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Vedad Ibisevic (r.) erzielt in der 24. Spiel- minute das 1:0 für Stuttgart gegen Hertha © imago

Stuttgart schießt sich gegen Hertha aus der Krise. Harnik gelingt ein Dreipack, auch Ibisevic trifft. Berlin enttäuscht maßlos.

Stuttgart - Hertha BSC hat bei der fünften Pflichtspiel-Pleite unter Trainer Michael Skibbe einen spielerischen Offenbarungseid geleistet.

Die Berliner kassierten am 21. Spieltag der Bundesliga eine 0:5 (0:4)-Packung beim VfB Stuttgart und stehen drei Tage nach dem bitteren Aus im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach vor einem Scherbenhaufen. 517643(DIASHOW: Der 21. Spieltag)

Dagegen hat der VfB nach dem blutleeren Auftritt im Pokal gegen den FC Bayern (0:2) die Wende eingeleitet und den ersten Sieg im Jahr 2012 gefeiert. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Labbadia zufrieden, Skibbe enttäuscht

"Das war die Antwort, die wir den Zuschauern geschuldet haben", sagte Stuttgarts Trainer Trainer Bruno Labbadia: "Wir haben Hertha BSC keine Chance gelassen. Da hat einiges gepasst. Vom Druck für die Mannschaft ist etwas runtergegangen. Sie hat sich etwas frei gespielt."

Hertha-Coach Michael Skibbe dagegen war nach der Pleite bedient.

"Ich bin schrecklich enttäuscht von der Vorstellung, die wir abgeliefert haben. Nach dem 0:1 haben wir uns bis zur Halbzeit nicht mehr gewehrt und uns ergeben. Das war eine absolute Katastrophe", meinte der Trainer der Hauptstädter.

Skibbe blieb dennoch zuversichtlich, dass seine Mannschaft in die Erfolgsspur zurückkehren wird: "Wir werden noch unsere Punkte holen, sodass wir am Ende über dem Strich stehen."

Dreierpack von Harnik

Nur gut 20 Minuten hielt die Hertha vor 45.000 Zuschauern in Stuttgart mit, dann brachen nach dem umstrittenen Führungstreffer durch Neuzugang Vedad Ibisevic (24.) alle Dämme.

Martin Harnik (28. und 41.) und Shinji Okazaki (32.) trafen noch vor der Pause, Harnik stellte nach der Pause mit seinem dritten Treffer (58.) den Endstand her.

Zudem kassierte Herthas Mittelfeldspieler Andreas Ottl die Rote Karte (30.) nach einem brutalen Tritt gegen Tamas Hajnal.

Der VfB holte den ersten Dreier seit dem 13. Spieltag, als der FC Augsburg 2:1 bezwungen worden war.

Labbadia mischt durch

Die erste gute Gelegenheit des Spiels hatte Harnik, der nach einem verunglückten Schuss von Christian Gentner am Fünfmeterraum aber freistehend nicht mehr an den Ball kam.

Herthas Schlussmann Thomas Kraft konnte die Szene letztlich entschärfen (16.).

Stuttgarts Coach Bruno Labbadia stellte Gotoku Sakai, Hajnal und Harnik in die Startelf für den rotgesperrten Cristian Molinaro, Julian Schieber und Cacau.

Bei der Hertha ersetzte Neuzugang Felix Bastians im Mittelfeld Fabian Lustenberger.

Umstrittene Führung

Die Führung der Stuttgarter durch Ibisevic war mehr als umstritten.

Der Ex-Hoffenheimer traf mit einem Scherenschlag in Kopfhöhe im Berliner Fünfmeterraum, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) entschied auf Tor.

In der Pause sagte Aytekin, Torhüter Kraft habe sich nicht in Richtung Ball bewegt.

Schockstarre bei der Hertha

Während die Berliner anschließend in eine Schockstarre verfielen, gelang den bis dato auch nicht überzeugenden Schwaben auf einmal fast alles.

Nach Pass von Ibisevic schob Harnik zum 2:0 für Stuttgart ein, ehe Okazaki mit einem Kopfball erfolgreich war.

Harnik versenkte anschließend auch noch einen sehenswerten Rechtsschuss zu seinem 9. Saisontreffer.

Kein Aufbäumen

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Berliner jegliches Aufbäumen vermissen und versuchten nur noch, die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten.

Das gelang nicht, stattdessen traf Harnik nach einer Gentner-Flanke ins Netz.

Während bei vor allem Harnik stark aufspielte, wusste bei Berlin lediglich Torhüter Kraft zu überzeugen.

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