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Angreifer Marko Arnautovic spielt seit 2010 bei Werder Bremen © getty

Der Pizarro-Ersatz schockt mit seinem Last-Minute-Tor Hoffenheim und Babbel. Ein früher Treffer von Vestergaard reicht 1899 nicht.

Bremen - Markus Babbel hat mit 1899 Hoffenheim einen erfolgreichen Einstand gefeiert und die Misserfolgsserie seines Vorgängers Holger Stanislawski beendet.

Die Kraichgauer holten bei Werder Bremen ein 1:1 (1:0). Die Platzherren hingegen warten in der Rückrunde weiterhin auf den ersten Sieg, Hoffenheim seinerseits konnte erstmals überhaupt an der Weser punkten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Marko Arnautovic (90.) sicherte dem SV Werder wenigstens noch einen Zähler.

"Großes Kompliment an meine Truppe! Sie hat sich nach nur einer Trainingseinheit gut auf das neue Trainerteam eingestellt", lobte Babbel sein neues Team: "Leider hat sie sich für ihren Aufwand nicht belohnt, aber 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis. Wir sind über lange Zeit sicher auf dem Platz gewesen und haben uns gut präsentiert."

Vestergaard mit dem Blitztor

Vor 39.176 enttäuschten und frierenden Zuschauern im Weserstadion erzielten die Gäste bereits in der vierten Minute den Führungstreffer.

Nach einem Eckstoß fühlte sich niemand in der Werder-Defensive für den Dänen Jannik Vestergaard zuständig, der Innenverteidiger traf mit einem präzisen Kopfball unhaltbar ins Tor.

Sichtlich geschockt von diesem frühen Rückstand fanden die Hanseaten überhaupt nicht in die Partie.

"Viele Fehler gemacht"

"Wir haben viel Aufwand betrieben aber auch wieder viele Fehler gemacht", ärgerte sich Werder-Coach Thomas Schaaf: "Insofern hat sich der Trend der Rückrunde fortgesetzt. Am Ende war das 1:1 mehr als verdient. In Zukunft brauchen wir mehr Klarheit in unseren Aktionen."

Pizarro fehlt

Ohne den gelbgesperrten Torjäger Claudio Pizarro fehlte jegliche Durchschlagskraft in der Offensive. Für Gefahr sorgte nur ein Freistoß von Mehmet Ekici (8. ), den 1899-Torwart Tom Starke zur Ecke abwehren konnte.

Sekunden vor dem Halbzeit setzte erneut Vestergaard einen gefährlichen Kopfball an, der knapp über die Latte strich.

Hoffenheim hingegen, beflügelt von der schnellen Führung, präsentierte sich spritzig und kombinationssicher 517643(DIASHOW: Der 21. Spieltag).

Firmino vergibt Chance

Schon in der dritten Minute hatte Kapitän Andreas Beck Werder-Schlussmann Tim Wiese mit einem Distanzschuss geprüft, Mittelfeldspieler Roberto Firmino vergab in der 17. Minute den nahezu sicheren zweiten Treffer, als er freistehend mehr in den Rasen als den Ball traf.

Erst nach knapp einer halben Stunde wurde die Begegnung ausgeglichener, aber auch weiterhin machten die Kraichgauer den besseren Eindruck.

Angesichts einer langen Verletzungsliste hielten sich die Bremer Fans ungeachtet der schwachen Leistungen der Norddeutschen mit Unmutsäußerungen noch zurück.

Bremen wird stärker

Nach dem Seitenwechsel versuchte Trainer Thomas Schaaf die Kreativität seines Teams zu beleben.

Ekici, der in seinem 50. Bundesligaspiel total von der Rolle und platzverweisgefährdet war, wurde durch Marko Marin ersetzt. Doch der Ex-Nationalspieler konnte nur für ein kurzfristiges Strohfeuer sorgen, danach lief das Spiel in den alten Bahnen weiter.

Firmino scheitert erneut

Gefährlicher war weiterhin die Babbel-Truppe, Roberto Firmino scheiterte in der 68. Minute mit einem Kopfball am Bremer Keeper Tim Wiese.

Lediglich Sokratis und mit Abstrichen Spielführer Clemens Fritz erreichten bei den Bremern Normalform. Torschütze Vestergaard und Beck waren die stärksten Hoffenheimer Akteure.

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