC Bayern berichtet Tobias Wiltschek

München - Eigentlich müsste Jupp Heynckes seine Startelf im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) nur auf einer Position umstellen.

Nachdem sich Bastian Schweinsteiger beim überaus souveränen 2:0-Sieg im DFB-Pokal-Viertelfinale beim VfB Stuttgart (Bericht) einen Bänderriss zugezogen hatte, braucht der Bayern-Trainer Ersatz für den Mittelfeld-Motor.

Doch Heynckes musste nicht lange überlegen. Für ihn stand schnell fest. David Alaba wird gegen die Pfälzer von Beginn an im defensiven Mittelfeld neben Luiz Gustavo auflaufen.

Darauf zumindest legte sich der Bayern-Coach schon einen Tag vor der Partie fest. Schließlich habe der Österreicher in den vergangenen Wochen "überragende Trainingsleistungen gebracht".

Heynckes lobt Alaba

In Stuttgart, wo er den verletzten Schweinsteiger ab der 17. Minute vertrat, habe Alaba nach Meinung seines Trainers ein sehr gutes Spiel gemacht. "Er ist ein Spieler, der die Dynamik reinbringt, die wir brauchen", lobte Heynckes.

Dass der 66-Jährige trotz des Vertrauens in Alabas Fähigkeiten ein Rätsel um seine Anfangsformation macht, liegt an Arjen Robben. Der holländische Superstar saß am Mittwoch die gesamten 90 Minuten hindurch auf der Bank und sah von dort, wie sein Team die überforderten Schwaben phasenweise vorführte (BERICHT: Kein Platz mehr für Robben?).

"Sind zu guten Spiel zurückgekehrt"

"Wir sind in Stuttgart wieder zu dem guten Spiel zurückgekehrt, das wir lange Zeit gezeigt haben", beurteilte Heynckes die Leistung seiner Mannschaft, aus der er Robben zuvor herausgenommen hatte.

Statt des Vizeweltmeisters von 2010 wirbelte Thomas Müller auf der rechten Seite die VfB-Abwehr durcheinander, und Toni Kroos spielte auf seiner Lieblingsposition im zentralen offensiven Mittelfeld überragend.

[kaltura id="0_k5l7dzfx" class="full_size" title="Heynckes erklärt seine Rotation"]

Experiment gescheitert

"Ich habe immer gesagt, dass für mich Toni seine ganz großen Stärken im vorderen Mittelfeldbereich hat. Aber ein Trainer muss auch mal versuchen, eine andere Lösung zu finden", erklärte der Bayern-Coach, musste aber zugeben: "Das hat nicht funktioniert."

Im DFB-Pokal hat es mit Kroos im Zentrum und seinem Nationalteam-Kollegen auf rechts wieder sehr gut funktioniert; nicht nur weil Müller beide Tore vorbereitet hat.

Heynckes macht Robben Hoffnung

Dennoch macht Heynckes dem sensiblen Robben Hoffnungen auf einen Einsatz gegen Kaiserslautern. Er habe sehr gut trainiert, sagte er über den Flügelflitzer, dem er eine aufsteigende Formkurve attestierte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

In Stuttgart habe es zwar Robben getroffen, "aber das kann morgen oder in den nächsten Wochen schon wieder ein anderer Spieler sein", fuhr der Weltmeister von 1974 fort. Selbst Kroos könne nicht immer spielen.

Vor Kaiserslautern gewarnt

Gegen die "Roten Teufel" geht die Tendenz aber wieder in Richtung des offensiven "Dreigestirns" Müller, Kroos und Franck Ribery.

Vor den Lauterern ist Heynckes gewarnt, obwohl der Tabellen-16. seit zehn Bundesliga-Spielen sieglos ist. In Dortmund holte die Mannschaft von Marco Kurz ein 1:1 und bei Schalke 04 gewann der Außenseiter sogar mit 2:1.

Shaqiri statt Shakira

"Natürlich unterschätzen wir Kaiserslautern auf keinen Fall", sagte Heynckes. "Aber wenn wir die Automatismen, die uns stark gemacht haben, weiter fördern, werden wir auch als Sieger vom Platz gehen."

Außen vor bleibt gegen den FCK noch der Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri, den die Bayern im Verlauf der Woche ab der kommenden Saison für vier Jahre verpflichteten.

Heynckes sieht Shaqiri in München vor einer "großen Karriere", und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: "Ich hatte für Shakira plädiert, aber dann haben sie Shaqiri verpflichtet."

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