vergrößernverkleinern
Erzielt gegen Freiburg gleich ein Doppelpack: Wolfsburgs Winter-Neuzugang Jiracek (l.) © getty

Ein Doppelpack des Tschechen bringt dem Magath-Team den Sieg gegen Freiburgs Rasselbande. Schäfers Tor ist umstritten.

Wolfsburg - Zwei Tore von Wintertransfer Petr Jiracek haben beim VfL Wolfsburg wieder Träume von der Europacup-Teilnahme geweckt.

Die Treffer des Tschechen in der 5. und 61. Minute besiegelten den hart erkämpften, aber verdienten 3:2 (2:2)-Erfolg der Niedersachsen gegen Tabellenschlusslicht SC Freiburg 517643(DIASHOW: Der 21. Spieltag) .

Durch den Sieg rückte der deutsche Meister von 2009 vorübergehend bis auf drei Punkte an Rang sieben heran, der zur Europa-League-Qualifikation reichen könnte.

In der turbulenten Anfangsphase hatte Freiburg vor 23.057 Zuschauern Jiraceks erstes Tor (5.) durch Johannes Flum gekontert (12.), war aber nahezu postwendend durch Marcel Schäfer wieder in Rückstand geraten (14.).

"Das ist wahnsinnig bitter"

Nach dem erneuten Ausgleich durch Daniel Caligiuri (38.) wurde Jiracek mit seinem zweiten Treffer endgültig zum Matchwinner (61.) für den VfL, der zum sechsten Mal in Folge vor eigenem Publikum ungeschlagen blieb.

Bei Freiburgs Torhüter Oliver Baumann saß der Frust nach Schlusspfiff tief. "Das ist wahnsinnig bitter", sagte er: "Wir haben den Kampf hier angenommen und sehr gut mitgehalten, sind zweimal zurückgekommen und kriegen dann so ein dummes Tor. Das ärgert einen wahnsinnig."

Alte Hasen von der Rolle

Großen Ärger verursachte bei Baumann auch das irreguläre Gegentor zum 1:2, als Vorlagengeber Giovanni Sio klar im Abseits gestanden hatte: "Bei Bayern wird es gepfiffen, bei uns nicht. Mit Freiburg kann man so was einfach machen, das ist nicht korrekt."

"Ob das 1:2 Abseits war, dazu sage ich lieber nichts", so SC-Trainer Christian Streich sichtlich genervt: "Es soll jeder hinschauen, was wir erleben in den letzten Wochen und Monaten."

Aber auch VfL-Coach Felix Magath war nicht zufrieden mit seinem Team: "Es ist schlimmer geworden als gedacht. Dass wir relativ viele Tore schießen, ist gut. Ich dachte, die würden Sicherheit geben. Aber was heute bei dem einen oder anderen los war, kann ich nicht erklären. Es ist nicht verständlich, dass alte Hasen heute von der Rolle waren."

700. Freiburger Gegentor

In den ersten Minuten schienen die Defensivabteilungen beider Mannschaften förmlich festgefroren zu sein (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bei den drei ersten Toren machten die Abwehrspieler alles andere als eine gute Figur.

Besonders beim Wolfsburger Führungstreffer per Flachschuss wurde Mittelfeldspieler Jiracek zum Torschuss geradezu eingeladen.

Für die Freiburger war es das 700. Gegentor ihrer Bundesliga-Geschichte.

Schäfer mit der zweiten Führung

Aber auch beim Ausgleichstreffer der Gäste halfen die Vorderleute von VfL-Torhüter Diego Benaglio durch Passivität kräftig mit, es war das erste Gegentor für die Norddeutschen vor eigenem Publikum nach 291 Minuten.

Doch nur 120 Sekunden später ging das Magath-Team erneut in Führung, Ex-Nationalspieler Schäfer drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Die Abseitsposition von Sio hatte Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) übersehen.

Caligiuri mit sehenswertem Tor

In der Folgezeit stabilisierten sich die Leistungen hüben wie drüben, wobei die Gastgeber den homogeneren Eindruck machten.

Doch beim erneuten Ausgleich durch Caligiuri sah die Wolfsburger Defensive abermals nicht gut aus.

Der Mittelfeldspieler kam im Strafraum frei zum Schuss und ließ Benaglio mit einem herrlichen Schlenzer keine Abwehrmöglichkeit.

Baumann stark aber im Pech

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die "Wölfe" den Druck und drängten die Breisgauer in deren Spielhälfte zurück.

In der 52. Minute verpasste Torjäger Mario Mandzukic nur knapp, 60 Sekunden später entschärfte SC-Schlussmann Oliver Baumann einen Flachschuss von Sio.

Als Freiburg gerade begann, sich aus der Umklammerung der Magath-Schützlinge zu lösen, war Jiracek mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel